Montag, 25. März 2013

Auch nicht schlecht: Katerfrei am Tag danach

Es zeigt sich, dass ein Geburtstag minus Alkohol, Fluppen, Crack, Sushi, Alufolie, Rodeo, Fallschirmsprünge, Heliskiing, Haare färben und Aioli immer noch ziemlich nett sein kann. Wir lagen im Pasta- und Kuchenkoma vorm Feuerchen auf Sofas herum, wobei Hunde immer eine große Hilfe sind, ich habe ganz reizende Geschenke bekommen, und warum 40 jetzt eine große Sache sein soll, weiß ich auch nicht - aber ich hab auch gut lachen, mit L., einem Kind im Bauch und meinen Mädchen um mich herum, zwei niedlichen Tieren, die mir alles Böse vom Hals halten und dann auch noch Sonne vorm Fenster und vielleicht demnächst sogar Frühling statt doch wieder nur Winter Teil III hat Melancholie kaum eine Chance. Und sollte ich irgendwann denken, so ganz ohne Alufolie ist es aber doch nicht richtig, dann kann ich im Herbst immer noch nachfeiern.
Heute plätte ich den Rest der Agentur mit meinen Kuchenresten (ein Stück Donauwelle, und der Tag ist vollkommen im Eimer) und wurde schon dreimal gefragt, wie "man sich mit 40 fühlt". Ja nun. Da könnte ich einiges von meinem Bauch erzählen, der Bauch drängt sich gerade ziemlich in den Vordergrund, da müssen die anderen Körperteile einfach mal die Klappe halten. Heute morgen beim Montagswiegen haben wir die sieben-Kilo-Marke gesprengt, was kein Wunder für alle ist, die mich gestern beim Essen beobachtet haben. Ich könnte mir vorstellen, in den nächsten Tagen wird das wieder weniger. Wenn ich von Stühlen oder, noch schlimmer, von Sofas aufstehe, mich nach den vielen Dingen bücke, die mir täglich runterfallen, Treppen steige oder mich im Bett von links nach rechts und zurück wälze, ertönen seltsame Geräusche. War ich das? Muss ich wohl, auch wenn ich mich nicht erinnern kann, früher solche Töne von mir gegeben zu haben. Ich habe mir am Freitag auch zum ersten Mal den Bauch am Bügeleisen verbrannt, was sich genau so anfühlt, wie ihr euch das jetzt vorstellt. Der Bauch verdeckt seit zwei-drei Tagen meine Füße, so dass ich beim Laufen wirklich hingucken muss und mich nicht darauf verlassen kann, ich würde schon auch unbewusst und in voller Fahrt mitkriegen, wann ein Bordstein oder eine Treppenstufe kommt. Eine Weile lang konnte ich den Bauch gut in Hängerchen im Empire-Schnitt von vor der Schwangerschaft stecken. Da passt er immer noch rein, aber er sieht einfach nicht gut aus. Nur in Schwangerschaftsklamotten ist er wirklich basketballhaft kugelig, in allen anderen Sachen habe ich einfach zehn Kilo zu viel. Im Bauch zappelt es mal mehr, mal weniger und mal auch gar nicht, und das macht mich dann nervös. Ungefähr einmal am Tag kommt es vor, dass ich das Würmchen von außen ärgere und pieke, damit es sich muckst und meinen Sorgen ein Ende macht. Schon jetzt zeigt sich, genau wie einige hier es sich sicher schon lange gedacht haben, was für eine Rabenmutter ich mal werde! Das äußert sich übrigens auch darin, dass ich mir zum Geburtstag mein erstes petit bateau-Teil gewünscht habe, und es war nicht für's Baby, sondern für mich, mich, mich.

Kommentare:

  1. Ach Flora, ich möchte Dich gerade einfach nur drücken! Wünsche Dir von Herzen alles, alles Liebe und Gute für das neue Lebensjahr und es wird garantiert ein sehr spannendes mit dem kleinen Rabauken! Ich freue mich so, so, so sehr für Euch!

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  2. Dann alles alles Liebe nachträglich zum Geburtstag!!

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  3. Liebe Flora !

    Als aufmerksame Leserin habe ich Deinen Geburtstag auch nicht vergessen und komme jetzt nach einem Kurzurlaub endlich zum Gratulieren: Also, alles, alles Gute, viel Glück, Gesundheit, Erfolg und natürlich ganz, ganz viel Freude weiterhin mit Deinem Sohn - im und außerhalb des Bauches! Deine Geschichte macht mir Mut, dass es bei uns vielleicht dieses Jahr auch noch klappt. Ich wünsche Dir eine möglichst komplikationslose Geburt!

    Alles Liebe! :-)
    Eine "Abkürzungsdame" in spe.

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