Donnerstag, 27. Juni 2013

Sogar die verdammte Tastatur ist eingestaubt. Und der Rechner war zugeklappt. Zugeklappt!

Würmchen wiegt jetzt 3.200 Gramm und kann laut Ärztin jederzeit kommen, auch wenn sie noch kein konkretes Anzeichen entdecken konnte, dass es in den nächsten zehn Minuten losgeht. Der Wehenschreiber war unauffällig, er zappelt immer noch kräftig, und die Senkwehen können zwar alles mögliche gewesen sein, aber eben keine Senkwehen, denn der Kopf sitzt immer noch nicht fest im Becken. Was bedeutet, wenn es losgeht und die Fruchtblase platzt, muss ich im Liegen und damit im Krankenwagen ins Krankenhaus. Morgen fahre ich aber erst mal in meiner eigenen schäbbigen Schüssel und sitzend da hin, denn dann habe ich einen weiteren Termin, bei dem festgestellt werden soll, wie tief genau die Plazenta nun sitzt und was das heißt. Meine Ärztin war nicht begeistert von ihrer Lage, hat sich noch mit einem Kollegen besprochen und ist zu der Ansicht gelangt, dass das die Füchse aus der Geburtshilfe besser beurteilen können. Den nächsten regulären Arzttermin habe ich am Stichtag, das heißt am 12.7., und ab da muss ich alle zwei Tage kommen, es sei denn, Würmchen bequemt sich. Ich war außerdem begeistert zu hören, dass in meiner neuen Praxis längstens sieben Tage über Termin gewartet wird, dann schicken sie einen ins Krankenhaus zur Einleitung. Die Vorstellung, fast zwei Wochen auf glühendem Klinikkoffer zu sitzen, fand ich noch nie verlockend. Auch wenn hier immer noch... aber das ist eine andere Geschichte.

Ich wundere mich inzwischen, dass man nicht öfter in der Zeitung liest von Menschen, die sich von hinten an Handwerker heranschleichen und sie mit Bademantelgürteln, Bratpfannen oder Flaschen zur Strecke bringen. Ich neige nicht zu körperlicher Gewalt, aber der Impuls ist inzwischen da. "In einer Woche schaffen wir es wohl nicht" hatte der beflissene Projektleiter damals im Dezember zu uns gesagt. "Aber in zwei auf JEDEN Fall." Jetzt sind die Fensterfüchse die sechste Woche hier, und ein Ende ist nicht abzusehen. Gestern kamen plötzlich statt der inzwischen schon vertrauten anderen Vögel ein ca. zwölfjähriger Gehilfe und ein mir noch fremder Mann, die uns vorgestellt wurden als Mitarbeiter einer ganz anderen Tischlerfirma. Unsere Fensterfüchse sind inzwischen auf einer anderen Baustelle verplant, die beiden sind der Ersatz. Sie haben noch nie mit unserer Fensterfirma gearbeitet und umgekehrt. Wäre ich auch selbst drauf gekommen, nachdem sie den ganzen Tag das Haus in Lärm und Staub gehüllt haben und trotzdem nicht mehr als sechs einfache, angeschrägte Bretter an zwei Fenster montiert haben. Morgens hatte ich ihnen noch gesagt (die Putzarie von gestern noch in den Neunmonatsknochen), sie sollten bitte, bitte darauf achten, den Tag über alle Türen hinter sich zuzumachen, damit der Staub nicht in jedes einzelne Zimmer und in jede Ritze quillt. Ergebnis war, dass alles offen stand. Sogar das Kinderzimmer, und in dem hatten sie noch nicht mal zu tun. So dass ich jetzt noch mal die ca. achtzig Strampler und winzigkkleinen Babyschühchen usw., die uns L.s Cousine geschickt hat, waschen, trocknen, falten und anhand ausgebleichter Größenschildchen sortieren muss. Das wird zusätzlich erschwert dadurch, dass der Weg zur Waschmaschine inzwischen völlig verbaut ist mit riesigen Handwerkergeräten, die in unserem Keller zwischengelagert werden. Inzwischen betrachte ich die Aussicht auf die Geburt als willkommene Chance, mal ein paar Stunden ohne Handwerker zu verbringen. Ich hoffe jedenfalls, der Kreißsaal wird nicht gerade neu gekachelt, während ich da liege.
Morgen kommt der Chef der Fensterfirma persönlich hierher, und dann werde ich ihm mal was erzählen. Ein einziges Mal während dieser Monate will ich die Schwangerenkarte voll ausspielen, und er bekommt sie morgen links und rechts um die Ohren. Seit meiner Schulzeit hatte ich nicht mehr sechs Wochen am Stück frei, verdammt. Ich hatte mich seit Dezember auf den Mutterschutz gefreut. Diese Zeit sollte dazu da sein, sich zu sammeln, zu schonen, noch ein paar letzte schöne Dinge in Freiheit zu genießen und sich behaglich auf das Baby zu freuen. Ich dachte, ich verbringe diese Zeit mit einer Gala auf der Couch. Oder mit L. in der Heide. Oder mit meinen Mädchen rippchenessend beim Portugiesen. Stattdessen verbringe ich diese Zeit damit, von fremden Männern auf dem Klo überrascht zu werden, fast täglich um halb sieben aufstehen zu müssen und einen niemals endenden Kampf gegen den Staub zu führen. Und das ist einzig und allein die Schuld dieser beschissenen Fensterfirma. Da kann einem schon mal der Bademantelgürtel ausrutschen, oder?

Außerdem habe ich noch einen Tipp für ein gesundes Sommergetränk: Neulich hatte ich vergessen, dass ich mir einen ganzen Topf Yogi Chai Tee Schoko gekocht hatte. Den losen, nicht den aus Beuteln. Man streut zwei Teelöffel in einen Topf voll Wasser und lässt das alles 10-15 Minuten kochen, woraufhin ein großartiger Duft das ganze Haus durchzieht. Der Topf stand jedenfalls am nächsten Morgen immer noch da. So geht das Getränk: man rührt eine individuelle Menge Honig in den Tee (geht besser, wenn er noch etwas warm ist), nimmt sich ein großes Glas mit Eiswürfeln, füllt es durch ein Teesieb zu zwei Dritteln mit dem zart gesüßten, abgekühlten Yogitee und gießt das Ganze mit kalter Milch auf. Ich trinke davon im Moment ca. zwei Liter am Tag. (Nein, unbekannte und sicher wohlmeinende Kommentatorin, Yogi Chai ist ein reiner Gewürztee und koffeinfrei. Frei, sage ich!)

Mittwoch, 26. Juni 2013

Gestern, im Supermarkt an der Kasse:

Ich (lade meine Einkäufe aufs Band, unter anderem zwei Flaschen Chianti, von denen eine halbe in die Puttanesca-Sauce zur Pasta wandern soll, der Rest in meinen Besuch heute Abend): "Tüdelü, Dumdidum..."
Mir fremde Frau, herrisch: "Sind Sie sicher, dass Sie das als Schwangere trinken sollten?"

