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Dienstag, 31. Januar 2012

Tag 25

Jetzt ist es raus: Hormone machen doof, einsam und kahl. Nachdem ich mich monate-, ja jahrelang auf der Sonnenseite des Nebenwirkungszettels bewegt habe, bin ich im Moment eine ganz arme Wurst. Ja ja, an der Müdigkeit kann auch der Winter Schuld sein. Aber das ist so eine spezielle Müdigkeit, die hat ein ganz eigenes Aroma. Gestern bin ich um 20:49 zu Bett gegangen, und das, nachdem ich erst um 18:50 nach Hause gekommen war und L. sofort danach eine Stunde lang mit dem Hund unterwegs war. Eine ganze Stunde lang konnte er meine Gesellschaft genießen, während ich zu allem, was er tat und sagte, nur matt „Hm“, „Jaja“ oder auch „Huaaaah, bin ich müde“ sagen konnte. Was genau er gesagt und getan hat, weiß ich leider nicht mehr, ich war zwar äußerlich auf der Couch, innerlich aber im Hormonwunderland, fünftes Untergeschoss. Und das war nicht nur gestern so, dieser Zustand dauert jetzt schon fast eine Woche. Wenn das irgendwann aufhört und meine Freunde nicht mehr ans Telefon gehen und L. sich eine andere angelacht hat, vielleicht eine Jüngere, jedenfalls aber eine Wachere, dann ist das ganz allein meine Schuld. Und die von Brevactid und Crinone. Kahlköpfig werde ich außerdem. Im Moment pflücke ich jeden Morgen nach dem bürsten (und ich bürste inzwischen vorsichtig, ich halte die Haare sogar fest, während ich bürste) ein ganzes Viech aus Haaren aus der Haarbürste. Inzwischen habe ich mehr Haare weggeworfen, als andere jemals hatten. Dieses Hormonhaarwasser aus der lustigen Flasche mit den zwei Hörnchen nützt auch ungefähr so viel, als würde ich damit meine Füße bestreichen.
Gut, an dem Tran könnte notfalls noch der Winter Schuld sein und die gewaltigen Mengen an Wohlfühlessen, die er mich zwingt zu essen. Aber die Haare?
Und immer noch acht Tage bis zum Test.

Und dann wollte ich noch sagen: ruhig, ganz ruhig. Twitter ist keine Gefahr! Jeder Tweet darf nur 140 Zeichen haben. Dieser Post hier hat beispielsweise über 2000. Auch 14.000 gab es mit Sicherheit schon mal. Und es zeigt sich: Kurzfassen ist anstrengend, dieser Telegrammstil ist für eine Quasselstrippe wie mich so etwas wie ein geistiger Bauch-Beine-Po-Kurs. Das hier ist viel gemütlicher. Und nur, weil ich mich im Fitnessclub anmelde, werfe ich doch nicht die Couch und den Fernseher weg. Gerade nicht!

Montag, 30. Januar 2012

Tag 24. Immerhin: wenigstens mein Blog bekommt jetzt Nachwuchs.

Ich gebe zu, für einen erklärten Nerd kommt das reichlich spät, aber vor zwei Minuten habe ich mich bei Twitter angemeldet.
Oha. Und jetzt? Werde ich nach kurzer Zeit am Haken hängen und dann so begeistert zwitschern, dass ich keinen Bock mehr auf die gute alte Tante Blog habe? Fange ich enthusiastisch an, plätschere dann so mit zwei-drei Tweets pro Woche, dann pro Monat dahin und lasse es einfach irgendwann ganz kleinlaut? Wird das alles ganz, ganz peinlich? Oder eher lustig? Oder jedenfalls neu? Oder leider langweilig? Und bekommt das Kleine irgendwann noch Geschwisterchen?
Liebe Abkürzungsdamen, bleibt dran: @falbarelli.