Sonntag, 17. Februar 2013

Kleine Föten, kleine Sorgen, große Föten, große Sorgen

Es scheint fast so, als ob Sorgenmachen zu meiner zweiten Natur geworden ist (oder vielleicht auch immer schon war). Denn sobald die Sorge, dass das Kind in meinem Bauch einfach stirbt und mich hier hängenlässt mit meinen Hoffnungen und Plänen wie das letzte Mal, auch nur ein kleines Stückchen beiseite rutscht, sind sofort andere Sorgen zur Stelle. Was wird aus L. und mir, wenn das Kind da ist? Werden wir es irgendwie schaffen, unserem von Windeln und Bäuerchen geprägten Alltag ein bisschen Romantik abzutrotzen? Werde ich es schaffen, L., grundsätzlich hilfsbereit wie kein Zweiter, aber praktisch doch eher der Typ, der Schwierigkeiten damit hat, seine Tasse in die Spülmaschine zu räumen - werde ich den dazu kriegen, freiwillig und unaufgefordert das Kind zu wickeln, zu trösten und spazieren zu fahren? Ohne, dass ich erst Pläne aufstellen, Tränen vergießen und mit Auszug drohen muss? Werde ich meine Schwiegermutter davon abhalten können, uns mit tonnenweise Kram zuzuschütten? Werden wir zwölf Monate lang von Miracoli leben (für eine Woche keine schlechte Aussicht, aber dann...)? Werden wir jemals wieder New York sehen? Oder Sizilien? Oder ein richtiges Restaurant für Erwachsene von Innen? Und wird das tatsächlich klappen, irgendwann - z.B. im Sommer nächstes Jahr - das Kind für zwei Wochen zu meinen Eltern zu geben und mit den Mädchen in einen herrlichen Damenurlaub zu verschwinden? Werde ich jemals wieder arbeiten? Und daran Spaß haben? Und nicht mit irgendwelchen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen abgespeist werden? Werden die sechste Staffel 30Rock, die vierte Staffel Downton Abbey, die dritte Staffel Game of Thrones und die dritte Staffel Girls warten müssen bis 2015? Werde ich jetzt mit Kommentaren indignierter Damen überschüttet, die mir mit hochgehaltenem Zeigefinger erklären, dass ich auf diese Art von Pipifaxsorgen jetzt kein Recht mehr habe? Dass ich überhaupt gar kein Recht mehr habe, mich jemals wieder über irgendwas zu beschweren, so lange es sich nicht um ein lebensbedrohliches Problem meines Kindes handelt? Das wüsste ich wohl gerne.

Den Hunden habe ich außerdem zu verdanken, berichten zu können, dass es Frühling wird. Im Gegensatz zu den vielen Menschen da draußen, die sich z.B. wegen ihrer Couch oder wegen ihrer Hobbies oder wegen ihres Vermieters oder wegen mehr Selbsterkenntnis, als ich jemals aufbringen könnte, gegen einen Hund entschieden haben, bin ich gezwungen, auch an so einem ekligen grauen Stinketag vor die Tür zu gehen und mich in der Natur zu bewegen, sogar ziemlich lange und ziemlich weit. Und ich kann sagen, da draußen tut sich was. Man sieht es nicht auf den ersten Blick, aber auf den zweiten bis zwanzigsten auf jeden Fall. Es ist nicht mehr weit bis Frühling. Und wenn es erst mal Frühling ist, dann ist ruckzuck Flipflopzeit, und wenn erst die Eisdielen wieder aufhaben und es Sonntags nach Grill riecht, ist es schon so gut wie Sommer, und im Sommer kommt das Kind. Ist das zu fassen? Ich finde nicht.