Tja, und nun? Ich schwanke zwischen folgenden Antworten:
1. Ich Depp! Hab ich völlig vergessen, dass schwangere Frauen keine Gäste haben dürfen. Da kann ich mich nur vorbehaltlos entschuldigen und Sie herzlich bitten, dass das unter uns zwei Hübschen bleibt.
2. Sind Sie sicher, dass Sie das was angeht?
3. Ja, leider. Ich muss meinen Pegel halten, und die halbe Flasche Sprit von heute morgen ist auch schon fast verstoffwechselt.
4. Wieso schwanger? Wer ist hier schwanger? Oh mein Gott, sie meinen...
5. Lieber den Barolo, meinen Sie? Hab ich auch schon drüber nachgedacht.
6. (unter heftigen Tränen) Ich bin nicht schwanger! Aber stolz auf meinen Körper!

Usw. usf.

Die einzige, ziemlich langweilige und geistlose Antwort, die mir in meiner Verblüffung einfiel, war:
7. (ungefähr in dem Ton, in dem man auch "Fresse!" sagen würde) Yep.

Ich weiß, es könnte schlimmer sein. Holly von "Nothing but bonfires", selbst in der 36. Woche, berichtete gestern von einer Frau, die sie daran hindern wollte, bei Starbucks ein Schokomuffin zu kaufen. Wegen des Koffeins in der Schokolade, falls ihr euch fragt (ich hab mich nämlich gefragt). Ich hab auch schon mal eine Frau auf der Straße getroffen, die mir am liebsten meinen koffeinfreien Frappucino aus der Hand geschlagen hätte.

p.s. bevor sich hier eine berufen fühlt: Meine Puttanesca blubberte bestimmt anderthalb Stunden fröhlich und meine Ölflaschen, Mehlgefäße, Senfgläser und Besteckhumpen mit kleinen roten Spritzern bekleckernd vor sich hin, bevor wir sie gegessen haben. Da bleibt kein Promillchen übrig.


Dann hab ich noch zu berichten von meinen Senkwehen. Jedenfalls denke ich, das waren Senkwehen. Nach einem knüppelvollen Tag gestern (Waren Handwerker da? War es laut? Und dreckig? Hatte ich mehrfach gegen all den Staub anzuputzen und außerdem noch achtzig andere Dinge zu erledigen? Ja, ja und ja.) lag ich irgendwann um kurz vor Mitternacht endlich im Bett und dachte: Au Backe. Es zog so mittig, ungefähr ab Bauchnabel und dann die zehn Zentimeter abwärts, und zum ersten Mal habe ich einen Eindruck davon bekommen, was passiert, wenn ein Organ, das man trotz seiner vielfältiger Interessen und Hobbies (Myome. Endometriose.) sonst so gar nicht wahrnimmt, mal die Muskeln spielen lässt. Heute morgen bin ich aufgestanden und hatte den deutlichen Eindruck, der Schwerpunkt meines Bauchs hat sich ungefähr fünf Zentimeter nach unten verlagert. Und Würmchen hält verdächtig still. Nicht völlig still (ratet mal, wie oft ich ihn seit dem Aufstehen schon mit dem Zeigefinger gepiekt habe, um sicherzugehen, dass er noch lebt), aber irgendwie eingeschüchtert. Vermutlich war das für ihn auch anstrengend. In einer halben Stunde mache ich mich auf in die Stadt zu meiner Gynäkologin, die mir hoffentlich bestätigt, dass er jetzt endlich fest mit dem Kopf tief im Becken sitzt. Schluss mit dem Getobe! Wir sammeln unsere Kräfte jetzt für den Endspurt.

Hach, Bloggen macht durstig. Wo ist jetzt der Rest von diesem Chianti?


Dienstag, 25. Juni 2013

Bock auf Spülhände, irgendwer?

Scheinbar hatte ich längst sehnsüchtig darauf gewartet, denn als der Handwerker gerade aus der Küche rief "Ich mach mal Frühstück, ok?" hatte ich kurz den Reflex, zurückzurufen "Supi, ich nehme gerne zwei Scheiben Knäcke mit gesalzener Butter und ein gekochtes Ei! Danke!", bevor mir klar wurde, so war das nicht gemeint. Ihr müsst nämlich wissen, das kommt bei uns nicht vor: jemand anderes als ich macht Frühstück, und ich darf mir aussuchen, was ich will. Vielleicht bin ich deshalb immer fast fiepig vor Ungeduld, wenn L. und ich mal in einem Hotel mit Frühstück übernachten und er morgens nicht aus den Federn kommt, während ich genau weiß, dass mit jeder weiteren Viertelstunde die Chance auf unverschwitzten Käse und frisches Rührei sinkt. Versteht mich nicht falsch: ich mache gerne Frühstück, und das ist vermutlich Teil der Erklärung dafür, warum ich es heute IMMER tue und L. NIE. Und bitte denkt nicht, L. würde in diesem Haus keinen Finger rühren. Im Moment ist er beispielsweise seit Monaten mein Packesel, der alles trägt, was ich nicht tragen kann, und das ist eine Menge. Er ist für so gut wie alles zuständig, was mit Organisation zu tun hat, er fällt Bäume, er karrt irgendwelchen Mist zum Recyclinghof, er fährt mit den Hunden zum Hundefriseur, er sitzt nicht den ganzen Tag auf dem Sofa und lässt sich die Pantoffeln hinterhertragen. Aber alles, was unter das Stichwort "Hausarbeit" fällt, ist mein Metier, und ehrlich gesagt habe ich das so weder gewollt noch entschieden. Es kommt zwar vor, dass L. einen Rappel bekommt und beschließt, dass jetzt der Kühlschrank geputzt oder das Wohnzimmer gesaugt wird, aber es endet für gewöhnlich damit, dass der komplette Inhalt des Kühlschranks auf der Küchenablage steht, während innen alles beim Alten ist, oder dass der Staubsauger einfach zwei Wochen im ungesaugten Wohnzimmer steht. Vor Weihnachten hat unsere Putzfrau uns irgendwann verkündet, dass sie die Haare von Pflegehund Momo leider nicht verträgt (eigentlich haaren Airedales nicht, aber Momo ist wohl auch in dieser Beziehung anders) und uns verlassen. Damals hat L. gesagt, das wäre überhaupt kein Problem, er würde einfach ihre montäglichen Aufgaben übernehmen. Wir würden in Zukunft Sonntags Nachmittags aufräumen, und er würde dann Montags alles fegen und putzen, während ich in der Stadt arbeite. Das ist bisher null mal passiert, und das wird auch in Zukunft nicht passieren. L. ist schon imstande, sich stundenlang mit häuslicher Arbeit zu beschäftigen, nur sieht er seine Aufgabe dabei irgendwie anders. Ich bin der schlichtgestrickten Überzeugung, beim Putzen ginge es darum, zwei-drei Stunden mit Seifenwasser und Schwämmen und Mopps und Besen zu hantieren, und danach ist der Fußboden, das Waschbecken, die Küchenablage und die Dusche sauber. Bei L. läuft das irgendwie anders. Er hat stundenlang aufgeräumt! (Hat er wirklich, er ist der ehrlichste Mensch der Welt und keiner Schwindelei fähig. Wenn er sagt, er hat stundenlang aufgeräumt, dann hat er stundenlang aufgeräumt.) Und trotzdem liegen die Staubmäuse in den Ecken der Treppenstufen noch genau so da wie vorher, die Waschbecken sind voller Kalk und die Spülmaschine weder aus- noch eingeräumt. Ich weiß, ich tue ihm Unrecht. Aber trotzdem bekomme ich es gerade ein bisschen mit der Angst, wenn ich nachts so daliege und nicht weiß, ob dieses ulkige Ziepen im Bauch jetzt schon eine Wehe ist oder nur ein ulkiges Ziepen. Denn Babys haben die Eigenschaft, das Ausmaß von erforderlicher Hausarbeit mit einem Schlag zu verdreifachen. Erstens brauchen sie eine saubere Umgebung. Zweitens saugen sie Mutti mit der Muttermilch die Energie aus, ständig mal hier längszuwischen und mal da etwas mit in den Keller zu nehmen, wenn sie sowieso auf dem Weg dorthin ist, dann bleibt mehr liegen, und das alles türmt sich ruckzuck zu einem Riesenbatzen auf. Drittens machen sie selbst auch Dreck: Fläschchengerümpel, Windelgerümpel, Kinderwagenmatschspuren, vollgekackte Strampler und Milchschwälle auf vor fünf Minuten frisch gebügelt angezogenen Oberteilen. Vielleicht findet sich ja alles, und ich muss mich entspannen. (Mich entspannen zu müssen, ist eine meiner Hassübungen.) Vielleicht legt der Anblick seines eigenen Würmchens in L. einen Schalter um, und er wird zum welteifrigsten Spülmaschineneinräumer. Vielleicht endet das alles mit Tränen und Gebrüll. Ach so, ihr meint, ich soll das mit ihm besprechen? Das wäre vielleicht mal eine Idee. Hätten wir dieses Gespräch nicht schon ungefähr 180Millionen mal geführt. Ex-Abkürzungsdamen, wie lief das bei euch mit dem unsexiesten Thema der Welt: was wird mit der Hausarbeit, wenn das Baby da ist?

