Mittwoch, 29. Mai 2013

2.500 Gramm Überraschungsei

Neue Erkenntnisse nach dem Arzttermin heute:

1. Nicht wirklich neu, aber trotzdem eine schöne Erkenntnis: es war genau richtig, zu wechseln, und zwar hierher. Auch heute hat sich meine Ärztin wieder unfassbar viel Zeit genommen, sogar so viel Zeit, dass ich der Hebamme, bei der ich direkt anschließend zur Vorsorge erscheinen sollte, kurz die Hand zur Begrüßung und zum Abschied gegeben habe, denn es gab überhaupt nichts mehr für sie zu tun, das hatte alles die Ärztin schon erledigt. Hätte ich doch nur früher gewusst, dass es auch so laufen kann.

2. Ich dachte immer, das hat irgendwas mit Studien zu tun, die die Schädlichkeit feuchten Toilettenpapiers belegen. Seit bestimmt zwanzig Jahren frage ich mich, wieso Frauenärzte auf der Toilette immer nur normales Klopapier liegen haben. Es gibt Tage, da duscht man morgens um halb acht, hat dann einen langen Arbeitstag und abends um halb sechs einen Arzttermin. Ich wollte mich immer so frisch gewaschen wie möglich fühlen, wenn ich auf den Stuhl steige, und ich dachte, das müsste doch auch im Interesse der Ärzte sein. Eine Weile lang hatte ich eine Reisepackung feuchte Tücher in der Handtasche für solche Gelegenheiten, aber ich brauchte sie zu selten, und sie sind immer vertrocknet. Heute habe ich gesehen, doch, es gibt auch Patientinnentoiletten, die mit wirklich allem ausgestattet sind, um sich frisch geduscht zu fühlen, bis auf eine Dusche.

3. Ndogo wiegt 2.500 Gramm. Das ist genau so viel wie er jetzt, sechs Wochen vor der Ziellinie, wiegen soll.

4. Die Plazenta hat sich ein bisschen zur Seite geschoben, aber noch nicht genug. Was nicht ist, kann noch werden, aber wir stellen uns schon mal vorsichtig darauf ein, dass es ein Kaiserschnitt werden könnte.

5. Ndogo hat zwar sehr brav zugenommen, aber sich immer noch nicht gedreht. Wusste ich es doch. Wie geht es jetzt weiter? Ich mache einen Termin in dem Krankenhaus, in dem ich ihn zur Welt bringen will. So in ca. drei Wochen gehe ich da hin, die versuchen, ihn von außen zu drehen, und sollte das in irgend einer Form schief gehen, können sie sofort einen Kaiserschnitt machen. Klappt es, muss nur noch die Plazenta mitspielen, und es könnte doch noch was werden mit der ganzen "Pressen, Pressen"-Folklore.

Ich könnte in drei Wochen hier liegen und statt meinem Rechner ein Baby auf dem Bauch liegen haben. Es ist nicht zu fassen.

Kommentare:

  1. Wie schön, dass du eine Ärztin gefunden hast, bei der du dich wohlfühlst. Ich glaube, gerade in der Schwangerschaft ist das das wichtigste.
    Und ja, es ist unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht. Auch nach der Geburt. Genieße sie.
    Falls du übrigens einen Tipp hast wie man nachträglich fenstersprossen einziehen kann, lass es mich wissen. Unser Altbau (1922) wurde nämlich auch mit furchtbaren Kunststofffenstern verschandelt, und ich bin mir nicht sicher, ob klebesprossen wirklich so toll aussehen...
    Alles gute, jule

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  2. jawohl, bald liegt statt einem rechner dein kind auf deinem bauch. und du wirst es nicht fassen können. auch in ein paar jahren nicht.
    alles liebe!

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  3. Liebe Flora,

    ich muss mich heute etwas außerhalb des Themas zu Wort melden. Ich bin eine der Ladys, die der im Dezember 2011 aus deinem "Starthilfe für Stammtische"-Post hervorgegangenen Kinderwunschrunde in Berlin angehört. Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft von 6 Mädels, und wir sind dicke Freundinnen geworden, z.T. treffen wir uns sogar in großer Runde mit Männern und es sind nach Zwillingen die Kinder Nr. 3 und 4 unterwegs. Herrlich. Danke, dass wir uns damals bei dir verabreden durften:-).

    Ausserdem bin ich die, die dir zum Umbenennen deines Blogs geraten hatte, Danke, dass du meinen Ratschlag angenommen hast:-).

    Und weiterhin bin ich, wie du, in der hübschen Position, bald ein Baby auf dem Bauch haben zu dürfen. Ich bin in der 32ssw und ziehe nächste Woche ins KH ein, weil meine Placenta Praevia (totalis) sich nicht anschickt, irgendwo hinwandern zu wollen. Ich würde auch lieber pressen, aber hey. Die Dame hat sich sehr reinbitten lassen in meinen Bauch, und nun möchte sie rausgetragen werden. Das ist doch nur konsequent:-)...

    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute für alles was vor dir liegt und werde dir ewig dankbar sein, denn ohne deinen Blog, deine Art mit allem umzugehen und die Mädels die ich (wegen dir!) kennengelernt habe, wäre ich sicher irgendwann durchgedreht ...


    Alles Liebe für dich, L. und Ndogo

    Katrin

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  4. Drücke dir die Daumen für ne hochwandernde Plazenta und nen sich brav kopfunter drehenden Ndogo!

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