Sonntag, 11. Dezember 2011

Dieser Post läuft unter den Labels "normales Leben" und "Kinderwunsch".

Ich balanciere, umdefiniere und jongliere im Moment mit zwei großen, dicken und schier übermächtigen Wünschen herum, die sich manchmal gegenseitig auszuschließen scheinen. Der eine ist der Wunsch nach einem Kind. Der andere ist der Wunsch, ein "normales", glückliches Leben zu führen mit Freunden, Beziehungen, Job, gutem Essen und Trinken und manchmal auch blödem, unkonstruktivem Herumlungern. Und meistens sieht es so aus, als ob für beide Wünsche gilt: haben oder nicht haben. Aus der Kombination dieser zwei Ausprägungen und der beiden Wünsche ergeben sich folgende Szenarien:

1. Ich lebe mein Leben und bekomme ein Kind, vielleicht sogar zwei oder sogar drei. Nein, wir wollen nicht gierig werden, das bringt schlechtgelaunte höhere Mächte und damit Unglück, zwei. Juchhu, zwei! Bzw. Juchhu, eins! (Man kann nie vorsichtig genug sein.)
2. Ich reiße mich wahnsinnig am Riemen und richte mein Leben komplett an dem Kinderwunsch aus. Ich esse und trinke so, als hätte ich entsprechende Gelübde geleistet, ich plane vorerst weder jobliche noch Reise-Eskapaden, ich vertröste Freunde, die was wollen, auf irgendwann in fünf Jahren, und ich widme mich mit dem gleichen Nachdruck, mit dem ich mich vorher meiner Freizeit, meinem Hund, meinem Mann und meinen Freunden gewidmet habe, irgend welchen Dingen, die angeblich - hört man - jedenfalls sagt das diese Frau da, diese... wie heißt sie noch... die Wahrscheinlichkeit ein klitzekleines bisschen erhöhen können, dass es doch noch klappt mit dem Kind. Und am Ende klappt es.
3. Ich lebe so weiter wie bisher, und aus irgendwelchen Gründen bekomme ich kein Kind, und zwar nie. Ich sterbe, und an meinem Grab weinen keine Enkel. All die Kuchen, die ich noch vorhabe zu backen, werde ich selbst essen müssen. Ich werde auch niemals jemandem das Fahrradfahren beibringen, es sei denn, der Hund zeigt Interesse. Dafür habe ich Urlaube, Freunde, einen Job, Sport und nicht zu vergessen, niemals zu vergessen: L.
4. Ich reiße mich genau so zusammen wie unter Szenario 2 beschrieben und bekomme trotzdem kein Kind.

Ich glaube, wir alle sind uns einigermaßen einig, dass Szenario 1 die dufteste aller Vorstellungen ist und Szenario 4 ein Albtraum, der uns so weder passieren darf noch passieren wird. Sind wir uns da einig? Worüber allerdings Uneinigkeit besteht - und zwar nicht nur unter uns hier im Blog, sondern auch manchmal unter mir (Dienstags) und mir (Mittwochs), ist die Frage, ob nun Szenario zwei besser ist als Szenario 3 und wie groß wir die Wahrscheinlichkeit einschätzen können, dass es das eine oder das andere wird. Meine Entscheidungsfindung wird glaube ich auch dadurch extrem getrübt, dass ich mir Szenario 3 irgendwie nicht vorstellen kann. Das heißt, ich glaube immer noch viel zu sehr - vermutlich weit über meine echten Möglichkeiten hinaus - daran, dass es irgendwann klappen wird. Wieso? Keine Ahnung. Vielleicht geht es mir noch zu gut. Vielleicht bin ich auf diesem Auge ein bisschen doof. Vielleicht aus Selbstschutz. Vielleicht tun uns die Stadtwerke etwas ins Trinkwasser, um uns bei Laune zu halten.
Dann gibt es aber auch solche Tage, da denke ich, zwar gibt es für die Kinderfrage wenig Freiheitsgrade - entweder, ich kriege ein Kind oder nicht. Aber die "Leben" vs. "esoterischer Superschmuh plus triste makrobiotische Ernährung minus Freunde, Freude und Flugreisen" - Variable hat ja vielleicht doch noch ein paar mehr Ausprägungen. Und die lote ich gerade ein bisschen aus.

