Montag, 25. November 2013

Pre-Milch, deine Tage sind gezählt.

Das Wichtigste zuerst: das Kind lebt noch und hat uns zur Begrüßung ziemlich verschlafen angestrahlt, bevor es dann hellwach war und anfing, quiekend vor Freude mein Kinn zu essen. Heute Nacht haben wir händchenhaltend geschlafen, noch passt er gerade so in sein Babybay. Wenn es ihm in irgend einer Weise geschadet haben sollte, dass er für ein paar Tage von meiner Mutter betreut wurde statt von uns, dann lässt er es sich nicht anmerken. Ich hatte zwischendurch immer mal wieder eine kalte Stelle, fünf Minuten, in denen ich mich nicht mehr für dieses ganze Wiendings interessiert habe, sondern nur seufzend die Fotogallerie in meinem Telefon durchgesehen habe. Aber davon abgesehen hatten wir ein paar schöne Tage im Nieselregen, ich war zwei mal im Kino (ein Film in Ordnung, der andere sturzblöd, aber auch schon egal, es war zu toll, wieder mal mit einem Eimer Popcorn im Dunkeln zu sitzen), zweimal im Theater sowie in der fabelhaft verqualmten Theaterkneipe Bendel, ich habe zwei Bücher gelesen und einmal zwölfeinhalb Stunden am Stück geschlafen, war in der Sauna und habe als nachträgliches Geschenk zur Geburt einen alten Mantel aus New York bekommen, in dem ich mir jetzt vorkomme wie Katherine Hepburn. Dass ich jetzt direkt drei Tage arbeiten gehen muss, tut mir leid, nächstes Mal organisieren wir das so, dass ich in der darauffolgenden Woche Mittwoch-Donnerstag-Freitag arbeite. Wobei L. mir gerade per Telefon berichten konnte, dass Ndogo die Kinderfrau mit lautem Freudengegluckse begrüßt hat.

Die Hydra Dings BB Cream von Dior ist eine Pleite. Es sei denn, man wünscht sich von einer BB-Cream, das Gesicht gelblich-beige zu färben und speckig zu machen. Die Verkäuferin, auch nicht blöd, hat mir diesen Glanz als "Perlmuttschimmer" verkauft. Das ist er auch in der ersten halben Stunde, danach speckt es wirklich nur noch. Pudern hilft, aber wenn ich am Tag sieben mal pudere, brauche ich auch keine BB-Cream. Die Farbe sollte sich eigentlich nach wenigen Minuten meinem natürlichen Hautton anpassen und perfekt für "englische Typen" wie ich angeblich einer bin gemacht sein. Nix da, beige bleibt beige, und in meinem Gesicht gibt es normalerweise keine beigefarbene Zelle. Das Ergebnis ist ungefähr so wie damals bei meiner ersten BB-Cream, die von Garnier war und um die sieben Euro gekostet hatte, die habe ich nach dem ersten Versuch weggeworfen. Das werde ich mit dieser hier nicht tun, weil sie so teuer war - eigentlich irrational, beige ist beige. Die Lehre, die ich daraus ziehe, ist nicht nur, diese Creme bestimmt nicht noch mal zu kaufen, sondern auch, in Zukunft auf der Suche nach einem neuen Kosmetikprodukt nicht mehr ins Alsterhaus zu gehen, denn dort ist alles nach Marke sortiert. Es gibt dort niemanden, zu dem ich gehen kann und sagen "Guten Tag, ich hätte gerne eine schöne BB-Cream mit hohem Lichtschutzfaktor, die zu meinem Hautton passt bitteschön". Ich muss zu Dior oder zu Shiseido marschieren, und dann kriege ich eben das, was die haben. Die einzig gute Nachricht ist, dass es nun doch kein stinketeures Produkt in meine Standardausrüstung geschafft hat, im Zweifel begeistere ich mich lieber für 15-Euro-Creme als für 60-Euro-Creme. (Normalerweise hätte ich die enttäuschende Tube gar nicht weiter erwähnt, aber eine Kommentardame hatte darum gebeten. Das meiner Meinung nach beste Duschgel der Welt ist übrigens Fabulously Fresh von Burt's Bees, einer Marke, deren Produkte mich sonst nicht so überzeugt hatten. Es ist ölig und damit leicht rückfettend und riecht so extrem nach Minze, dass es zu vor-Baby-Zeiten schon im Alleingang Kater und bis heute Müdigkeit und schlechte Laune beseitigt hat. Im Sommer erfrischt es, im Winter wärmt es - ich find's toll. Man bekommt es unter anderem im Online-Shop der Apotheke am Rothenbaum.)