Damit noch mal kurz zum Stammtisch. So gerne ich uns auch noch im Februar zu einem Sonntagsbrunch ins Gloria zusammengepfiffen hätte, es ging einfach nicht, denn an allen Sonntagen im Februar hatte L. ganztägig außer Haus zu tun, und ich kann unsere kleine Epileptikerin immer noch nicht alleine lassen. Aber im März könnte es besser werden. Weil er gerade immer noch unterwegs ist, kann ich leider nicht seinen Turnierplan mit ihm abgleichen, aber ich bin mir sicher, irgend ein Sonntag im März wird sich finden. Nur nicht der 24., da hab ich was vor. Das einzige Mal, dass ich jemals beim Gloria-Brunch war, war übrigens der halbe HSV dort versammelt. Für die Jungs am Tisch ein unerwarteter Bonus, für mich eher lästig, weil mit den Jungs keine Unterhaltung mehr möglich war und ich mich außerdem bei freier Auswahl ernähre wie ein Leistungssportler mit einem Kalorienverbrauch von ca. 8000 täglich, also z.B. von Speck und Eiern, an die aber mit so viel Konkurrenz kaum zu kommen war. Diesmal wird das bestimmt ganz anders. Sagt doch mal, liebe Stammtischinteressierte Abkürzungs- und Ex-Abkürzungsdamen, wer an welchem Sonntag könnte und wollte? Ich verspreche auch, dafür zu sorgen, dass das nicht in eine Runde für Stilltipps ausartet.

Kommentare:

  1. Ich finde es ganz toll wenn man auch mal als werdende oder bereits Mama auch mal zugibt dass das alles einem manchmal ziemlich schwer fällt oder auf den Geist geht. Immer dieses alles-ist-super getue nervt irgendwann ziemlich und eigentlich weiß jeder dass es bei den wenigsten rund um die Uhr, 18 Jahre lang, wunderschön ist.
    Also mach ruhig so weiter und zeig der Welt dass auch Mamis mal ausgelaugt sein dürfen!

    AntwortenLöschen
  2. Vieles wird sich von selbst regeln, wenn der Zeitpunkt da ist. Seid mal auf alles gefasst, was die erste Zeit des Neusortierens als Kleinfamilie angeht. Bereite deinen Mann schon mal vor, dass du nach der Geburt möglicherweise kurz- bis mittelfristig zur Löwin/Furie mutieren wirst und er dir vermutlich nichts recht machen wird. Das sind die Hormone, dagegen sind die Auswirkungen der Hamsterextraktdinger ein Kindergeburtstag. Ich finde deine Sorgen sehr berechtigt und realistisch, dein Leben wird sich ändern (und damit meine ich nicht nur die kleinen Unannehmlichkeiten, sondern auch viel viel positives), und es ist besser, sich mental vorzubereiten, als aus allen rosa Wolken zu kippen. Mein Motto für die erste Zeit, nein, eigentlich das gesamte Leben mit Kindern - Go with the flow... (Nach NY schaffe ich persönlich es erst jetzt, nach fast 7jähriger Mutterschaft, wieder. Ich (Gluckhenne) bin da aber kein Maßstab.)

    AntwortenLöschen
  3. Für mich als ausgemachten Kopfmenschen und Planungsfreak ist das Mama-Sein eine spannende Lehrstunde in Sachen Spontaneität, Loslassen und "Schaun´-wir-mal".
    Unser Sohn ist 10 Monate und bislang haben wir kein Restaurant von innen gesehen? Warum? Weil der kleine Mann lieber vor Müdigkeit die Hütte abreißen würde als die Augen im Kinderwagen zu zu machen. Das war schon mit einer Woche so und wird sich wohl nicht mehr ändern.
    Die Großeltern würden ihn liebend gern mal eine Nacht übernehmen und Zeit zu zweit ist echt Mangelware und würde uns sehr gut tun, aber der Kleine nimmt keine Flasche (hat er noch nie) und ich stille nachts noch einmal. Die Romantik muss also noch warten...

