Samstag, 6. April 2013

Die Anzeichen häufen sich, dass ich nicht geeignet bin für die Wahl zum Muttertier des Jahres

Bis zur Geburt sind es noch ca. dreizehn Wochen, und natürlich mache ich mir Gedanken, ob Würmchen das alles gut übersteht, ob wir an gute Ärzte geraten, ob ich es schaffe, Würmchen die erforderlichen 40 Wochen im warmen Muckelbauch bei Laune zu halten und ob irgendeine der dreißig Geburtshorrorgeschichten, die ich bisher unaufgefordert zu hören bekommen habe, auch auf uns zutreffen wird. Aber mindestens genau so sehr beschäftigt mich gerade die Frage, welches im Moment noch verbotene Essen ich mir als Erstes ins Krankenhaus bringen lassen werde. Sashimi? (Lecker, aber sehr naheliegend, und mein Lieblingssushiladen ist ein bisschen weit vom Schuss für Besucher.) Ein Mettbrötchen mit Zwiebeln? (gibt's an jeder Ecke, könnte aber meine Zimmernachbarin gegen mich aufbringen, und Würmchen soll seine Mutter nicht mit Fleischfusseln zwischen den Zähnen kennenlernen.) Eine Rutsche Schwarzwälder Schinken mit dick gebuttertem Vollkornbrot? Oder Leberwurst? Oder beides? Und ein dickes Stück Stinkebrie dazu?

Wir haben immer noch keinen Kinderwagen, kein Babybett, kein zweites Babybett zum ans Elternbett anflanschen, keine Wickelkommode, keine Windeln, kaum Strampler, kein Babyspielzeug, keine Mützchen, keine Feuchttücher, keine Schnuller, keine Fläschchen, keine Spucktücher, keine Stillhütchen und keine Wärmelampe angeschafft, und das macht mich überhaupt nicht nervös.

Obwohl das eigentlich noch nicht entschieden ist bzw. ich dachte, ich hätte entschieden, dass unser jetziges Gäste- und Kleiderschrankzimmer das Kinderzimmer wird, spricht L. immer öfter davon, mein Arbeitszimmer "fürs Erste" zum Babyzimmer zu machen. Seine Argumente sind: im Gästezimmer ist mehr Fluglärm, und wir würden jedes Mal das Baby stören, wenn wir an den Kleiderschrank huschen. Meine Argumente sind: Babys ist angeblich Lärm egal, den Glücklichen, zumal in diesem Zimmer in den nächsten Wochen Schallschutzfenster eingebaut werden. Auch das Schrankzimmer müsste ja nur eine Lösung "für's Erste" sein, es ist dort sonnig und man kann direkt auf den Balkon, wo ich es mir mit Würmchen im Schaukelstuhl gemütlich machen könnte, aber vor allem und allem anderen: ich mag mein Arbeitszimmer. Da ist mein Schreibtisch, mein Rechner, meine Bücher, und wieso soll ich das jetzt hergeben, gerade in dem Moment, in dem ich in Aussicht habe, monatelang nur von Zuhause aus zu arbeiten? Was würde L. sagen, wenn sein Arbeitszimmer einfach so weggestaltet und ins himmelblaue Teddyparadies verwandelt würde? Ca. achtmal im Jahr schlafen Gäste in unserem Gästezimmer, die können doch auch auf dem Dachboden schlafen, oder wir kaufen noch eine Schlafcouch für mein Arbeitszimmer. Für mich ist also eigentlich alles klar, nur treibt mich auch die Frage um: hat eine Mutter so zu denken? Was bin ich denn für eine?

Ich bespreche mit der netten Hebamme das Thema Stillen - dass ich es gerne versuchen würde, dass ich aber noch nicht weiß, ob es auch klappt, nachdem es bei meiner Mutter auch nicht funktioniert hat, und sie fasst das ungefähr so auf, dass wir das irgendwie hinkriegen müssen, notfalls auch unter Flüchen und Tränen. Nein, müssen wir nicht: ich wollte nur sagen, ich versuche es, und wenn nicht, dann... "Heute gibt es da ja ganz andere Möglichkeiten, vielleicht wird es schwierig, aber da kämpfen wir uns dann durch" sagt sie. Ja, aber... gut. Bin ich die einzige, die denkt, es wäre schön wenn - und das meine ich ganz ehrlich so, ich würde gerne stillen und schreibe das jetzt nicht nur, um mir den Zorn eventuell mitlesender Stillfanatikerinnen vom Hals zu halten - aber wenn nicht, dann eben nicht? Meine Geschwister und ich sind alle mit der Flasche aufgewachsen, keiner von uns hat wüste Allergien und Unverträglichkeiten entwickelt, schnäkige Esser waren wir zwar alle, aber das sind viele Stillkinder auch.