Sonntag, 23. Juni 2013

Es heißt doch immer, man sollte die letzte babyfreie Zeit genießen.

Was ich hiermit tue: mit einem babyfreien Post. Bekanntermaßen steht die Welt nicht auf Mütter, die nur noch über ihre Blagen reden, darum dachte ich mir: heute versuche ich mal, über den Rand meines Neunmonatsbauchs (Da. Schon wieder.) hinwegzusehen und mich ausschließlich um wenn auch ungeordnete Themen zu kümmern, die mit Babys nichts zu tun haben. Oder mit Geburten. Oder Schwangerschaft.

1. Die Mia.
Ich konnte es kaum erwarten, dass sie endlich ankommt. Dann konnte ich es kaum erwarten, dass der UK-Adapter dazu geliefert wird. Dann, dass sie endlich aufgeladen ist. Von einem Bein aufs andere hüpfend, habe ich den Ladevorgang überwacht. Dann ging es los. Anfangs war ich vollkommen begeistert, ich habe mich jeden Abend darauf gefreut, mir endlich das Gesicht elektrisch reinigen zu dürfen. Dann habe ich verschiedenes festgestellt: Die Bürste kann auf die Dauer ganz schön schubbern, vor allem auf den roten Stellen an meinen Wangen. So dass es besser ist, das wirklich nur einmal am Tag zu machen und nicht, wie eigentlich vorgesehen, zweimal am Tag. (Es gab eine Zwischenphase, in der ich dachte, das ist vielleicht wie Fasten: man muss da jetzt durch auf die harte Tour, um am anderen Ende gestärkt und rötungsfrei hervorzugehen. In dieser Phase habe ich trotz Schubbern zweimal täglich die Bürste genommen, aber nach einer Woche war es nicht besser, eher im Gegenteil, und ich bin zurück auf einmal täglich gegangen.) Ich wollte, dass es funktioniert. Und zum Teil hat es das ja auch, die Haut war glatt und pickelfrei, und das blitzsaubere Gefühl nach einem Tag voller Make-Up, Schweiß und Geschmiere ist schwer zu beschreiben oder zu toppen. Trotzdem nagten erste Zweifel an mir. Dann habe ich festgestellt, dass nicht jedes Waschgel gleich gut mit der Bürste funktioniert. Mein Toleriane-Waschgel für empfindliche Haut von Roche-Posay z.B. geht fabelhaft damit. Das Rosaliac-Gel gegen Rötungen dagegen, das eigentlich ohne Wasser angewendet werden soll, naturgemäß nicht so. Und das Honig-Waschgel von Nuxe ist irgendwie zu aggressiv mit Bürste, wovon ohne Bürste nichts zu spüren ist. Aber dann. Dann habe ich im klugen Internet recherchiert und mir zusätzlich zu der mitgelieferten sensitive-Bürste eine weichere delicate-Bürste bestellt. Und jetzt ist alles sowas von gut. Ich predige die Mia wie ein wiedergeborener amerikanischer Jesusspinner. Ich verwende sie zweimal täglich, mit dem Waschgel, das gerade in der Nähe steht, und kann mir das natürlich auch einbilden, aber ich glaube, meine Haut wird jeden Tag ein bisschen besser. Weniger rot, weniger Pickelchen, selbst in der Sommerhitze, da habe ich sonst immer welche! Weniger Fältchen um die Augen, weniger... ach, alles, was nervt, verschwindet langsam. Nichts schubbert, und nach der Reinigung ist die Haut so glatt, dass ich ständig hinfassen muss, und trotzdem keine Pickel... die Mia kommt jetzt übrigens nach Deutschland, habe ich mir sagen lassen. Bei Douglas soll man sie online kriegen, die Bürstchen gibt es da wohl jetzt schon.

2. Das große Fressen.
100 neue Rezepte wollte ich in einem Jahr ausprobieren. Leider bin ich mit dem Aufschreiben ein bisschen hinterher, aber ich bin mir ziemlich sicher, mindestens dreißig sind es bis jetzt. Dabei zähle ich solche nicht mit, die aus der Lamäng entstanden sind. Nein, es muss korrekt zugehen: Kochbuch aufschlagen, Rezept finden, Zutaten ranschaffen, nachkochen. Die Sache ist nur die: ich glaube inzwischen, ich brauche Stress zum Kochen. Diese lange Zeit ohne nervtötende Arbeitstage macht so schön entspannt. Da sinkt der Druck, unbedingt wenigstens den Abend noch irgendwie mit etwas Leckerem und Interessantem zu vergolden. Auch die Wochenenden, an denen ich früher imstande war, in reiner Montagspanik schnell-schnell vier warme Mahlzeiten unterzubringen, sind so ruhig und völlig in Ordnung, wie sie sind... es gibt Sonntage, da frühstücke ich Wassermelone, esse mittags zwei Toasts mit Käse, nachmittags gehen wir gemütlich ein kleines Eis essen und abends gibt es noch mal Wassermelone. (Und ich wundere mich, dass ich nicht so richtig zunehme.) Sollte es tatsächlich Stress sein, der mir fehlt, dann wird es in der Küche rund gehen, wenn Würmchen erst da ist. Vielleicht liegt es aber auch an den Handwerkern, die in jedem Zimmer des Hauses zu jeder Tageszeit auftauchen können, auch in der Küche. Die stören mich. Und zwar gewaltig. Man kann nicht entspannt vor sich hinschnibbeln und hinrühren, wenn die immer da sind.