Zurück von einem wunderschönen Minitrip nach Kopenhagen. Wir waren abends um elf im Bett. Ich habe insgesamt übern Daumen sechs alkoholische Getränke zu mir genommen. Wir haben lange Spaziergänge an der frischen Luft unternommen. Es gab viel Fisch (Omega-Dings-Fettsäuren und so, feine Sache) auf Vollkornbrot. Wir werden sehen, wie es läuft beim nächsten Mal Hormondisco.

Kommentare:

  1. Liebe Flora,

    hach ,ich liebe diesen Blog! Einfach köstlich!
    Das klingt alles sehr gut durchdacht!
    Jedoch fehlt in Deinen Tortendiagramm-ähnlichen Ausführungen Szenario 3a:
    Du lebst so weiter wie bisher,bekommst KEIN KIND,Dein Hund kann perfekt Fahrrad fahren und (jetzt kommt Unterpunkt a ins Spiel)Du fragst Dich den Rest Deines Lebens ,ob Du Dich damals nicht lieber für Szenario 2 hättest entscheiden sollen - selbst wenn es am Schluss in Szenario 4 endet?
    Wenn Du Dir sicher bist,dass Du Dir niemals Vorwürfe machen wirst,dann leb Dein Leben und schei... was auf verschobene Ferien ,furztrockene Mädelsabende und andere asketische Zwangsjacken. Amen

    Liebe Grüße
    Melli

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  2. "wenn Du Dir sicher bist, dass Du Dir niemals Vorwürfe machen wirst.." -- liebe Melli, wer kann sich denn da jemals sicher sein? Egal bei welchem Szenario?

    Liebe Flora, Du machst das schon gut, wie Dus machst. Dem Eso-Heil-Kram würde ich jedenfalls nicht allzuviel opfern. Da wird ohne viel Grundlage soviel schlechtes Gewissen erzeugt.. nach dem Motto "lebe nur richtig, und alles läuft nach Plan". Es wird suggeriert, dass es einen Königsweg gibt, den es aber nicht gibt.

    Dafür gibt es deutlich mehr als 4 Zukunftsszenarien für Dich, liebe Flora, -schöne und weniger schöne.Aber das weißt Du ja.

    Lieber Gruß von
    Jo

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  3. Ehrlich gesagt kapier ich nicht, warum eine IVF das Ende aller Freude und Freunde bedeutet.
    Man kann sich doch auch während der Stimu prima mit Freunden treffen, ausgehen, Spaß haben. Warum denn nicht? Ok, die 2 Wochen bis zur Punktion (man weiß ja nicht genau wann die ist) hat man besser keine Reise gebucht, aber seid ihr denn wirklich alle immer alle 2 Wochen im Kurzurlaub? Zwischen Punktion und Transfer kann man es noch mal sehr geniessen, den besten Rotwein hochholen und viel "letztes Mal" machen, dann ein paar Tage vielleicht zurückhalten alkoholisch (nein, 1 Glühwein schadet nachweislich nicht) und testen kann man schon sehr früh.
    Warum wird - auch immer in den Medien - so getan, als sei eine IVF verbunden mit monatelangen Höllenqualen? Erwiesenermassen gibt es kaum Firlefanz, der die Chancen hier erhöht, makrobiotische Ernährung (was immer das eigentlich ist) wird es ganz sicher nicht tun. Auf alles zu verzichten und zu Hause die Wand anzustarren auch nicht. Entspannt weiterleben vielleicht.... vielleicht auch nicht.
    Szenario 2 ist völlig Unsinn, da es einen zum Zombie werden läßt und die Chancen halt auch nicht steigen.
    Szenario 1 ist sinnvoll und halt - ja auch wennn wieder geschimpft wird - "nebenbei" die IVF machen. Mal für ein paar Wochen kein Urlaub planen und mehr Verzicht ist doch nicht nötig.
    Ehrlich, ich kapiers nicht.
    viele GRüße
    Bernstein