So in etwa sieht es hier gerade aus. Die eltern.de-Jury kann also gerne ein paar Häuser weiter klingeln, hier werden sie ihre Preisträgerin nicht finden.


Kommentare:

  1. Hey, ich lese hier schon gefühlte Ewigkeiten mit, schon bei blogigo, aber ich hab mich noch nie hier geäußert. Jetzt fühl ich mich dazu aufgefordert ;)
    Also mein Empfinden ist: Fürchterlich, diese Frauen, die mit dem Kind zur Glucke mutieren, sich nur noch über ihr Kind definieren und mit gutschi-dutschi-eideidei in fragwürdigen Sprachgebrauch zurückfallen.
    Warum soll eine Frau, wenn sie Mama geworden ist, aufhören, eine Frau zu sein?? Mit all IHREN Wünschen, Bedürfnissen, Vorlieben?
    Ich würde mein Arbeitszimmer auch nicht hergeben wollen. Und bin trotzdem mit Leib & Seele Mama.
    Liebe ist das Zauberwort für die Preisträgerinnen ;) Und davon hast Du anscheinend mehr als genug :)

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  2. Mach dir keinen Stress wg. Stillen, habe auch besch... Nippel und mein Kind eben 7 Monate voll mit diesen tollen Medela Hütchen gestillt.Werd ich jetzt beim zweiten wieder genauso machen!
    Diese miesen Flachnippel waren der Grund, warum meine Mum mich nicht gestillt hat und damals gabs nur diese blöden Glashütchen, die nicht funktionierten.
    Bin übrigens auch frei von Allergien und war nie unterernährt trotz Flaschenfütterung! Lieber Flasche mit Lust, als Brust mit Frust!
    Du machst das schon!

    LG

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  3. Hihi, ich bin auch letzte Woche in der 36. SSW in der DM eingefallen, mit gaaaanz schlechtem Gewissen, weil alle anderen Damen meines GVKs schon Windeln und diesen ganzen Kram zu Hause hatten und ich nicht ;-). Und das, trotz ICSI ;-). Nur weil ich länger auf mein Kind warten musste und ein paar mehr Anstrengungen dafür nötig waren, werde ich wohl doch nicht zur Glucke mutieren, ich liebe mein rot-weiß-getupftes Arbeitszimmer, werde es auch dem Kind nicht überlassen, ich bin dennoch ein eigentständiger Mensch geblieben und hoffe es auch zu bleiben. Die Packung Pampers für Neugeborene macht mich jetzt innerlich aber immerhin ruhiger, denn jetzt darf er kommen, aber die hätte der Papa auch am Geburtstag noch kaufen können und dank Amazon und Co kriegt man alles andere auch fast taggleich nach Hause geliefert. Wozu also Stress? Nichts ist schlimmer für Ungeborene als Stress der Mutter, also: keep calm and carry on ;-)

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  4. Ich hätte mein Arbeitszimmer auch nie hergegeben. Bei uns stand aber schon immer fest, dass mein Mann das schönere Zimmer bekommt und dafür in den Keller muss, falls wir doch noch mal ein Kind bekommen (was lange seeehr unwahrscheinlich wirkte...). Jetzt ist unser Glückstreffer 3 Monate alt, ein Kinderzimmer gibt es noch nicht. Braucht man erst mal auch nicht, geschlafen und gewickelt wird bei uns im Schlafzimmer. (Der einzige Grund, warum wir bald ein Kinderzimmer haben werden ist, dass der ganze Babykram im Wohnzimmer zu viel Platz weg nimmt...) Eingekauft hatten wir an zwei Tagen auf Baby-Flohmärkten. Und den Kram den ich gezielt gekauft habe, haben wir nie gebraucht (Babyhandschuhe...)
    Und zum Stillen: Die Haltung hatte ich auch, mich hat dann aber trotz Krisen der Ehrgeiz gepackt durchzuhalten. Wir sind nicht perfekt - z. T. Stillhütchen - aber es läuft ganz gut. Und es ist soooo praktisch - vor allem was die Nächte, Rückbildung und mein Gewicht angeht.
    Tina