3. Der epileptische Hund.
Vor vier Wochen hatte Momo noch einen Anfall, in der unvergesslichen Nacht, als L. so bumsvoll war und ich völlig verzweifelt, dass nun das Luminal vielleicht doch nicht anschlägt. Jetzt haben wir uns wieder beruhigt und sind vorsichtig optimistisch. Mit zwei Luminal am Tag, eine morgens und eine abends, kommt sie gut zurecht. Ich zumindest kann nicht finden, dass sie müder oder stumpfer ist als vor den Tabletten. Morgens ist sie am quirligsten, dann machen beide Hunde nach dem ersten Gang und Frühstück einträchtig ein Rätzchen, mittags auf dem Spaziergang ist sie mal ein bisschen trottelig, mal tobt sie durchs Unterholz je nach Tagesform, und Abends gegen halb zehn geht sie schlafen. Ich weiß, dass das Internet aus allen Nähten platzt vor Leuten, die der Meinung sind, Luminal dürfte man einem Hund nicht geben, und überhaupt sind Tabletten des Teufels. Letzte Woche habe ich erst wieder den Fehler begangen, aus einem anderen Grund danach zu googeln, und saß dann fassungslos vor einem Forum, in dem ein völlig verzweifeltes Dalmatiner-Frauchen, dessen Hündin heftige Anfälle hat und seit zwei Tagen Luminal bekommt, sich in ihrer Not an die Runde gewendet hat, ob "das jetzt so bleibt", und statt ihr zu erklären, dass sie auf jeden Fall die Eingewöhnungsphase abwarten und ansonsten entweder auf ihren Tierarzt hören oder sich einen anderen suchen und dann eben auf den hören soll, wurde ihr von irgendwelchen Mausebärchen1972s und Fetzi09s nicht geraten, sondern eher befohlen, jetzt sofort Luminal abzusetzen. Und ich befürchte, sie ist dem Rat gefolgt. Bei uns liegt der Fall so: ohne Luminal hatte der Hund zuletzt Cluster-Anfälle, das heißt Anfälle, bei denen ein Anfall fast direkt in den nächsten übergeht. Zu viel davon, und das Nervensystem wird irreparabel geschädigt, ganz davon abgesehen, dass der Hund völlig verängstigt, verspannt und von der Rolle war. Nach dem letzten Cluster musste sie vier Tage in einem Käfig im Keller einer Tierklinik zubringen, hing am Tropf und stand unter ständiger Beobachtung. Mit Luminal ist für uns als Herrchen und Frauchen, die den ganzen Tag mit ihr zusammen sind, überhaupt kein Unterschied zu der Zeit vor der Epilepsie festzustellen. Sie ist fröhlich und unternehmungslustig und, auch nicht unwichtig, über Wochen anfallsfrei. Natürlich ist das nicht schön, dass es nur mit Tabletten geht. Natürlich finde ich das nicht toll, dass ich als Schwangere die laut Beipackzettel nur mit Gummihandschuhen anfassen darf. (Auch wenn ich mich manchmal frage; ehrlich? Trockene Tabletten? Und wenn ich mir sofort danach die Hände waschen würde? Aber gut...) Oder dass wir uns wirklich ziemlich eisern an einen 12-Stunden-Rhythmus halten müssen, damit der Pegel im Blut auf konstantem Niveau bleibt. Aber das ist alles Pipifax im Vergleich zu der Belastung für uns alle, jede Nacht bei jedem kleinen Geräusch hochzuschrecken in der Panik, dass das wieder ein Anfall ist.

4. Der Sommer danach.
Vorletzten Sommer waren wir Mädchen zusammen auf einer Finca, das war himmlisch. Letztes Jahr waren wir zusammen in der Heide, das war zwar theoretisch auch himmlisch, aber nicht ganz unproblematisch und davon abgesehen auch leider nicht das Gleiche. Dieses Jahr hatte ich den Mädchen eigentlich dringend ans Herz gelegt, den Urlaub ohne mich zu machen, den sie mit mir nicht machen können: den mit acht Stunden Strand und Sonne am Tag, abends in die Strand-Disse und urlaubsflirten, und das alles in einem Häuschen, in dem die Küche aus nicht mehr als zwei Kochplatten und einem Kühlschrank mit Eisfach bestehen muss und das entsprechend spottbillig ist. Haben sie das so gemacht? Haben sie nicht. Und dabei haben wir alle solches Urlaubsheimweh, dass es nur so kracht. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei. Und ich recherchiere und recherchiere. Ich sage zu L. "puh, ist das anstrengend, mit dem Bauch in dieser Hitze, ich muss mich wohl mal hinlegen" und dann renne ich kichernd ins Schlafzimmer, Tür zu, Rechner auf und recherchiere. Im Moment hat Sizilien die Nase vorne, aber auch an Elba habe ich liebe Erinnerungen. Und jetzt kommt's: Tipps sind erwünscht! Hat eine der Damen einen guten Anbieter von Ferienhäusern auf Sizilien und/oder Elba an der Hand? Sardinien wäre auch gut. Die Häuser sollten schön, sauber und nah an der Küste sein, am allerallerliebsten mit fußläufigem Zugang zum Meer, und wenn es dann auch noch einen Pool gibt (ich weiß, in Italien nicht so häufig), um so besser. Und wir brauchen dringend einen hübschen kleinen Ort in der Nähe, durch den wir abends noch schlendern können, wo wir unter freiem Himmel Linguine alle Vongole essen und hinterher auf dem Heimweg an einer schönen Granita nuckeln können.

Ich könnte mich auf den Kopf stellen, aber mir fällt kein fünfter Punkt mehr ein, der keinen Babybezug hat. Das haben Schwangerschaften wohl so an sich, sie machen sich breit, nicht nur im Bauch, sondern auch im Kopf und im Blog. Aber immerhin, der Versuch zählt!

Samstag, 22. Juni 2013

Eigentlich wollte ich doch nur eine kleine Fahrt mit Baby ins Grüne machen.