Vor einer ziemlichen Weile hatte ich mich mit Stammtischdame Nina mal auf der Schanze getroffen, und zum Ende des Babybummels waren wir noch bei Budni. Da fragte sie mich dann, wie ich das denn vorhätte mit Zufüttern: selber kochen oder Gläschen? "Quatsch, das Kind isst, was wir essen" dröhnte ich damals noch dummselbstbewusst. Seitdem habe ich zum Glück ein bisschen dazu gelesen und nehme jetzt alles zurück. Ndogo ist jetzt vier Monate alt, damit im besten Alter für erste Experimente mit Möhrchen usw., und sobald diese Arbeitswoche am Donnerstag vorbei ist, stürze ich uns in dieses Abenteuer. Gerade habe ich schon die ersten drei Bio-Gemüsegläschen bei Budni besorgt. So lange noch nicht richtig klar ist, was er mag und was ihm bekommt, werde ich nichts selber kochen. Erstens ist die Tiefkühltruhe voll, in dieses Chaos aus undichten 8-Kräuter-Packungen und undefinierbaren Alufoliepäckchen will ich seine Babyportiönchen nicht versenken, ich könnte sie zu leicht mit eingefrorenem Eiweiß oder Weißweinrestchen verwechseln, nicht auszudenken. Zweitens ist mir das Frustpotential zu hoch: ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sich das anfühlt, an einem Babytag mit ihm loszuschieben, feinstes Biogemüse zu besorgen, zu waschen, zu putzen, zu schnibbeln, zu dämpfen, zu pürieren und dann erwartungsfroh mit dem Löffel auf das Mäulchen zuzusteuern, nur damit er mir das alles um die Ohren wirft und losbrüllt und ich die schönen Pastinaken/Topinambur/Kürbisbreichen für nix und wieder nix fabriziert habe. Ganz zu schweigen von den unvermeidbaren Schuldgefühlen, sollte er mein Essen wirklich essen und anschließend den Dünnschiss oder die Verstopfung seines kleinen Lebens haben. Drittens glaube ich ehrlich gesagt, dass ein Biogläschen im Zweifel aus frischerem Gemüse und schonender gegart ist, als ich das mit normalen Edeka-Hausmitteln hinkriege. Ich freue mich also schon sehr darauf, für Ndogo zu kochen, aber ich glaube, am Anfang baue ich lieber auf Alnatura usw.
In meiner Bürotasche liegen jetzt drei Gläschen: Frühkarotten, Kürbis und Pastinake. Und Donnerstag Mittag haben Ndogo und ich eine Verabredung zum Essen. Mein Baby wird erwachsen! Ich find's toll.

Kommentare:

  1. Nur mal so als Tipp: Produkte, die nichts taugen, kann zurückgeben und bekommt sein Geld retour.Großartig: Über die normale Tagescreme Lavera Make up für 9,95 € (gibt's im Bioladen,aber auch beim Kaufhof)
    LG, Tine

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  2. Babys können übrigens sehr wohl schon recht früh das gleiche essen, wie die ELtern. Das ganze nennt sich Baby-Led-Weaning: http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2013/08/baby-led-weaning-und-fingerfood-beikost-breifrei-blw.html
    Wir haben uns dafür entschieden und finden es gut - es braucht aber eine ganze Menge Geduld, geht i.d.R. deutlich langsamer als Brei zu füttern. Manchmal bin ich schon etwas neidisch, wenn ich sehe, wie viel andere Kinder schon futtern... (Der erste Löffel Brei mit 4,5 Monaten war hier übrigens ein Desaster, war hier viel zu früh...)
    Tina

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  3. BITTE liebe Flora, deine Kliniktaschenliste. Ich BRAUCHE SIE. ;) Ich habe eben nochmal gesucht aber ich finde sie einfach nicht mehr.... :-((( Schande auf mein Haupt!!!! Emailst du mir sie vielleicht sogar??? evchen2007@hotmail.de. TAUSEND DANK!

