Dienstag, 25. Juni 2013

Bock auf Spülhände, irgendwer?

Scheinbar hatte ich längst sehnsüchtig darauf gewartet, denn als der Handwerker gerade aus der Küche rief "Ich mach mal Frühstück, ok?" hatte ich kurz den Reflex, zurückzurufen "Supi, ich nehme gerne zwei Scheiben Knäcke mit gesalzener Butter und ein gekochtes Ei! Danke!", bevor mir klar wurde, so war das nicht gemeint. Ihr müsst nämlich wissen, das kommt bei uns nicht vor: jemand anderes als ich macht Frühstück, und ich darf mir aussuchen, was ich will. Vielleicht bin ich deshalb immer fast fiepig vor Ungeduld, wenn L. und ich mal in einem Hotel mit Frühstück übernachten und er morgens nicht aus den Federn kommt, während ich genau weiß, dass mit jeder weiteren Viertelstunde die Chance auf unverschwitzten Käse und frisches Rührei sinkt. Versteht mich nicht falsch: ich mache gerne Frühstück, und das ist vermutlich Teil der Erklärung dafür, warum ich es heute IMMER tue und L. NIE. Und bitte denkt nicht, L. würde in diesem Haus keinen Finger rühren. Im Moment ist er beispielsweise seit Monaten mein Packesel, der alles trägt, was ich nicht tragen kann, und das ist eine Menge. Er ist für so gut wie alles zuständig, was mit Organisation zu tun hat, er fällt Bäume, er karrt irgendwelchen Mist zum Recyclinghof, er fährt mit den Hunden zum Hundefriseur, er sitzt nicht den ganzen Tag auf dem Sofa und lässt sich die Pantoffeln hinterhertragen. Aber alles, was unter das Stichwort "Hausarbeit" fällt, ist mein Metier, und ehrlich gesagt habe ich das so weder gewollt noch entschieden. Es kommt zwar vor, dass L. einen Rappel bekommt und beschließt, dass jetzt der Kühlschrank geputzt oder das Wohnzimmer gesaugt wird, aber es endet für gewöhnlich damit, dass der komplette Inhalt des Kühlschranks auf der Küchenablage steht, während innen alles beim Alten ist, oder dass der Staubsauger einfach zwei Wochen im ungesaugten Wohnzimmer steht. Vor Weihnachten hat unsere Putzfrau uns irgendwann verkündet, dass sie die Haare von Pflegehund Momo leider nicht verträgt (eigentlich haaren Airedales nicht, aber Momo ist wohl auch in dieser Beziehung anders) und uns verlassen. Damals hat L. gesagt, das wäre überhaupt kein Problem, er würde einfach ihre montäglichen Aufgaben übernehmen. Wir würden in Zukunft Sonntags Nachmittags aufräumen, und er würde dann Montags alles fegen und putzen, während ich in der Stadt arbeite. Das ist bisher null mal passiert, und das wird auch in Zukunft nicht passieren. L. ist schon imstande, sich stundenlang mit häuslicher Arbeit zu beschäftigen, nur sieht er seine Aufgabe dabei irgendwie anders. Ich bin der schlichtgestrickten Überzeugung, beim Putzen ginge es darum, zwei-drei Stunden mit Seifenwasser und Schwämmen und Mopps und Besen zu hantieren, und danach ist der Fußboden, das Waschbecken, die Küchenablage und die Dusche sauber. Bei L. läuft das irgendwie anders. Er hat stundenlang aufgeräumt! (Hat er wirklich, er ist der ehrlichste Mensch der Welt und keiner Schwindelei fähig. Wenn er sagt, er hat stundenlang aufgeräumt, dann hat er stundenlang aufgeräumt.) Und trotzdem liegen die Staubmäuse in den Ecken der Treppenstufen noch genau so da wie vorher, die Waschbecken sind voller Kalk und die Spülmaschine weder aus- noch eingeräumt. Ich weiß, ich tue ihm Unrecht. Aber trotzdem bekomme ich es gerade ein bisschen mit der Angst, wenn ich nachts so daliege und nicht weiß, ob dieses ulkige Ziepen im Bauch jetzt schon eine Wehe ist oder nur ein ulkiges Ziepen. Denn Babys haben die Eigenschaft, das Ausmaß von erforderlicher Hausarbeit mit einem Schlag zu verdreifachen. Erstens brauchen sie eine saubere Umgebung. Zweitens saugen sie Mutti mit der Muttermilch die Energie aus, ständig mal hier längszuwischen und mal da etwas mit in den Keller zu nehmen, wenn sie sowieso auf dem Weg dorthin ist, dann bleibt mehr liegen, und das alles türmt sich ruckzuck zu einem Riesenbatzen auf. Drittens machen sie selbst auch Dreck: Fläschchengerümpel, Windelgerümpel, Kinderwagenmatschspuren, vollgekackte Strampler und Milchschwälle auf vor fünf Minuten frisch gebügelt angezogenen Oberteilen. Vielleicht findet sich ja alles, und ich muss mich entspannen. (Mich entspannen zu müssen, ist eine meiner Hassübungen.) Vielleicht legt der Anblick seines eigenen Würmchens in L. einen Schalter um, und er wird zum welteifrigsten Spülmaschineneinräumer. Vielleicht endet das alles mit Tränen und Gebrüll. Ach so, ihr meint, ich soll das mit ihm besprechen? Das wäre vielleicht mal eine Idee. Hätten wir dieses Gespräch nicht schon ungefähr 180Millionen mal geführt. Ex-Abkürzungsdamen, wie lief das bei euch mit dem unsexiesten Thema der Welt: was wird mit der Hausarbeit, wenn das Baby da ist?