In unserem Vorort ist Dienstags und Samstags Markt. Meine Gefühle gegenüber diesem Markt sind gemischt: es sollte Spaß machen, tut es aber nicht immer. Wenn man wie ich gerne kocht und Kochbücher und Kochsendungen verschlingt, bekommt man den Eindruck, jeder echte Fressack müsste auf Märkte stehen. So frisch! So vielfältig! So günstig! Ich habe den dumpfen Verdacht, die Hälfte aller Standbetreiber kauft genau so auf dem Großmarkt ein wie jeder normale Fisch- und Gemüsehändler auch, verkauft den Kram aber gegenüber Edeka mit teilweise deutlichem Aufpreis für's schöne Einkaufsgefühl. Und während der treue Gemüsehändler jeden Tag da ist und hofft, seine gewaltigen taufrischen Bunde Minze und seinen Knoblauch an den Mann zu bringen, schneien die Marktleute nur ab und an mal rein, und zum Dank stürzen sich alle darauf. Gleich zu Anfang des Marktes steht immer ein Mann, der vermutlich per Mehrheitsbeschluss an den Rand verbannt wird, mit einem Stand, an dem er Schlachtabfälle für Hunde verkauft. Allerlei Gekröse, Hälse, Mägen, sowas. Es stinkt erbärmlich, und er selbst hat den Geruch längst für immer angenommen. Auch eine dreiwöchige Dauerdusche mit meinem guten Pfefferminzduschgel plus zwischengeschalteten Saunagängen und Salzpeelings könnte da nichts ausrichten, da bin ich mir sicher. Als wir gerade erst hergezogen waren, habe ich die junge Lili manchmal mit auf den Markt genommen und ihr als mustergültiges Frauchen sogar ab und zu etwas da gekauft. Ich wäre beinahe umgefallen, was das kostet. Es stellt sich heraus, dass man auf unserem Markt schon angegammelte Schlachtabfälle ungefähr so teuer bezahlt wie feines demeter-Rumpsteak ein paar Stände weiter. Vier mickrige Stückchen getrockneter Ochsenziemer? 11,76 bitte. Schön sind die Fischstände, aber gerade leide ich ein bisschen vor der Auslage, denn gerade hat die Matjes-Zeit wieder begonnen, und Matjes und Krabbensalat und schöner Lachs in Sashimi-Qualität und all das sind immer noch verboten. Verboten, verboten, verboten, ich konnte das noch nie leiden, wenn irgendwas verboten ist, schon gar nicht, wenn es mit Essen zu tun hat. An den Obstständen ist die Auswahl zwar raffinierter präsentiert, aber trotzdem kleiner als bei meinem netten Gemüsetürken, fast immer gibt es irgendwas nicht, was ich brauche, so dass ich dann mit den Taschen voller Fremdgemüse noch zu einem anderen Stand (oder mit rotem Kopf zum Türken, der über diese Treulosigkeit immer hinweglächelt) muss. Außerdem führt der Markt mir immer wieder vor Augen, dass ich am Herd doch noch nicht so weit bin, wie ich gerne wäre: Körbchen übern Arm, loslaufen, gucken was es gibt und dann improvisiert einkaufen, daran erkennt man ja wohl den Könner (und daran, dass er in seiner eigenen Kochsendung ständig Gemüseleute und Fischmänner mit Vornamen begrüßt). Bei mir endet ein Marktgang immer damit, dass ich zu viele verschiedene Dinge einkaufe, weil sie gut aussehen, und am Ende feststelle, dass ich jetzt zwei Drittel der Zutaten für ca. acht Rezepte zusammen habe, aber leider für kein einziges alle.

Und hier kommt Würmchen ins Spiel. Würmchen hindert mich nicht nur am Matjesessen, sondern auch daran, elf Kilo Rezeptbruchstücke nach Hause zu wuchten. Mit Würmchen im Bauch kaufe ich plötzlich wieder nach Gewicht ein. Ich bin gezwungen, mir auch vor dem vollsten Stand zu überlegen, was ich zuhause habe und wie ich jetzt mit möglichst wenig und vor allem möglichst leichten Zutaten daraus etwas mache. Speck hab ich, Petersilie wächst im Garten, Pasta und trockenen Wermut hab ich auch, wie wären Linguine mit Speck aus dem Ofen wie bei Nigella? Dafür bräuchte ich nichts. Ich stehe vor dem Fischstand, und auf einmal fallen mir die Krabben wieder ein, die ich vor einer Weile eingefroren hatte. Ich will schon ein Riesensteak vom Biostand ordern, da fällt mir ein, dass ich noch Hack habe und 1a Köttbullar mit Kartoffelpü machen könnte... sogar Preiselbeeren sind noch da! Am Ende laufe ich nach Hause mit einer Einkaufstasche, die sich immer noch lustig vor und zurück schwingen lässt, weil darin nicht mehr ist als ein Bund Minze, zwei Knollen Knoblauch, ein Baguette, ein kleines Stück Ziegenkäse und ein paar Oliven. Würmchen macht, dass ich so billig einkaufe wie noch nie (und das für jemanden, der früher imstande war, eine halbe Monatsmiete auf dem Markt zu lassen. Nicht auf unserem Gekrösemarkt, aber auf dem Markt. Es gab Markttage in der Stadt, da bin ich während eines Marktganges zweimal an den Geldautomaten gegangen.) und trotzdem so lecker esse wie selten. Bauch macht erfinderisch.

Außerdem steige ich seit gestern voll ein in die Autositz-Problematik. Auf unseren icandy passt ein Maxi Cosi, die Adapter haben wir schon. Gestern wollte L. sowieso zu einer Werkstatt, der Babymarkt lag am Weg, und ich dachte, da fahren wir jetzt eben kurz vorbei und kaufen einen Kindersitz. Ha! Eine etwas ungepflegte Verkäuferin dröhnte uns mit ihrer lauten Stimme eine Viertelstunde lang an, und dann sind wir fluchtartig wieder gegangen. Grobe Richtung ihrer Instruktionen war in etwa "Gut, wenn ihnen das Leben ihres Babies egal ist, können Sie das natürlich so und so machen. Ansonsten hätten wir hier..." Ich hatte ja keine Ahnung. Ich dachte z.B., Maxi Cosi ist Maxi Cosi, die werden schon alle auf unseren Wagen passen. Nix da! Jetzt stehen wir vor folgenden Fragen und Entscheidungen:
1. Es gibt, wenn ich das richtig überblicke, drei Möglichkeiten, einen Autositz im Auto zu befestigen. Erstens: man schnallt ihn mit dem ganz normalen Gurt an. Zweitens: neuere Autos (meins nicht, aber L.s offensichtlich) haben eine Isofix-Vorrichtung, das sind zwei harte metallene Ösen zwischen Rücklehne und Rücksitz, da hakt man ihn ein. Dritten: man kauft so ein gewaltiges, metallisches Dings, das dann im Auto fest montiert wird und in das man wiederum den Autositz einhakt.
2. Es gibt Babyschalen (also Kindersitze für Neugeborene), die man mit ins Flugzeug nehmen und dort relativ fest montieren kann und welche, mit denen das nicht geht. Kurioserweise scheint das bei Maxi-Cosi nur mit dem billigsten Modell zu gehen. Ich verstehe das nicht.
3. Es gibt außerdem einen neuen Maxi Cosi, aus dem die Kinder nicht mit spätestens einem Jahr rauswachsen, sondern der auch noch für Vierjährige geeignet ist. Der scheint mir so ein metallisches Einhak-Schlitten-Dings schon eingebaut zu haben. Er kostet mehr als doppelt so viel wie ein normaler Einsteiger-Maxi Cosi, aber dafür ist er eben zwei Kindersitze in einem, was mir sinnvoll erscheint. Diesen Milofix gab es aber in unserem Babyladen nicht.