    Über so Dinge, dass das Kind vielleicht Flaschenverweigerer sein könnte, habe ich in der Schwangerschaft natürlich keine Sekunde nachgedacht und die vielen Konsequenzen muss ich nun einfach in meinen Alltag einbauen. Ich bin noch nicht wieder beim Sport gewesen, war abends noch nie feiern, habe mich noch nicht wieder zum Abendessen mit Freundinnnen getroffen... Das habe ich mir anders vorgestellt, es bleibt aber nur die Möglichkeit die Situation zu nehmen wie sie ist und meinen Sohn zu nehmen wie er ist: das süßeste Geschöpf unter der Sonne! :-)

    Was mein Geschwafel sagen will: Ich finde es gut, dass Du Dir jetzt schon Gedanken machst, dass nicht nur ein immerwährender Traum auf Euch wartet, sondern das Elternsein auch Entbehrungen mit sich bringt oder sagen wir besser, bringen kann. Denn es gibt sie sehr wohl: diese unglaublichen Traumkinder, die fast nie weinen, überall brav schlafen, mit 6 Wochen durchschlafen, schmerzfrei zahnen und was nicht alles. Und wer sagt denn, dass Du nicht so ein Exemplar mit Dir herumträgst?!?
    Die Daumen hierfür sind jedenfalls fest gedrückt!

    AntwortenLöschen
  4. Am liebsten würde ich alle deine obigen Fragen mit Nein beantworten. :)
    Es ist wirklich so, die erste Zeit ist hart. Mein Sohn ist jetzt auch 10 Monate alt und ganz ganz langsam finde ich wieder zu mir und zu meiner Partnerschaft.
    In der Schwangerschaft habe ich mir die gleichen Fragen gestellt. Aber nur auf Papier und sie dann mit meiner rosaroten Brille abgetan. Es wird alles ganz super

    AntwortenLöschen
  5. und mein Kleiner ist Super, denn er ist das süßeste Geschöpf unter der Sonne! ;)

    Aber es ist wie gesagt auch hart.
    Wir waren ein sehr kuscheliges Päarchen Zuhause. Das ist extrem weggefallen. Wenn du 24 Stunden um die Uhr ein Baby bei dir hast, dann erlebst du so viel Nähe, dass du dich auch mal nur allein fühlen willst. Und nicht wieder vom Partner umarmt werden willst.
    Anderes Beispiel: wir waren große Film und Serienjunkies. Wir sind bei lovefilm

    AntwortenLöschen
  6. Haben vor unserem Sohn ca 3-4 Filme pro Woche geschaut.
    Jetzt haben wir J Edgar hier seit Mai liegen!

    Und du wirst dein Baby nächsten Sommer nicht für 2 Wochen abgeben. Ich meine das nicht mit erhobenem Zeigefinger im Sinne von Wie kann sie nur, sondern ich kann es mir einfach nicht vorstellen dass du das schaffst.
    Dein Baby braucht dich ständig. Es ist wie angeschweißt. Und mit einem Jahr ist die Bindung und Anhänglichkeit immer noch riesig. Ich kenne keine Mutter in meinem Bekanntenkreis, die das machen wollen würde.
    Eine Freudin war grad für ein Wochenende weg (ihre Kleine ist auch 10 Monate). Sie fand das von der Dauer her das höchste der Gefühle und würde es nicht unbedingt sofort wiederholen wollen.
    Na ja, ich bin gespannt, ob du das machst.
    Aber ich könnte es mir nicht vorstellen.

    AntwortenLöschen
  7. Das soll sich nicht vorwurfsvoll anhören.
    Wenn du das kannst, klasse.
    Was ich nur sagen will: man unterschätzt vorher seine Muttergefühle. Vorher denkt man, dass man halt ein Baby hat und sein Leben weiterführt. Aber dann ist das Baby dein leben und deine Muttergefühle lassen es nicht zu dass du dein Baby zwei Wochen zur Oma gibst. Egal wie vielBock du auf die Reise hättest.

    Wie hat Moritz Bleibtreu im Interview gesagt: Kinder geben dir Kraft, ja. Aber sie nehmen dir auch so Ungeheuer viel davon manchmal.
    In diesem Sinne...
    Ich kann mir trotzdem kein leben ohne meinen kleinen vorstellen.