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  4. Liebe Bernstein,
    auch hier nochmal: Du kannst Dir leider Dir nicht vorstellen, wie es Frauen geht, die ein paar Eier mehr als ein bis zwei ausbrüten (die hab ich ganz normal schon jeden Zyklus und jammer dann ja auch nicht), die Schmerzen und Ziehen haben und einen Hormonhochstand von den vielen Eiern im Bauch, der für Wirbel in Kopf und Seele sorgt.
    Du hast also richtig angemerkt: "Ich kapier's nicht". Wie auch? Eine IVF ist nicht das Ende aller Freuden, aber meine Job-/Spaß-Reisen mit Hormonen im Gepäck fern von der Praxis waren nicht zwingend spaßig und entspannt.
    Beste Grüße,
    Anna

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  5. Ach Anna.
    Lebst du in den Wochen der IVF nach Szenario 2? Du schreibst doch von Spaßreisen, die waren doch bestimmt nicht nur die Hölle?

    Wenn man mehr Zeit Erholung braucht und will, dann ist das doch völlig ok, ich habe doch mehrmals gesagt, jeder soll die Zeit nehmen, die er braucht. Sei es aus physiologischen, psychologischen oder auch finanziellen Gründen.
    Ich brauchte und wollte halt weniger Zeit, mir ist auch das Ziel wichtig. Muß ich das verschweigen, weil es dir anders geht?

    Ich wehre mich dagegen, dass eine IVF nur mit komplettem Verzicht auf Leben und Freude durchgeführt werden kann und 4 Wochen Hölle bedeutet. Ich will da jetzt auf deine Punkte auch garnicht weiter drauf eingehen, wir kommen da wohl nicht zusammen.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg
    Bernstein

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  6. Kein Streit jetzt hier! Ich merke schon, es war blöd, dieses Thema jemals überhaupt anzuschneiden, es ist aber nun mal eins, das mich immer wieder beschäftigt. Auch wenn ich gerade beschlossen habe, dass nu mal gut ist und ich doch eigentlich ganz dufte zurechtkomme mit meinen IVFs und meinem Leben, dann kommt entweder eine daher, die mir ganz zutraulich zwischen zwei Gängen zum Partybuffet erzählt, ich müsste das doch alles anders machen und "hinterher" würde mir das noch leid tun, worauf ich zwar denke "du mich auch", aber trotzdem der Abend im Eimer ist, oder weil eben dann wieder mal, schon wieder, natürlich, klar, wie auch anders, ein Fetzen Leben, auf den ich mich wirklich schon lange freue, genau da liegt, wo er nicht liegen sollte. Miese Planung, könnte man sagen. Aber es zeigt sich, dass meine Hormone nicht so wollen wie ich und GERADE bei einer generalstabsmäßig durchgetakteten Behandlung wieder alles genau dann passiert, wenn es nicht passieren darf. Ich bin auch eine von denen, die jede einzelne IVF körperlich und seelisch nicht so doll mitnimmt wie scheinbar viele andere. Ich merke nur, dass diese lange, lange Zeit, die schon vergangen ist, seitdem ich zum ersten Mal einen Satz mit den Buchstaben I, V und F drin geäußert/geschrieben habe, dass diese Zeit inzwischen an meinen Nerven und meiner Laune zehrt. Übrigens habe ich manchmal das Gefühl, ich hätte den Eindruck vermittelt, das, was ich hier als "normales Leben" verkaufe, wäre so eine Art als-gäbs-kein-Morgen-Rock'n'Roll-Lifestyle. Es stimmt, ab und zu habe ich eine brennende Zigarette im Mund. Aber ein normaler Tag - das heißt, neun von zehn Tagen - sehen bei mir so aus, dass ich morgens früh aufstehe, nicht übertrieben lange oder heiß dusche, mich anziehe samt vernünftigem Schuhwerk, mit dem Hund einen strammen Spaziergang an der frischen Luft mache, dann zur Arbeit fahre, dort zum Frühstück ein fettarmes Birchermüesli mit Beeren zu mir nehme, dann arbeite, in der Mittagspause weiterhin versuche, Schadensbegrenzung zu betreiben, weiter arbeite, nach Hause fahre und mit L. zusammen ein seinem innigen Wunsch entsprechend kohlehydratfreies Abendessen zu mir nehme. Dann gibt es noch einen langen Gang mit dem Tier, manchmal einen Rotwein, oft genug aber auch Kräutertee ohne Zucker, wir sitzen vorm knisternden Ofen, und ich lese einen Krimi. So weit, so unaufgeregt. Es ist nur komischerweise so, dass IMMER dann, wenn ich einmal was vorhabe, was von dieser eierfreundlichen Monotonie abweicht, die Eier anfangen, mit den Fingern zu schnipsen und rangenommen werden wollen. Jedenfalls kommt es mir gerade so vor.
    Ach herrje. Manche von uns fühlen sich besser, wenn sie zum Chinamann gehen oder zum Fruchtbarkeitsyoga. Andere denken mal, versuchen kann ich's ja mal, dann aber wieder "geh mir weg mit dem Quatsch". Wie wär's, wenn wir uns wieder mal auf das konzentrieren, was wir gemeinsam haben? Nein? Lieber noch ein bisschen weiterrangeln? Schön, auch gut. Jede, wie es sie glücklich macht.