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    1. Hallo! Eine richtige Liste hatte ich glaube ich nie, aber was sich in meinem Fall als nützlich erwiesen hat, war: Ladegerät, extrem weiches Klopapier, Riesenschlüpper aus der Omma-Abteilung im Kaufhaus, dicke Socken, etwas längeres und bequemes und nicht allzu empfindliches (heiß waschbares) Nachthemd für die Geburt, Brille (falls Kontaktlinsenträgerin?), Kaugummis, Müesliriegel, Lektüre (denn das kann sich ziehen), Thermalspray (für den Chichi-Touch im Kreißsaal) aus der Apotheke, Ibuprofen (geht nicht in die Muttermilch und hilft, mit dem Dammschnitt fertig zu werden - evtl. auch als Zäpfchen), Schlafbrille, Ohropax (filtert zuverlässig nächtliches Gebrüll anderer Babys raus und lässt Gebrüll eigenen Babys durch - bei mir war das jedenfalls so), Makeup und irgendwas zum Abdecken von Augenringen, 48-Stunden-Deo, seifenfreie Waschlotion (zwar darfst du dich im Schritt erstmal nicht mit Seife waschen, aber es läuft unweigerlich auch was an Stellen, wo es sonst richtig weh tut), Jogginghosen /Schlafanzughosen für hinterher, Hausschuhe (wärst du auch selbst drauf gekommen, oder?)... was sonst noch... nee, mehr fällt mir im Moment nicht mehr ein. Und jetzt viel Glück und alles Gute, Du Liebe!

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    2. Ach so. Und natürlich den Babykram: erste Strampler, ersten Schnuller... das gibt es aber eigentlich auch alles im Krankenhaus. Und ich war damals mit meinem frisch geschlüpften Baby überall auf dem Krankenhausgelände unterwegs, auch im Freien - solltest Du genau so bescheuert und unternehmungslustig sein, kauf schon mal Babysonnencreme. Aber rechne damit, dass die Schwestern schimpfen, wenn sie dich erwischen. LGr!

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    3. Und noch was (tschuldige, etwas vergesslich gerade...) bei uns brauchte man so ein Formular, dass es schon vor der Geburt gab und mit dessen Hilfe die dann das Baby angemeldet haben. Dazu brauchte man außerdem Kopien (beidseitig) von Mamas und Papas Personalausweis und beide kopierten Geburtsurkunden, dazu noch Briefmarken und Rückumschlag für Babys Geburtsurkunde. Wie das bei euch ist, weiß ich natürlich nicht...

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  4. Flora, eigentlich finde ich Deinen Blog richtig gut - aber der Tipp, eigene Schmerzmittel mit ins Krankenhaus zu nehmen?
    Das finden Ärzte ganz toll, nicht zu wissen, was die Patientin alles intus hat, wenn irgendeine Notfallsituation auftritt.
    Ja, Paracetamol ist relativ harmlos etc... aber es ist ein Schmerzmittel! Und das Thema Wechelwirkungen wollen wir hier im Detail nicht erörtern, oder?

    Also: Finger weg von eigener Medikamenteneinnahme im Krankenhaus. Was Dir dort jemand gibt, steht dann auch in der Akte, und wird berücksichtigt!!!
    Und jetzt kommt mir nicht mit Kunstfehlern und vergessenen Einträgen, bitte!

    ToiToiToi für Dich und Baby!

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    1. Hallo, ich weiß - aber bei mir schwankte die Bereitschaft, mir Schmerzmittel zu geben, extrem mit der zuständigen Schwester. Die eine (und die Ärztinnen) sagte, ich soll nehmen, was ich brauche - die andere guckte mich strafend an und sagte "aber sie haben doch vor zwölf Stunden schon ein Zäpfchen bekommen?!?" Ich hatte selbst nichts mit, aber hätte mir hinterher gewünscht, ich hätte... denn mit richtig üblen Wundschmerzen mit einer Nachtschwester zu diskutieren, fand ich nicht so lustig. Aber natürlich hast Du im Prinzip sehr, sehr recht.