    AntwortenLöschen
  8. Hallo Flora,

    hier kurz die Antworten deiner Fragen aus meiner speziellen Sicht. Da du jedoch dein eigenes individuelles Kind haben wirst und du eine ganz eigene Mama sein wirst, gibt es natürlich keine Garantie dafür, dass es bei euch auch so klappt. Aber wenn man etwas wirklich will, kann man es auch mit Kind machen. Ist zumindest meine Meinung.

    "Was wird aus L. und mir, wenn das Kind da ist? "

    Alles im Leben eines Kindes sind Phasen. Zuerst schlafen sie viel und kurz, später selten und länger. Man richtet sich in jeder Phase ein und ärgert sich, wenn sich was ändert, merkt dann aber schnell die Vorteile der neuen Phase und richtet sich drauf ein. Und dann gehts wieder von vorne los.
    Wenn du flexibel bist, werdet ihr in jeder Phase Zeit für euch finden. Und wenn ich meinen Bekanntenkreis als repräsentativ nehme, hat die Frau immer mehr zu organisieren, auch wenn die Männer sich mehr und freiwillig als früher beteiligen. Die Hauptlast liegt bei der Frau. Komischerweise machts den meisten nix aus.

    "Wird L. unaufgefordert das Kind wickeln, trösten und spazieren? Ohne, dass ich erst Pläne aufstellen, Tränen vergießen und mit Auszug drohen muss? "

    Kenne L. nicht, aber die meisten Kerle, die ich kenne, sind mit vollem Elan dabei. Du wirst dich wundern, wie süß Männer mit Babys sein können :)

    "Werde ich meine Schwiegermutter davon abhalten können, uns mit tonnenweise Kram zuzuschütten? "

    NEIN! Und auch viele deiner Bekannten, Nachbarn, Freunde usw. auch nicht.

    "Werden wir zwölf Monate lang von Miracoli leben (für eine Woche keine schlechte Aussicht, aber dann...)? "

    Wenn euch gutes Essen wichtig ist und ihr kein totales Problemkind habt, wird sich alles schnell wieder einpendeln. Für den Anfang gibt es auch gesunde abgepackte fertige Komponenten, mit denen man sich was zaubern kann. Falls L. zu Hause doch nicht nützlich ist, schick ihn Lebensmittel einkaufen, in die Apotheke, in den DM usw.
    Vieles davon kann man mit Kinderwagen machen. Männern fällt es leichter, spazieren zu gehen, wenn sie einen Auftrag haben :)
    Und im Kinderwagen kann man einiges verstauen, so dass man nicht mal Tüten schleppen muss. In der Zwischenzeit kannst du aufräumen, kochen, schlafen, usw.

    "Werden wir jemals wieder New York sehen?"

    Solange das Kind nicht läuft, kann man alles machen. Wir waren in New York als mein Sohn 8 Monate war. Er fands super, den ganzen Tag getragen zu werden. Und wir haben alles gesehen was wir wollten. Selbst der Flug war kein Problem. Für ihn besser als für uns, weil er ja ständig schlafen konnte. Wir nicht :)

    Ende Teil 1

    AntwortenLöschen
  9. Teil 2

    "Oder ein richtiges Restaurant für Erwachsene von Innen?"

    Im Tragetuch geht vieles. Und später muss eben SchwieMu oder Mutter oder die Mädchen ran. Essen gehen dauert ja nicht so lang. Am Anfang schlafen die mehrfach am Tag 2-4 Stunden lang. Reicht doch für einen Restaurantbesuch. Kino find ich deutlich schwieriger, haben wir aber in 20 Monaten auch schon zwei Mal geschafft.

    "Und wird das tatsächlich klappen, irgendwann - z.B. im Sommer nächstes Jahr - das Kind für zwei Wochen zu meinen Eltern zu geben und mit den Mädchen in einen herrlichen Damenurlaub zu verschwinden?"