Gestern Abend habe ich mir jede einzelne Mutter auf dem Geburtstag gegriffen und alle gefragt, wie sie das mit dem Babysitz gemacht haben. Alle hatten nur einen Gurt zum Befestigen. Das Isofix-Ding ist hinten im Auto, ich hatte aber z.B. vor, oft mit dem Kind und den Hunden loszufahren zu einem langen Spaziergang zu viert. Ist das Kind hinten, besteht die Gefahr, dass die Hunde sich unter und neben dem Hundegitter durchwursteln und einfach auf den Kleinen drauftreten - mit langen Krallen und nicht unbeträchtlichem Gewicht. Da bin ich dagegen. Habe ich ihn vorne neben mir, kann ich ihn aber sowieso nur mit Gurten befestigen. Dieses Befestigungsdings hinten wäre also nur für Fahrten, auf denen L. und ich gemeinsam unterwegs sind, so dass einer von uns hinten neben der Wurst sitzt und sich erstens kümmern kann bzw. zweitens die Hunde zurückhält. Solche Fahrten werden nicht den Löwenanteil der Fahrten ausmachen. Während gestern die Verkäuferin uns noch andröhnte, der preiswerte, aber flugzeugtaugliche Maxi Cosi wäre quasi eine Todesfalle, lese ich heute, dass er bei Stiftung Warentest mit gut abgeschnitten hat. Außerdem hat mir immer noch niemand mit letzter Sicherheit sagen können, ob man den Kindersitz direkt mit den Isofix-Ösen verbinden kann oder ob man dann trotzdem noch dieses Metallmonstrum braucht. Sollte das so sein, schlägt das Pendel gerade in Richtung Milofix aus. Aber passt der auf unser Kinderwagengestell? Harrrrg.

Liebes Würmchen,

Seit gestern bist du kein Frühchen mehr, herzlichen Glückwunsch! Heute morgen bin ich aufgewacht und habe beschlossen, darauf zu pfeifen, dass unter den Fensterbänken in deinem Kinderzimmer immer noch der Putz bröckelt und Löcher klaffen, und beschlossen, zu putzen, egal ob da noch mal der Maler durchmuss oder nicht. Ich muss noch ein paar Leitz-Ordner mit albernem Steuerkram auf den Dachboden schaffen und dort verstauen, das Regal von einem halben Kilo Staub befreien und Deinen Vater dazu kriegen, es an die vorgesehene Wand zu rücken, dann ist der Rest ein Kinderspiel. Ich glaube nicht, dass Dich Ordnung schon besonders interessiert, und Du wirst lachen: mir geht es eigentlich mit 40 Jahren immer noch genau so, aber das hier ist anders. Zu wissen, dass Du hier bald einziehen sollst, weckt in mir eine große Sehnsucht, mit dem großen Straußenfederstaubwisch, einer Flasche duftendem Öko-Reinigungsspray und riesigen Mengen Seifenwasser anzurücken. Und wenn ich eins in den letzten 40 Jahren gelernt habe, dann ist das, diese seltenen Launen zu nutzen, bevor sie wieder in den Tiefen meines Fusselhirns verschwinden.

Gestern abend war ich zum vermutlich achten Mal auf meiner "letzten Party" vor Dir, es fühlt sich langsam an wie Howard Carpendales Abschiedstournee, immer gibt es doch noch einen Abend, an dem alle trinken außer mir und ich mich gegen Mitternacht stillvergnügt in mein Auto setze und uns nach Hause ins Bettchen fahre. Und wieder mal haben bestimmt fünfzehn Menschen den Bauch mit Dir drin angefasst und uns viel Glück gewünscht. Die netten Frauen bei Edeka an der Kasse wünschen mir Glück, der Polizist, der auf dem Heimweg wissen will, ob ich was getrunken habe, wünscht mir Glück, Familie und Freunde sowieso, der Schornsteinfeger, der Klempner, die Nachbarn, die Tierärztin, alle wünschen uns Glück, und langsam habe ich wirklich das Gefühl, das könnte klappen mit uns beiden. Es könnte tatsächlich passieren, dass ich Dich demnächst, sehr demnächst sogar, gesund und rund und rosig im Arm halte. Anderen ist es doch auch passiert, wieso also nicht mir? Und ich bin sogar so optimistisch, dass ich anfange, Pläne zu machen. Ich mache Pläne, wie wir zwei zusammen zum Babyschwimmen gehen. Wer weiß, vielleicht lernst Du da Deinen besten Freund für's Leben kennen? Ich mache Pläne, mit Dir und den Hunden zwei Stunden lang durchs winterliche Moor zu schieben. Ich mache Pläne für Wochenenden in der Heide, an denen wir auf einer Decke unter Kiefern liegen und zugucken, wie die Zweige sich im Wind wiegen. Ich mache Pläne für Fahrten über den Markt, auf denen wir schönes frisches Gemüse kaufen, und dann schieben wir nach Hause, und dann mantsche ich daraus unter Deiner Aufsicht Deinen ersten Brei. Im Moment - noch ohne Schlafentzug, ohne schmerzenden Dammriss, ohne Stillprobleme und ohne erste Erkältungssorgen - freue ich mich auf alles. Auf jede vollgekackte Windel, auf winzige Wäsche, die auf dem Balkon im Wind flattert, auf mucksches Geknötter, auf Spaziergänge durch Hagel und Hitze und überhaupt. Du wirst schon wieder lachen, was Deine Mutter für eine bescheuerte, verplante Vollidiotin ist, aber ich freu mich sogar auf die Geburt.

Dieses Wochenende wird das Kinderzimmer ein Kinderzimmer, basta. Und ab Montag darfst Du gerne vorbeikommen. Ich bin zuhause.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Siri, pack doch bitte meinen Klinikkoffer zu Ende, wisch hier einmal feucht durch, und wenn Du schon dabei bist, dann krieg auch bitte gleich mein Kind für mich. Ja?

Bücher sortiert in die, die ich in den nächsten Monaten unbedingt lesen muss, und die, die auch für ein halbes Jahr verschwinden können: Haken dran.
Bücher entsprechend in den Keller geschafft oder im Schlafzimmer verstaut: Haken dran.
So dass Würmchens angehendes Kinderzimmerregal jetzt leer ist: Haken dran.
Schreibtisch ausgeräumt, so dass ihn heute Abend L. und mein Bruder aus dem Kinderzimmer auf den Dachboden wuchten können: Haken dran.
Klinikkoffer von extrem lässiger Ledertasche, die aber leider nur das Fassungsvermögen eines kleinen Schuhkartons hat, in uncoolen, aber praktischeren Rollkoffer umgepackt und im Zuge dessen gleich um mehrere wichtige Dinge ergänzt: Haken dran.
Spucktücher, die ich während der Erkältung nachts als Halstücher benutzt habe, damit nicht mein ganzes Bett mit braunem Tigerbalm verschmiert wird, in die Kochwäsche gesteckt: Haken dran. (Wehe, das geht nicht raus und ich muss neue kaufen.)
Bett für meinen Bruder klargemacht: Haken dran.
Restliche Belege für Mittagspausen etc. für 2013 für die Steuer sortiert: Haken dran.
Noch ausstehende Kreditkartenabrechnungen organisiert, gesichtet, Steuer-relevante Posten markiert und erklärt und abgeheftet: Haken dran.

Ich finde, mehr kann man von einer Dame im neunten Monat an einem Tag mit 34° nicht erwarten.