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  7. Hallo Flora,
    wir stehen gerade ganz am Anfang und das ganze Gedankenchaos, daß dich jetzt schon ziemlich lange beschäftigt, steht uns erst noch bevor. Wir sind noch ganz blauäugig, im Februar ist der erste PGD/ICSI Versuch in Brüssel geplant. Wenns da nicht klappt, heisst es dann bei uns auch abwägen zwischen zweitem Versuch und Studienabschlussprüfung bei meinem Liebsten (ein Spätberufener) im Frühsommer, da lassen sich die Termine auch nicht einfach so schieben und alles auf die Familienplanung ausrichten, da hat dann erstmal das Studium Vortritt. Ich kann mir also vorstellen was du meinst, manche Dinge lassen sich nicht so einfach damit vereinbaren. Da wir auch jedesmal kurzfristig für eine Woche nach Brüssel müssen und nicht einfach hier in die nächste Klinik fahren können, hilft dabei gar nicht, da muss wirklich auf den Job und auf andere Termine Rücksicht genommen werden. Das geht nicht einfach so nebenbei.

    Zusätzlich treten bei mir Leben und Reisen nicht nur zeitlich gegen den Kinderwunsch an, sondern auch finanziell. Also wieder einer der geliebten USA-Urlaube/ein neues Auto/neue Möbel oder doch noch ein kostspieliger Versuch in Brüssel?! Fragen, die ich jetzt zum Glück noch nicht beantworten muss.

    Am Wochenende hab ich dein Buch gelesen, das hat mich schonmal gut vorbereitet auf das Warten, das Hoffen, das Bangen, die lieben Mitmenschen, die es ja nur gut mit einem meinen, aber auch immer alles besser wissen müssen… Danke dafür.

    Dann brauch ich jetzt eigentlich nur noch eine Ausrede für den Joballtag. Denn Zahnprobleme hatte ich tatsächlich gerade erst (Weisheitszahn-OP), das lässt sich nicht schon wieder vorschieben.

    Freu mich auf deinen nächsten Versuch, die Nr. 4 war ja von L. immer schon als Gewinner auserkoren. Dann klappts ganz bestimmt. Drück dir die Daumen und freu mich, dass du uns trotz besserwisserischen Kommentaren und Meinungen weiterhin daran teilhaben lässt.

    A.

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  8. Find ich gar nicht, dass das blöd war, das ganze Thema anzuschneiden. :-) Offensichtlich trifft es ja einen Nerv und keine steht drüber. Von daher: Volltreffer, Flora. ((Herz))
    Kratzt an der Urangst: nicht genug für seinen Herzenswunsch zu tun. Unzulänglich zu sein. Seine Grenzen nicht weit genug zu stecken...oder nicht eng genug (je nach Blickwinkel).
    Und zwar bei denen von uns, die voll durchgetacktet da durch stapfen wie auch bei denen von uns, die versuchen, irgendwie die Balance zu halten. Der Kampf gegen andere Meinungen ist immer vor allem ein Kampf gegen sich selbst. Von allen Beteiligten.