    Kommt drauf an, ob du es dann willst, dich zwei Wochen zu trennen. Halte ich für fraglich. Ansonsten gilt das, was ich immer sage: Wenn mans wirklich will, geht das auch.

    "Werde ich jemals wieder arbeiten? Und daran Spaß haben?"

    Soweit bin ich noch nicht, kann ich daher noch nicht beantworten :)

    "Werden die sechste Staffel 30Rock, die vierte Staffel Downton Abbey, die dritte Staffel Game of Thrones und die dritte Staffel Girls warten müssen bis 2015?"

    Ich gucke gar kein Fernsehen mehr, sondern nur noch DVD, weils da ne Pausetaste gibt. In der Anfangsphase, wo mein Sohn viel geschlafen hat, hab ich super viel geguckt und dafür den Haushalt Haushalt sein lassen.
    Dann kam ne Phase wo es nicht so gut ging. Jetzt macht er zwei Stunden Mittagsschlaf und ich kann wieder regelmäßig ein oder zwei Folgen gucken und hab trotzdem noch Zeit, was in der Küche zu machen. Mal sehen, wie es weitergeht. Wie gesagt: in jeder Phase gibts Vorteile...

    Noch mehr Fragen?

    VLG,
    Monia

    AntwortenLöschen
  10. Hallo Flora! Jetzt bin ich die Einzige, die Dir überhaupt keinen Rat geben kann, denn ich habe selber noch kein Kind. Ich weiß noch nicht mal, ob ich schwanger bin, denn ich bin in meinem 1. IVF-Zyklus, 2 Tage nach dem Transfer von 3 Vierzellern. Ich habe angefangen, Deinen Blog zu lesen, einen Tag bevor ich mit den Stimulationsspritzen anfing. Ich hatte eine Heidenangst vor allem und habe im Internet nach Trost gesucht. Dann habe ich Deinen Blog gefunden, und 2 Stunden später saß ich lachend im Bett, ergriffen von Deiner authentischen Art zu schreiben und unglaublich erleichtert, mich nicht mehr so alleine zu fühlen mit all den merkwürdigen Ängsten. Und nun Deine Gedanken zu allem was kommen könnte oder eben auch nicht, großartig. Schade, dass ich nicht mehr in Hamburg wohne, meiner Heimatstadt, denn mit Dir würde ich gerne mal ein alkoholfreies Hefeweizen trinken! Grüße aus Berlin und danke! Hannah

    AntwortenLöschen
  11. Solche Sorgen und Ängste, wie sich das Leben mit Kind verändern wird, sind ganz normal - natürlich hast Du ein Recht darauf, Dir Gedanken zu machen. Ich hatte kurz vor der Geburt so ne Art Torschlusspanik a la "Ogottogott, mein Leben ist bald vorbei"; und dabei ein schlechte Gewissen, weil man sich ja als schwangere Abkürzungsdame gefälligst auf den Zwerg zu freuen hat (habe ich ja auch), und sonst nix.
    Jetzt, wo er bald 4 Monate alt ist, hat sich gezeigt, dass einige der Ängste unbegründet waren und andere nicht. Und auch jetzt frage ich mich manchmal noch, wie mein Leben in Zukunft aussehen wird und hab noch Schiss davor. Und New York will ich auch unbedingt mal wieder sehen.
    Achja, und falls Du nicht schon genug Geburtsberichte gelesen hast, meiner ist hier: http://relaxednomore.wordpress.com/the-butzerl/geburtsbericht-butzerl/

    AntwortenLöschen
  12. Sorgen an sich wirst Du nicht mehr los werden, sie werden sich nur ändern.
    Aber für die Miracoli-Sorge hab ich einen Tip: Vorkochen, portionsweise einfrieren. Am besten die Lieblingsgerichte. Wenn die kleine Maus da ist, dann hast Du ab und zu so volle Tage, da wirst Du Deinen Gefrierschrank lieben.