Noch offen auf der To-Do-Liste sind:
- neuer Bezug für Baby-Bay
- Bezug für Kinderwagenmatratze
- Maxi-Cosy
- Tragedings für Frischgeschlüpfte Babies

Das machen wir morgen, eine willkommene Entschuldigung, für ein-zwei Stündchen vor den Handwerkern in den Babymarkt zu fliehen.

Und dann muss noch das Paket aus England ankommen, in dem L.s Cousinchen uns ihre rausgewachsenen Baby-Sachen schickt. Die muss ich dann auch noch mal waschen und trocknen und falten.

Dann müssen die Handwerker endlich, endlich verschwinden.

Dann bauen wir noch das IKEA-Bett auf, bzw. aus bitterer Erfahrung mache ich das lieber alleine, das endet sonst mit Scheidung und alleinerziehend und all dem, IKEA können wir nicht so gut zu zweit.

Dann sollten wir noch Rollos oder licht-dichte Gardinen im Schlafzimmer und im Kinderzimmer befestigen, denn man hört ja, dass Babies in abgedunkelten Räumen besser schlafen. (Klitzekleine Schlafbrillen wären doch toll. Wobei ich mir sicher bin, irgend eine Schlaubiene hat schon wieder herausgefunden, dass die quasi direkt zum plötzlichen Kindstod führen.) Oder warten wir mit der Verdunkelung lieber, bis wir festgestellt haben, dass unser Würmchen tatsächlich nur im Dunkeln schläft? Vielleicht ja auch so.

Dann muss ich noch einmal alles putzen und feucht abwischen, durchlüften, und dann könnte es tatsächlich den Moment geben, in dem ich noch ein paar Bilder aufhänge im Kinderzimmer und wir dann auch mal fertig sind.

Laut Schwangerschafts-Apps, denen ich gestern doch mal wieder einen Höflichkeitsbesuch abgestattet habe, sind es noch 23 Tage. Warum also die plötzliche Hektik? Weil ich das dumpfe Gefühl habe, so lange dauert es nicht mehr. Mein Bauch macht komische Dinge. Und mit komisch meine ich, manchmal tut das ganz schön weh. Sind das jetzt Senkwehen? Braxton-Hicks-Kontraktionen? Ich hatte gedacht, die wären schmerzlos. Wenn das Wikipedias Vorstellung von Schmerzlos ist, dann rate ich Wikipedia dringend, es mal selbst zu versuchen. Oder ist wieder mal die blöde Endometriose Schuld, dass das so zwiebelt? Es ist jedenfalls beruhigend zu wissen, dass in einem Eppendorfer Klinik-Medikamentenlager die Zutaten für eine feine PDA warten, auf denen mein Name steht. Manchen hier wird nämlich langsam ein bisschen mulmig. Zum Beispiel dann, wenn sie auf einem zwei-Kilometer-Hundespaziergang dreimal Pause machen müssen. Oder wenn sie sich nach einer ca. 20 Gramm wiegenden Socke bücken und plötzlich das Gefühl haben, sie kommen nie wieder hoch, sondern kriegen gleich ihr Kind direkt hier unten im Waschkeller. Oder wenn sie morgens ein bisschen länger schlafen, daraufhin die Blase noch ein bisschen voller ist als sonst und das im Ergebnis dafür sorgt, dass sie es nur an der Hüfte im rechten Winkel nach vorne geknickt noch aufs Klo schaffen. Und dabei macht Würmchen bisher nur Spaß.

Oder?

Dienstag, 18. Juni 2013

Würmchen und ich haben jetzt schon eine Menge gemeinsam.

Wenn es etwas gibt, das sogar mein Fusselhirn dazu bringen kann, sich auch mal ein paar Stunden gehackt zu legen und mich in Ruhe zu lassen mit unbegründeten Sorgen, Umtrieben und Querschlägern, dann sind das Ordnung und Routinen. (Leider sabotiert Fusselhirni selbst mich normalerweise nach Kräften dabei, für das eine oder andere zu sorgen.) Von Babys hört man ja Ähnliches: jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett etc. Die Handwerker sind für drei Tage verschwunden, während irgendwo am anderen Ende der Stadt in einer Werkstatt unsere Fensterbänke und Fensterrahmen gebastelt werden. Und weil wir Samstag Abend L.s Geburtstagsgäste zu Besuch hatten, heute ein Kollege von L. vorbeikam und wir ja schließlich auch Augen und Nerven haben, haben wir beschlossen, darauf zu pfeifen, dass Donnerstag hier sowieso wieder alles aussieht wie Sau und trotzdem geputzt und aufgeräumt, so gut es eben ging. Jetzt nehme ich auf jedem Gang von oben nach unten einen oder zwei Jutebeutel mit Büchern mit (aus dem Regal im Ex-Arbeitszimmer und zukünftigen Kinderzimmer) und verstaue sie ordentlich im Keller. Auf jedem Gang nach oben nehme ich dafür leere Beutel oder Körbe mit und befülle sie neu, um sie dann griffbereit an die Treppe zu stellen. Langsam wird es leerer da oben. Jeden Morgen koche ich einen großen Topf Yogi Tee Schoko und lasse ihn dann in Ruhe abkühlen. Jeden Mittag packe ich die Hunde in meine Prollkarre und fahre mit ihnen immer die selbe Route zum immer gleichen Spaziergang am Flüsschen entlang, wobei ich unterwegs die beiden immer mit der gleichen Gummifrisbee bei Laune halte. Zurück vom Spaziergang mache ich mir ein großes Glas kalten Yogitee mit Milch und ein bisschen Honig auf Eis, setze mich damit an meinen Rechner, regele, was zu regeln ist und freue mich am leeren, aufgeräumten Esszimmer und der Abwesenheit von Handwerkern und Handwerkerlärm, und wenn mir dann wirklich nichts mehr einfällt, was ich mit Hilfe meines Computers sonst noch tun könnte, dann suche ich ein Rezept aus einem meiner Kochbücher heraus und mache mich auf den Weg, um die Zutaten für unser Abendessen zu besorgen. Sicher würde es mich noch mehr beruhigen, wenn am Kinderzimmer nur noch die Bilderrahmen geradezurücken wären. Aber es geht eben noch nicht, und dieser ganze ruhig dahinplätschernde planmäßige Tagesablauf tut auch schon eine Menge für meinen Blutdruck. Selbst die Hunde merken mir an, dass etwas anders ist, und gehorchen ihrem tiefenentspannten Frauchen gerade aufs Wort. Überall, wo ich hinfahre, tut sich wie von selbst ein Parkplatz auf, und jede Ampel wird in dem Moment grün, in dem ich auf sie zufahre. So könnte es meinetwegen noch gut vier Wochen weiterplätschern. Es fühlt sich an wie die erste Woche der Sommerferien, wenn man noch denkt, das geht jetzt ewig so weiter.

Geht es doch, oder?

Sonntag, 16. Juni 2013

Die Lage im Großen und Runden.