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  5. DANKE FLORA, dass du dir die Zeit genommen hast! :o) Juhuuuuuu!

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  6. Besorg dir mal noch so Eiswürfelbehälter mit "Deckel", anfangs wird Ndogo nur einzelne Löffelchen futtern, dann brauchst nicht jedes mal die vielen Reste wegschmeißen.
    Ach und Gallseife;)
    Gutes gelingen:)

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  7. Also, gerade am Anfang werfe ich lieber Reste weg, als daß mein Mini sich irgendwelche bäh-Bakterien einfängt.
    Was richtig ist - erst mal mit kleinen Portionen starten.
    Meine Mutter meinte: Gib ihm zuerst mal etwas pürierte Banane (also Bananenmatsch) - dann ist ihm klar, daß Löffel = lecker ist... und er will es wieder probieren, selbst wenn dann "nur" Gemüse drauf ist. Hat funktioniert...

    Was beliebtes erstes Essen angeht - ich setze auf die Karöttchen... alles andere fanden meine bäh - insbesondere die Pastinaken (egal wie allergiegut die sein sollen, sie schmecken wie... fand ich jedenfalls auch. Und ich habe sie erst probiert, als Mini schon "igitt" gebrüllt hat, also nix mit "übertragener Antipathie"). Viel Spaß!!!!

    P.S. : Wie bekommt man Karottenflecke wieder aus den Klamotten ?
    Ganz einfach -> ganz normal waschen und NASS DRAUSSEN in die Sonne hängen/legen. UV-Strahlung knackt das Beta-Karotin, und es wird wieder weiss...

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    1. Mit Reste meine ich natürlich nicht die Reste vom Teller! Man kann ein komplettes Glas auf so eine Tiefkühltform aufteilen und dann jeden Tag nur 1,2 oder 3 Würfel auftauen....

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  8. Da es vom Frühzeug doch die Minigläser gibt, die dann so um die 60ct kosten, fand ich nicht, daß sich so ein Aufwand lohnt... und habe eventuelle Reste gerne in meiner eigenen Suppe/Soße verschwinden lassen!
    Und später ist er groß genug, daß der eine Tag, den das halbe Gläschen im Kühlschrank steht, auch ok ist.
    Irgendwie finde ich "in die Eiswürfelform-Schmieren" eher unappetitlich"! Auch wenn Du die sicher auskochst, ausspülst und so, zweifele ich nicht dran, nicht falsch verstehn. Ist nur ein Gefühl!

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    1. Bei dir halt also die Werbeindustrie voll ins Schwarze getroffen.
      Besser Fertigprodukte kaufen und wegschmeissen als selberkochen und einfrieren (wo sind da die Keime). :-)
      Ich kaufe ürigens auch hin und wieder Gläschen...

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  9. Ok, schon wieder eine Mütter-Schlammschlacht, auch Glaubenskrieg genannt... aber gerne:
    Ad 1 - Ist "Gläschenfutter" garantiert wenig mit irgendwas belastet - das Zeug wird nämlich getestet, während ich nicht weiß, ob mein Biogemüse nicht doch direkt an der Autobahn angebaut wurde. Und die "großen" Marken können sich Skandale nicht leisten, das führt sie nämlich kurz vor den Ruin - siehe Humana.
    Ad 2 - Halte ich tatsächlich nix davon, mein Leben noch komplizierter zu machen, als es mit Kind und Job nun mal ist. Und Feingemüse kaufen, putzen, dünsten, passieren... ist nun mal Zeit, die ich dann lieber mit dem Zwerg als solchem verbringe. Da haben wir beide mehr davon.
    Ad 3 - Ich habe garnix weggeschmissen - sondern es im eigenen Essen verarbeitet. Lesen...
    Ad 4 - Die Keime sind da, wo Du sie hingeschmiert hast, nirgendwo sonst. Ich habe nicht gesagt, daß Du unhygienisch bist? Sondern lediglich, daß ich persönlich es irgendwie ekliger finde, Karottenpüree-Würfel aus der Eiswürfelform rauszudrücken, die samt dem ganzen anderen Gesums in der Kühltruhe rumflog, als ein Gläschen aufzumachen.
    So, ich denke, die Punkte sind geklärt. Und es wäre nett, wenn Du in Zukunft nicht mit Plattitüden nach Leuten wirfst, die Du nicht kennst.