    LG
    die Funny

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  9. Liebe Flora,
    ich finde mich in Deinem Post ziemlich gut wieder. Wir "basteln" zwar erst seit 15 Monaten, aber die Gedanken habe ich mir auch schon oft gemacht - allein schon weil ich mir oft genug überlege, ob ich mit Ende 30 wirklich mein Leben noch so komplett umkrempeln will.
    Bei uns steht jetzt (falls nicht noch ein Wunder geschieht davor) im Februar die erste IVF an. Das hat mich schon ganz schön aus den Latschen gehauen, als der Doc seine Empfehlung eröffnet hat. Und mir graust es schon jetzt davor, IVF und Beruf mit seinen Terminen unter einen Hut zu bringen.
    Jetzt werde ich erstmal schauen, wo ich Dein Buch hinverräumt habe, und mir nochmal zu Gemüte führen, worauf ich mich da einlasse...

    Und Dir wünsche ich, dass Du Deine Balance zwischen Leben und "alles tun, damit's klappt" findest - und dass Szenarios 2 und 3 auf keinen Fall eintreten werden!
    Persönlich finde ich übrigens, dass Szenario 2 auf Dauer ungesund ist, weil man sich selbst und seine Bedürfnisse unterdrückt.

    LG
    die nicht mehr Entspannte

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  10. Liebe Flora,
    ich fand es ganz und gar nicht blöd, das Thema anzuschneiden.
    Dieses Gedankenchoas begleitet doch fast alle, die in der "Kinderwunschmühle" stecken. Man möchte eben das Bestmögliche tun, um die Wahrscheinlichkeit nur um ein klitzekleines bisschen zu erhöhen, schwanger zu werden. Klar sollte man möglichst weiter so leben wie bisher, aber wer kann denn das? Die Gedanken auszuschalten und nicht an die Eichen zu denken, die man "brütet" oder nicht an den transferierten Embryo, mit dem man in Gedanken schon liebevolle Gespräche führt.
    Dennoch ist auch der Wunsch nach einem "normalen" Leben nachvollziehbar. Jeder muss für sich selbst herausfinden, welche Mischung die richtige ist. Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du die richtige Mischung findest, Dein Leben geniesst und dieses ein Baby komplett macht.
    LG Lilli

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  12. Hallo Flora,

    ich habe nach drei Jahren und sechs IVFs auch schon alle möglichen Szenarien durchlebt. Von Komplettrückzug, bis kurz vor Stimu noch recht ausgelassenes Leben. Vom Esokram halte ich auch nicht viel, bin dann auch in den Versuchen schwanger geworden, in dem ich auf Tees, Pulver, Akupunktur usw. verzichtet habe.
    Und bei denen ich vorher noch recht lange gefeiert habe *hüstel*. Ich trinke ab Stimu nur noch ein Glas Wein oder ein Bier, das auch nicht täglich, verzichte aber auch nicht ganz. Ich finde das Maßhalten machts.

    Ich habe mir irgendwann gesagt: ich will mein Leben nicht vom Kinderwunsch abhängig machen. Also wurden trotzdem Reisen gebucht (wozu gibts Rücktrittsversicherungen) usw.

    @Bernstein: ich finde es toll, dass es für Dich so funktioniert, verstehe aber nicht, warum Du nicht akzeptieren kannst, dass es anderen Frauen anders geht. Für mich persönlich waren unsere 11 Versuche (Kryos ausnahmsweise mal mitgezählt) vorallem psychisch sehr belastend. Aber es gibt ja auch einige für die es auch körperlich heftig ist. Ich hätte nie einen Versuch "nebenbei" machen können.

    Gruß

    Nauka, noch kinderlos, aber nach der 6. IVF zum zweiten Mal schwanger und voller Hoffnung...

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