37. Woche geht bisher so ähnlich wie 36. Woche. Der klitzekleine Teil meines Gehirns, der sonst für die Aufrechterhaltung von Ordnung, Sauberkeit und frisch gebügelter Wäsche zuständig ist, hat sich hormonbedingt etwas breiter gemacht als gewohnt und plädiert schwer dafür, dass Ndogo noch eine Weile bleibt, wo er ist, bis im Kinderzimmer alles auf Kante liegt. Der Teil meines Gehirns dagegen, der gerne atmet, Treppen steigt, rennt und sich bückt, hätte meinen Bauch lieber heute als morgen wieder für sich. (Wobei Bücken gar nicht der größte Teil des Problems ist. Wieder hochzukommen, das ist die Kunst.) Verstärkung bekommt er von dem Teil, der mittlerweile vor Neugier platzt, was das eigentlich genau für ein Kind ist, das da wächst.

Ich wiege 76 Kilo, das heißt ein Kilo weniger als noch vor einer Woche, und das liegt vermutlich auch daran, dass meine sonst beeindruckenden Scheunendrescher-Qualitäten gerade aus Platzmangel ein bisschen verkümmern. Je nachdem, ob man jetzt einen guten oder schlechten Tag vor der Schwangerschaft als Vergleichsgröße nimmt, würde das entweder bedeuten, ich hätte acht oder sechs Kilo zugenommen. Trotzdem höre ich fast immer als erstes "Mein Gott, der Bauch ist ja riesig!" sobald ich jemanden treffe, den ich lange nicht mehr gesehen habe.
Der Bauch wird immer wieder steinhart, was überhaupt nicht weh tut und auch so vorgesehen zu sein scheint. Dadurch wird es nur leider manchmal schwierig, zu ertasten, wo Würmchens Wirrkopf sich gerade befindet. Immer noch unten, wo er hingehört? Zwischen all dem Harten dachte ich zwischendurch auch schon mal, der Kopf wäre wieder oben. Oder hat Würmchen nur besonders dicke Knie? Oder Fersen? Oder einen stahlharten Knackpo? Zu wissen, dass es nun vielleicht doch kein Kaiserschnitt wird und wir uns doch auf eine normale Geburt einstellen können, umgibt jede Verhärtung, jedes Ziepen und jedes merkwürdige Vorkommnis in meinem Bauch mit einer ganz neuen Aura. Könnte es das schon sein? Gestern Abend, als wir mit L.s alten Freunden im Restaurant saßen, rauschte die Unterhaltung immer mal wieder minutenlang an mir vorbei, weil ich ganz deutlich merkte, dass da was war. War da was? Da war was. Es flutschte, drückte und zog jedenfalls ganz gewaltig. Und jedes Mal ging der ganze Film im Kopf los: Es geht los. Wir haben zwar bestellt, aber bisher gab es nur den Aperitif. Was jetzt? Vertrauen wir dem Kellner und lassen unsere Kreditkarte hier? Wär doch schade um den schönen Hirsch. (Essen ist mir wichtig, wie man in solchen Momenten merkt.) Dann war aber doch nichts, und hätte ich je den Plan gehabt, dass L. und sein Sohn am gleichen Tag Geburtstag haben sollen, dann sollte ich jetzt besser schnell damit anfangen, etwas Unvernünftiges zu tun. Die Auswahl an Verhaltensweisen, die quasi unmittelbar eine Sturzgeburt zur Folge haben, soll ja riesig sein. Tees! Einläufe! Alufolie!

Diese Woche ist die letzte Woche, während der Würmchen noch die Chance hat, als Frühgeburt zu gelten. Ist sie kommenden Freitag vorbei und er noch nicht da, zählt er als genau zum richtigen Zeitpunkt geboren. Inzwischen feiern wir L.s Geburtstag jeder auf seine Art: die Hunde mit Nickerchen auf dem Rasen in der Sonne, L. mit einem Stück Erdbeerbiskuitrolle und einem Glas Champagner als Frühstück im Bett, und ich mit meinem ersten Post im Schlafanzug seit Ewigkeiten. (Wer hätte gedacht, dass Mutterschutz so ungemütlich wird? Fast jeden Morgen muss ich ab sieben geduscht und angezogen sein, sonst kommen mir die Handwerker dazwischen.) Dazu dröhnen L.s neue Mozart-Opern-CDs durchs Haus, und zwar ausdrücklich nicht in der Absicht, aus Würmchen ein Wunderkind zu machen, sondern weil er heute Geburtstag hat.


Schon ca. zweihundert Mal habe ich jetzt den Rat gehört oder gelesen, dann zu schlafen, wenn das Baby schläft. Mangels Baby praktizieren wir heute eine Abwandlung: sich dann einfach mal keine Sorgen zu machen, wie um Himmels Willen das alles nur werden soll, wenn die Sorgen sich schlafen gelegt haben. Wenn ein laues Lüftchen ums Haus und durch die Fenster weht, die neuerdings auch Kipp können, wenn der Rhododendron blüht, wenn der Kühlschrank voller Roter Grütze und Kuchen ist und wenn der Tag so dermaßen geburtstagsfein ist, wie man sich das nur wünschen kann.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Oder Krake. Wie wär's mit einer schönen Runde in der Krake?

Das war einer der schnellsten Arzttermine meines Lebens. Nach der Geburtsanmeldung im gleichen Krankenhaus, bei der ich schon fast am Stuhl festgewachsen bin, hatte ich mit dem schlimmsten gerechnet, aber heute war ich noch nicht mal fertig mit dem Ausfüllen des Aufklärungsbogens "Äußere Wendung", da wurde ich schon aufgerufen. Drei Minuten später lag ich mit einem Haufen Glibber auf dem Bauch auf der Liege, und der Arzt sagte nur: "Nö. Kopf unten. Alles gut." Ja, gut - da habe ich mir den Glibber wieder abgewischt, meine Garderobe in Ordnung gebracht und bin wieder gegangen. Mit das dramatischste an diesem Krankenhausbesuch war der Parkplatz in der Tiefgarage. Eigentlich hätte ich meine kleine Prollkarre einfetten müssen, um da reinzukommen. Oder entsprechend mich, um aus der Karre zu kommen. Die paar Sekunden, die ich mit dem Bauch zwischen Wand und Tür feststeckte - puh! Aber vielleicht hätte man dabeisein müssen.

Die Plazenta ist weder unangenehm noch angenehm aufgefallen, sollte sie noch blöd liegen, wird meine Ärztin das wohl bei einem der nächsten Besuche feststellen. Aber zu arg kann es eigentlich nicht sein, sonst hätte man das heute wohl gesehen. "Tja, dann wünsche ich mal eine schöne Geburt" hat der Arzt noch gesagt, bevor Würmchen und ich wieder in die Tiefgarage gegangen sind, uns von Kopf bis Fuß mit Olivenöl eingefettet haben und über den Beifahrersitz zurück hinters Steuer geflutscht sind. Und wenn er sich jetzt noch mal dreht, dann drehen wir ihn eben nächste Woche.

Damit sind wir bereit für den Klassiker: das Warten. Das nächtliche Aufschrecken, falscher Alarm. Dann irgendwann richtiger Alarm, Hugh Grant verliert die Nerven, nachts um vier unter Gebrüll ins Krankenhaus, die fast überfahrene Polizeikontrolle, die nervenzerfetzend ruhigen Damen an der Rezeption im Krankenhaus, die acht Kilometer, die L. auf dem Krankenhausflur zurücklegen wird... hach...
und jetzt? Kauf ich mir doch eins dieser Bücher über Hypnobirthing?