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    1. Du übertreibst etwas....Mütter Schlammschlacht...
      Das mit dem Eiswürfelbehälter war lediglich ein Tipp, mehr nicht!
      Ich weiß ja nicht, was in deiner Tiefkühltruhe rumfliegt, aber meine ist sauber und ordentlich:)
      Es hat kein Mensch gesagt, das Flora es so machen muss, also entspann dich mal!

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  10. Zur Essensthematik: Probiere mal beides, selbstgekochtes und Gläschen. Und dann überlege, was davon du selbst essen würdest. :) (Zeitfaktor für zwei Wochen Vorrat: ca. 45 Minuten... das schaffen auch arbeitende Mütter mit links.)

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  11. Liebe Flora,
    Beikost ist ein heißes Eisen, ein ganz heißes Eisen! Wie hat es ihm geschmeckt?? Eigentlich kannst du davon jetzt ein Foto reinstellen, mit Möhrenmaske erkennt man Ndogo doch auch nicht mehr, oder ist der Brei nur im Mund gelandet? Lg Nina vom Schanzenbummel

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  12. Ach je, muss man denn alles immer so verkomplizieren? Kann doch jeder glücklich werden mit was er will, obs nun Gläschen, selbstgekochtes oder Baby-led weaning ist. Von Alnatura Gläschen nimmt Ndogo sicher keinen Schaden (zumal die sicher wirklich besser geprüft sind als Gemüse im Supermarkt) und er wird bestimmt später dafür umso mehr leckeres selbstgekochtes Essen, da bin ich mir bei Flora sicher!

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    1. Schrecklich oder? Wenn jeder mal vor seiner Tür kehren würde...
      Jeder wie er mag, das denke ich auch, schade das es immer diese Besserwisser gibt:(

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  13. Oh Mann, wenn ich hier so manchen Kommentar lese... Mädels entspannt Euch mal. Sprecht ihr auch in diesem Ton mit fremden Müttern auf dem Spielplatz? Nee nur hier weil's so schön anonym ist!

    Was ganz anderes - gibt es mittlerweile einen Stammtischtermin?

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  14. Mal was ganz anderes. Gibt es Abkürzungsdamen in Raum Köln, die Lust auf einen Stammtisch hätten?

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  15. Mich würde mal interessieren, ob die Damen, die immer so aufs selberkochen plädieren, auch Fleischzusatz selber pürieren etc.....
    Bei meiner Tochter hätten Eiswürfelformen niemals ausgerecht, nach 2 Tagen hat sie schon ganze Portionen verschlungen.
    Meine Meinung zu selbstgekochten Breien hat sich stark gewandelt, als mir mehrere Mütter von mehr als einem Kind erzählt haben, dass sie das eigentlich nur beim ersten Kind gemacht haben, spätestens beim Dritten gabs dann nur noch Gläschen. Ach übrigens, ich bin voll berufstätig und schaffe es nicht mal, mir was anständiges zu Essen zu machen, geschweige den Brei für 2 Wochen vorbereiten. Vielleicht abends um 21Uhr, wenn das Kind schläft und nachdem ich schon den ganzen anderen Kram erledigt habe- nein danke- da ich jeden Tag um 5 uhr aufstehen muss lass ich das lieber:-)

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  16. Es KANN einfach sein, Babybrei selbst zuzubereiten, wenn man zum Beispiel einen Thermomix hat. Da hat man tatsächlich im Nu gesund gedünstetes Gemüse mit Kartoffeln/Reis UND Fleisch, püriert noch kurz alles und füllt dann in geeignete Schüsselchen mit Deckel, um diese einzufrieren. Übrigens bin ich der Meinung, dass Babies, die alt genug sind um Brei zu essen, kein keimfreies Essen benötigen...die Löffelchen und Breischalen sterilisiert ja auch keiner mehr?! Also es gibt wie immer viele Möglichkeiten und ich finde, jede hat ihre Berechtigung.