    AntwortenLöschen
  13. Ach ja, Aufbruch ins Ungewisse.... das Leben mit Kindern.
    Hat null wirklich null Ähnlichkeit mit dem Leben vorher, weil die Prioritäten sich total verschieben. Heisst aber nicht, dass du nicht mal dieselben Dinge wie früher tun kannst und sollst! Du bist aber dann nicht mehr Zentrum deiner Welt, das Kind ist es. Ich würde mich einreihen und es für fraglich halten, dass du wirklich nächstes Jahr 2 Wochen allein verreisen willst. WENN du das willst, wird es sicher irgendwie gehen. Langes Wochenende würd ich mal anplanen und noch für tapfer halten. Ich könnte es nicht und bin ein begeisterter Babysitter-Nutzer.
    Ich hätte anfangs nicht gedacht, wie total anstrengend es mit Kind sein kann. Die Umstellung ist enorm, man ist nicht mehr Herr seiner Zeit und da ist es sehr gut, wenn man sich möglichst wenig vornimmt und wirklich schaut wie es läuft. Es gibt Kinder, die kann man von Anfang an und auch noch als 3jährige ins schöne Restaurant mitnehmen, die starren einfach die Wand an, malen etwas oder lächeln milde und schlafen ein. Und dann gibts Kinder wie unsere, die keine 3 Sekunden stillsitzt, alles untersuchen muß und wie ein Wirbelwind durchs Restaurant fegt. Und nein, das ist nicht eine Frage der Gewöhnung! Klar, als Baby schlafen sie, aber dann auch nicht immer, wenn sie sollen, zumindest meine nicht. Wenn was neu und aufregend ist, wird nicht geschlafen. Wenn du ein paar Mal das heiße Essen hast stehen lassen müssen, weil du mit dem lauthals brüllenden Kind vor die Tür mußtest, dann sagst du irgendwann, ach ich bleib Zuhause. Hängt aber vom Kind ab! Und ich empfehle den Italiener, die sind SEHR kinderfreundlich!
    DVD ist toll und geht sehr gut, gerade Serien, die sind schön kurz. Da wirst du viiiiel sehen können! Bist ja plötzlich viele Abende zuhause. Vorkochen lohnt sich und etwas Organisation beim Kochen, vielleicht dann nicht das Aufwändigste und schon geht auch ein schönes Essen. Wichtig ist, rechtzeitig nach Babysittern Ausschau halten, mindestens 2 braucht man! Oma und Oma-Ersatz oder so. Dann, wenn das erste halbe Jahr vorbei ist, haben wir angefangen mit der Kneipe um die Ecke, das war schon der Himmel! Ansonsten ist der Ausgehwille auch immer abhängig von dem Grad der Müdigkeit, der schwankt auch erheblich. Es ist erstaunlich, wie schlecht 1jährige zT schlafen. Alles Phasen... Wichtig ist auch, dass du dir Zeit für dich nimmst! Nicht nur Mamma und Ehefrau, auch einfach DU. Badewanne und Buch, laufen gehen, sowas halt. Im Moment machst du das glaub ich viel (gut!), rechne damit, dass dir das fehlen wird! Aber es wird besser, keine Frage.
    Und ja, die haushaltsunfähigen Männer können so himmlisch Windeln wechseln und Spazierengehen und extrem albern spielen mit den Kleinen, dass man wirklich süchtig nach Kindern werden kann.
    Wie sagte Sky du Mont (!) so schön: "Kein Mensch, der ein Hirn hat, sollte eine Familie gründen. Doch kein Mensch, der ein Herz hat, sollte darauf verzichten."
    Also, keine Pläne machen, Augen zu und durch!
    liebe Grüße
    Bernstein

    AntwortenLöschen
  14. Oh, und nein, deine Schwiegermutter wird dich mit Tonnen von Zeug zuschütten. Vielleicht gefällt dir auch was davon.... sieh es ihr nach, es ist auch ihr Enkelchen...
    lg
    Bernstein

    AntwortenLöschen