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  5. zum thema möbel, spucktücher, lätzchen bla: einmal zum schweden, alles gekauft ;) also so wars bei uns. von der badewanne über so n kapuzenhandtuch zu babydecke und solchen tüchern, alles vom möbelschweden :) klamotten wirst du sicher auch noch haufenweise geschenkt bekommen, kann man also wirklich alles ganz langsam angehen!
    zum thema stillen: ich hab auch gesagt "wenns klappt: prima! wenn nich, dann eben nich." und als es dann nach ein paar wochen eben nicht so toll geklappt hat und wir angefangen haben zuzufüttern, hab ich geheult XD dieses mal wird wieder gestillt, dieses mal weiss ich besser bescheid, dieses mal haben wir (hoffentlich) nen sehr viel besseren still-start, und wenn nich, dann eben nich und dieses mal werd ich sicher nicht wieder heulen ;-)
    ommmmm :)

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  6. Hallo Flora,
    wollt ihr vielleicht mal überlegen, die ersten Wochen/ Monate alle zusammen in einem Bett zu schlafen? Ein Familienbett ist so gemütlich - kann ich nur empfehlen. Ins Kinderbett will kein Neugeborenes, alleine liegen ohne die Körperwärme von Mama oder Papa hält er vermutlich eh nicht lange aus. Die Kleinen können erst ihre eigene Körperwärme halten, wenn sie 5-6 Kilo wiegen.
    Ich drück Dir die Daumen, daß das Stillen klappt. Die Brust ist ja nicht alleine Nahrungsquelle... wenn mein kleiner Rabauke total überdreht ist, bin ich froh wenn ich ihn mit stillen wieder einfangen kann. Die "Waffen der Frauen" mal anders interpretiert.
    :-)
    Wenn Du Milch hast, aber der "Stillakt" nicht klappt, probiere vielleicht eine Leih- Milchpumpe aus der Apotheke und füttere Deine Muttermilch mit Fläschchen. Eine Bekannte hat so ihr Baby sogar 6 Monate mit Muttermilch ernährt. Krass oder?!