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  17. Jeder macht das, was ihm am besten paßt, warum auch nicht. Nur die Argumente sind manchmal etwas seltsam.
    Gläschen sind keimfreier (was erwartet ihr da für Keime? Ebola?), dafür belastet mit krebserregenden Benzol und Furanen durch die Herstellung (s. Ökotest). Haltbar für über ein Jahr, das sagt doch alles.
    Kochen alle 2 Wochen macht sicherlich mehr Arbeit als Gläschen kaufen und wer es eh schon nicht mit Kochen hat, der macht es dann natürlich auch nicht. Ist ja ok. Insbesondere, wenn die Tiefkühltruhe zu klein ist.
    Wer mal selbst pürierte Möhren und Kürbis (!) gemacht hat, öffnet danach aber kein solches Gläschen mehr, den die mögen perfekt gagart sein (soll das schwierig sein?) aber schmecken halt nicht nach Möhre/Kürbis. Gerade Kürbis ist eher eklig aus dem Glas und superlecker selbstgemacht. Bio-Hokkaido gibts ja überall. Beides übrigens süß, daher gerne als erstes Gemüse.
    Meiner hat noch mit einem Jahr kaum 50gr gegessen, da hätte ich an Gläschen ein Vermögen weggeschmissen... für MICH war Kochen daher super. Natürlich auch mit Kartoffeln und Hackfleisch, das ändert ja am Prinzip nix.
    Also bitte gerne Gläschen kaufen, aber dann auch einfach sagen, dass man nicht kochen mag oder keine Zeit hat. Völlig verständliche Argumente!
    Gesünder ist das aber nicht, das ist alles nur Werbung der Industrie.

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  18. Wie schön, die Schlammschlacht geht weiter...

    Also... Nein, wir erwarten nicht, daß das Gemüse in den Gläschen keimfreier ist. Wir erwarten, daß es weniger durch Schadstoffe aus der Wachstumsphase des Gemüse belastet ist.

    Daß das Gemüse 1 Jahr haltbar ist, klar das hat was mit Benzol und Furanen zu tun, ich schmeiß mich weg!
    Schon Deine Uroma hat das Gemüse beim Einwecken über ein Jahr haltbar gemacht! Wenn es heiß gekocht und dann dicht verschlossen wird - richtig, wo sollen dann die Keime zum schimmelig werden herkommen, kopfschüttel...
    Dummerweise entstehen aber genau bei diesem Prozess Benzol und Furane - durch hitzebedingte Umwandlungen der Nahrung selbst (so ähnlich wie nun mal beim Fritieren von Kartoffeln Amynitrat entsteht)... war also vermutlich auch in dem eingeweckten Obst, das etliche von uns als Kinder noch bekommen haben.

    Weil es nicht so heiß wird, ist in frisch gekochtem Essen auch kein Benzol... aber wenn Du es ein bisserl warmhältst... da kommen sie schon, die Furane...
    Freundlicherweise weißt die Stiftung Ökotest übrigens drauf hin, daß durch Atemluft wesentlich mehr Benzol eingeatmet wird, als das durch Babynahrung möglich ist.
    Und das Thema "Schadstoffe aus den Gläschendeckeln" ist schon lange Geschichte.

    So Mädels, und jetzt alle tief durchatmen, und jede macht was sie will - Essen kochen oder Gläschen auf... Baby wird dadurch weder gesünder noch kränker!!!

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    1. Ich find ja Leute echt toll, die sich erst über Schlammschlacht beschweren, um dann mal so richtig selbst loszuschmeissen.

      Was sagst du genau? Dass sie recht hat, dass Benzol und Furan (bitte nicht: Furane, das ist ganz was anderes) im Laufe der Herstellung, nämlich der Sterilisierung zwecks Keimabtötung = Haltbarmachung entstehen? Warum greifst du sie an, wenn du doch dasselbe sagst?

      Du "schmeisst dich weg", weil Benzol und Furan mit der Herstellung, der Haltbarmachung zusammenhängen?
      Äh ja, tun sie, wie du dann ja selbst sagst.

      Und wie du selbst sagst, sind die in frisch gekochtem nicht drin. Punkt. Was greifst du hier an?
      Und wer hat was von Gläschendeckeln gesagt?