    Grüße S. aus Altona

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  7. Aaaalso, mir ging es mit der Anschafferei damals auch so. Ich war keine Abkürzungsdame, hatte ein Wunschkind im Bauch und hatte zum Beginn der Mutterschutzfrist trotzdem nix außer einem Sack voll Babyklamotten, den mir meine Nachbarin schon aufdrängen mußte.
    Liegt vermutlich daran, daß man es noch nicht so richtig bis in die Fingerspitzen realisiert hat.
    Ist aber nicht schlimm, man kann alles auch später besorgen. Kinderwagen war mir so egal, Hauptsache ein Gefährt mit ein paar Rädern. Den haben wir dann nach der Entbindung gekauft. Gebraucht, denn die Neuen haben so ne lange Lieferfrist. (Heute hab ich zig Punkte, auf die ich achten würde, aber das kommt erst mit dem Gebrauch und sind dann die Luxusprobleme. Zum Babyschieben gehen sie alle.)
    Wickeln kann man fürs Erste auch auf dem Bett oder Boden, dann fällt einem das Kind wenigstens nicht runter, wenns schon unten liegt. Nur Rücken/Kniescheiben mögen das nicht auf Dauer. Wärmelampe wollte ich immer, war aufgrund der baulichen Situation nicht zu realisieren - ging auch ohne.
    Von dem ganzen Kleinkram ganz zu schweigen, einmal in eine Drogerie, alles vorrätig. Spielzeug kriegt ihr sicherlich geschenkt, Beißringe, Rasseln usw.; aber braucht man, bis sie richtig wahrnehmen können, sowieso noch nicht.
    Zum Babyzimmer: Wie Tina schon schreibt, ein Kinderzimmer ist anfangs eher was für die Mütter (zum Deko-Austoben). Schlafen im Elternschlafzimmer ist viel praktischer, weil weniger Wegstrecke. Ich fand es mit ca. 1 Jahr dann an der Zeit, das Baby in einem extra Zimmer schlafen zu legen, weil wir uns immer gegenseitig wach gemacht haben. Das ist aber bei jedem unterschiedlich, siehe Familienbett.
    Praktisch wird es bei der ersten (und schlimmsten) Trotzphase, wenn man das Kind als Konsequenz mal kurz aufs sein Zimmer schicken kann. So mit 2 Jahren etwa. Ansonsten spielen sie ja doch immer am liebsten in der Nähe der Erwachsenen, d.h. Wohnzimmer/Küche.
    Bezüglich Fluglärm hast Du Recht, die Kleinen haben anfangs noch eine sehr hohe Lärmschwelle, ca. 80 dB habe ich mal gelesen. Scheint zu stimmen, denn die Straßenbauarbeiten (das volle Programm) direkt vor unserm Fenster oder auch Staubsaugen haben ihn lange nicht beim Schlafen gestört (knapp 1 Jahr). Und wenn er dann besser hört, gewöhnt er sich langsam an den Fluglärm, denn die Lärmwahrnehmungsschwelle ist ja nicht von heute auf morgen weg.
    "Fürs erste"... naja, wer einmal einen Fuß in der Tür hat... Dann kommt er wieder mit dem Kleiderschrankargument, und da hat er Recht. Wenn das Kind dann größer ist, ist besagte Lärmschwelle eben nicht mehr so hoch, und dann stört "zum Kleiderschrank huschen" doch oft beim Einschlafen (und man dachte, es schläft schon längst, es ist doch so ruhig...) oder weckt es gar durch die quietschende Schrank-/Zimmertür oder knarrende Diele: Never wake a sleeping child!
    Zu guter Letzt, um meinen Kommentar vermutlich länger als Deinen Post zu machen, noch zum Stillen.
    Als die Kunstmilch aufkam, hieß es bei vielen Frauen vorschnell: Sie hatte keine Milch mehr, bzw. es hat nicht geklappt. Damals hat man schnell aufgegeben, weil die Fläschchenmilch leicht verfügbar war. Wenn Du gern stillen möchtest, informier Dich am besten vorher gut, denn wenn es Probleme geben sollte, hat man keine Zeit mehr, Bücher/Internet zu wälzen. Dazu empfehle ich Dir sehr "Das Stillbuch" von Hannah Lothrop. Leider auch teilweise esoterisch, aber nur am Rande - bitte nicht davon abschrecken lassen. Soviel geballte Informationen und Tips zum Stillen entschädigen dafür. Es ist sozusagen DER Klassiker.
    Daß Du denkst, es wäre schön, aber muß nicht um jeden Preis, ist einfach eine sehr pragmatische Herangehensweise an ein Thema, daß man noch nicht kennt. So ging es mir auch. Aber es hat ganz toll geklappt und wird bei Dir mit Unterstützung Deiner lieben Hebamme sicher super funktionieren! Nur Mut!

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  8. Ich mußte lachen beim lesen, jup einiges erkannte ich wieder. Ein kleiner Tip: eine Wickelkommode ist Gold wert! Vor allem nach einem Kaiserschnitt. Du kannst gerade stehen und mußt Dein Kind nicht vom Boden oder Bett hochwuchten. Und glaube mir, 4 Kilo können sich nach einer Tonne anfühlen!
    Zum Stillen: ich bin genauso rangegangen wie Du, bin auch mit Flasche großgeworden. Hat erst mit Hütchen geklappt dann ohne, weil Madam zu gierig zum Warten war :o)
    Lass Dich aber bitte (auch nicht von Deiner Hebamme) unter Druck setzen. Und ja, entspannen hilft wirklich. Liebe Grüße und alles Gute

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  9. Vor der Geburt dachte ich beim Stillen genau wie du, so nach dem Motto: "Hauptsache mein gesundes Kind ist da, alles andere nicht so wichtig..." Ich hätte nie gedacht, wie sehr es mir schließlich doch zugesetzt hat, dass ich nie voll stillen konnte. Bis zur 14. Lebenswoche meines Kraweelhorsts habe ich gepumpt, geweint, gehadert, zugefüttert, abgestillt, trotzdem wieder angelegt und so weiter und so fort. Ich dachte immer er ist des Todes, zukünftiger adipöser diabetischer Allergiker und alles ist nur meine Schuld... bis ich schließlich nicht mehr konnte und der ganzen Sache ein Ende gemacht hab.
    Von Zeit zu Zeit wünsche ich mir immer noch, ich wäre noch ausdauernder gewesen... aber ich drück dir ganz fest die Daumen, dass du mit der für dich gewählten/angezeigten Lösung gut zurechtkommst!!!!!