      Du hättest auch einfach freundlich darauf hinweisen können, dass die Mengen unbedenklich sind. Fertig.

      Aber das war wohl zu langweilig...

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  19. Also nochmal für alle... Benzol und Furane entstehen zwar WÄHREND der Haltbarmachung, haben jedoch nichts mit dem Haltbarsein als solchem zu tun...

    Was jedoch der Ausspruch der Selbstkoch-Fanin : "haltbar für ein ganzes Jahr, das sagt doch alles" impliziert.

    Deshalb schmeiss ich mich weg - nicht alles was irgendwie korreliert, hat auch einen kausalen Zusammenhang.

    Des weiteren: Neee, in frisch gekochtem sind sie nicht drin. Erst in aufgewärmtem.

    Ich will aber nicht wissen, was Gefrierbrand mit Babyessen in Miniportionen veranstaltet.

    Merke: je kleiner die Portion, desto schneller der Gefrierbrand...zumal in Gebinden, die ich ständig auf-und zu-mache, wie den Eiswürfelbehälter.

    Ob der dadurch bewirkte massive Geschmacksverlust (das praktisch-aufgetaute-Selbstgekochte in Miniportiönchen probiert Mama ja nicht notwendigerweise) dazu führt, daß ich eigentlich kein NICHT-mäkeliges "Selbstkochkind" kenne?
    Oder - ganz gehässige Annahme : ob etwa das der Grund war, warum der Zwerg auch nach einem Jahr nur Miniportionen wollte?

    Von den Gläschendeckeln hat niemand was gesagt, nein, aber die Story kommt in solchen Diskussionen auch gerne wieder hoch.

    Und nein ganz freundlich geht nicht.
    Mir geht dieses ganze
    "Nur die Selbstkochmütter sind die guten, die anderen mögen zwar ihre Gründe haben, aber ganz ehrlich... warum haben sie denn dann Kinder, wenn sie sich nicht 100% um sie kümmern"
    mittlerweile so auf den Zeiger, daß ich ganz gerne mal ein bisserl giftig antworte.




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  20. Na, Du scheinst ja echt ein Trauma weg zu haben.

    Du wehrst Dich hier doch - leider sehr giftig - gegen Vorwürfe, die keiner so aufgestellt hat.
    Eher im Gegenteil, es hiess ja ganz oben (und auch bei Flora), dass Selbstkochen eher schlechter wäre (alles so unkontolliert) und spätestens beim dritten Kind eh keiner mehr macht.
    Und dagegen dürfen doch die Köchinnen was sagen?

    Wer sagt denn wo, dass sich die Nicht-Köchinnen nicht kümmern? Das ist doch Quatsch!
    Hier jedenfalls keiner!

    Also bleib mal ruhig und dreh hier nicht jeden Satz so um, dass Du Dich angegriffen fühlst.

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  21. Hm, also Du sagst mir, daß

    "Bei dir halt also die Werbeindustrie voll ins Schwarze getroffen. Besser Fertigprodukte kaufen und wegschmeissen als selberkochen und einfrieren (wo sind da die Keime). "

    kein Angriff ist? Also in meinem Universum ist das eine volle Breitseite aus genau der Ecke, die mich nervt. Und dann so ein Zirkus mit Haltbar und Benzol und Furanen...
    Die Gläschenmuttis lassen normalerweise den Kochfans ihren Spaß, während die es ja einfach nicht lassen können, anderen zu erzählen, daß ihre Methode ja soooo viel besser ist. Weil selbstgemacht.
    Ist ja sooo viel besser und schmackhafter.

    Ganz ehrlich, ich habe schon ziemlich oft selbstgemachte Pizza gegessen, bei der ich dachte - also, eine von Wagner wär jetzt schmackhafter (ja ich weiß, ich bin halt geschmacksverstärkergetunt...Irrtum meine Lieben, auf die meisten bin ich allergisch).
    Und über den ökologischen Fußabdruck der Kochmasche gegen die Gläschen - also ich bin mir nicht sicher, wer da gewinnt.

    In diesem Blog regiert dank Flora der gesunde Menschenverstand - da finde ich solchen Glaubenskrieg einfach unnötig.

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