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  10. Hallo Flora,
    nachdem Du jetzt gefühlte 100 Kommentare mit "ach, das mit dem stillen wird schon..." "Da kannst du Dich durchkämpfen, auch wenn es schwierig ist" oder "Ich hätte es nicht gedacht, aber ich war so traurig, als es nicht mehr ging..." bekommen hast, jetzt hier der eine (oder habe ich da was überlesen?) Gegenpost:

    Daß die Hebamme mit meiner Denkweise (die Deiner entsprach) leben kann - ohne mich bekehren zu wollen - war für mich bei der Auswahl Vorbedingung.
    Es hat dann auch nicht gut funktioniert - Anlegeschwierigkeiten, Schmerzen, Entzündung, wenig Milch...und eine miese Reaktion auf Oxytozinzufuhr bei mir - Heulanfälle beim Stillen, weil jedesmal vor meinem inneren Auge ein Film ablief, was dem Baby so alles passieren könnte.

    Also habe ich es sein lassen... ein paar Liter Salbeitee für mich, PreNahrung für den Zwerg, und alle waren glücklich.
    Mit Trick 17 ist auch in der Nacht oder unterwegs eine Flasche in weniger als 5 Minuten trinkbereit, Du brauchst Dir nie Gedanken zu machen, wie Du Deine körpereigene Milchbar dezent zur Verfügung stellst (Sorry, mir geht es nicht darum, daß andere damit ein Problem hätten - ich hatte damit eins - ich mache auch kein FKK...), Dein Mann kann den Zwerg auch ganz prima versorgen..
    Keines meiner Kinder hat Allergien... es ist mittlerweile erwiesen, daß Allergie-Antikörper der Mutter mit der Milch ans Kind übertragen werden... und die Dinger triggern möglicherweise Allergieschübe... es gibt aber keine medizinische Studie, die das Gegenteil "Stillen schützt vor Allergien" BEWEISEN kann...
    Rückbildung hat schon während der Stillversuche prima funktioniert, und was das Gewicht angeht - ich habe diverse stillende Freundinnen, die WÄHRENDDESSEN aufgingen wir die Hefeklopse, weil sie permanent Hunger hatten.
    Und was das emotionale angeht - wer beim Stillen nicht schmusen kann, oder vorher, oder nachher, macht was verkehrt. Häufiges Zitat "Stillen in der Nacht ist so praktisch, ich docke an und döse wieder weg"... ist für mich genau das Gegenteil...

    So, jetzt können mich alle verhauen... aber es geht auch anders, es geht gut anders - wenn es problemlos gewesen wäre, wäre alles gut gewesen, war es aber nicht, also habe ich meinem persönlichen Bauchgefühl vertraut, statt mich irre machen zu lassen.

    Liebe Grüße von einer "Nicht-Glucke", die auch nicht durch die Geburt mutiert ist.

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    1. *verhau*, nein, Spaß. Jeder, wie er lieber mag. Ich wollte nur zum Nachtstillen anmerken, dass das Liegendstillen nachts scheinbar erst erlernt werden muß. Klappte bei meinen am Anfang immer nicht, Milch lief daneben und ich lag unbequem. Dann hab ich mir Moltontücher an jeder Seite druntergelegt, wo in etwa die Kleinen dann liegen würden. Und mit der Zeit lag ich auch immer bequemer, vielleicht weil sie besser an die Brust rankamen, als sie größer wurden? Ich hab den Grund nie rausgefunden, aber irgendwann klappte es. Und dann ist es tatsächlich so einfach, andocken, einschlafen, aufwachen, weglegen. Liegendstillen kann ich nur empfehlen.

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  11. Ich schließe mich der Schreiberin mit dem Buchtipp an.. Hannah Lothrop "Das Stillbuch". Das und eine erfahrene Hebamme/Stillberaterin (und bitte nicht beide auf einmal, die sich nicht ausstehen können), etwas Ruhe und Vertrauen, und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ihr auch mögliche Anfangsschwierigkeiten überwindet.

    Und wenn's nicht klappt, klappt's halt nicht, jede muss selbst wissen, wo ihre Grenzen sind.

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  12. Du wirst Deinen Weg auf alle Fälle finden!

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