Kommentare:

  1. Ganz einfach: Ein Baby, künstlich erzeugt oder nicht, verändert... naaaa...









    nix ;-)






    Es macht der die Hausarbeit, der sie vorher auch schon gemacht hat ;-). Also du ;-)! Nur dass du etwas weniger Zeit dafür hast und die Schlafphasen des Babys dafür nutzen wirst ;-). Alternative: Neue Putzdame einstellen, alles andere führt zu... na...







    nix ;-)

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  2. Ich sehe einfach die Wollmäuse nicht mehr. So mache ich das. Und jedem, der es hören will oder auch nicht, aber gerade verträumt in der Ecke steht und auf eine Wollmaus starrt, dem sage ich, dass bei uns ja mein Mann für die Fußböden zuständig ist. Das Bad mache ich. die Küche teilen wir. Und auch da: Ich kann superlässig an meterhohen Töpfestapeln tagelang vorbeisehen. Ich sage nichts mehr. Er macht mehr. Und unser Kind bekommt sicher ein 1A-mikrobengestähltes Immunsystem.
    Viele Grüße von der Tina

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  3. Ganz einfach... Mein Mann hat mir erklärt, weil er ja 10 Monate Elternzeit nimmt, brauchen wir ja in der Zeit keine Putzfrau, und hat ihr gekündigt.
    Als das Baby 6 Monate alt war, habe ich eine 4 mm dicke Kalksinterplatte aus dem "Knick" in der Toilette im Bad entfernt... (Die mir aufgefallen war, als mir ein Ohrringverschluß ... hubs...). Und dann war Schluß mit lustig, und ich bin ein bisschen ausgeflippt.
    Denn ich bin ja die (Vollzeit arbeitende) Schlampe, und mein Mann macht - nach eigener Äusserung (und der meiner Schwiegermutter)- ja alles zuhause... Komisch nur, daß ich dann jedes Wochenende Staubsauger, Wischlappen, Swiffer ect in der Hand habe, ständig die Spülmaschine ein- und ausräume, bzw Wäsche nochmal laufen lasse, und dann knitterfrei aufhänge.

    Männliche Wahrnehmung, was Haushaltsbewältigung angeht, ist ähnlich verzerrt, wie die weibliche Wahnehmung der eigenen Figur... da wird viiiel mehr gesehen, als da ist.
    Und das Kühlschrank/Staubsaugerproblem - oh, ja, kenne ich auch. Männern scheint es auch nicht möglich zu sein "nur mal kurz durchzuwischen" - da muß mann erst mal alles leerräumen, dann wird der Putzeimer in die Mitte des Wohnzimmers gestellt, dann klingelt das Telefon... und ich finde Stunden später dieses Stilleben - "Leeres Wohnzimmer mit Wassereimer" - vor. Der Krempel, der dann unsere Treppe ins Obergeschoss komplett blockiert, warnt mich aber vor.

    Leider kann ich da keine Lösung anbieten, ausser "nörgeln, nörgeln, nörgeln". Löst das Problem nicht, verschlechtert die Beziehung ungemein - aber frau kann nicht über alles drüberweggehen.

    Such Dir also am Besten noch jetzt einen neuen Putzgeist... zuverlässige Damen habe ich immer über die "Agenturen für haushaltsnahe Dienstleistungen" der KEB bekommen - die sind zwar etwas teurer als auf dem grauen Markt, aber voll angestellt (ja, inkl Rente ect...), es kommt auch eine Vertretung, wenn sie Krank ist, und wenn sie die Hutschenreuther-Vase zerdeppert hat, ist sie auch versichert, und ihr AG zahlt.
    Liebe Grüße,
    Svea

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    1. Bitte entschuldige, ich sollte nicht Deinen Blog nutzen, um mich über meinen Mann aufzuregen... Hatte nur ein Dejavu, als ich die Beschreibung von L.s haushaltstechnischem Vorgehen las.

      Ach ja, und Kalksinter löst frau mit viel heissem Wasser mit Zitronensäure und kratzen mit´nem Gummischaber... wegen der empfindlichen WC-Keramik...

      Nochmals sorry. Svea

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    2. Ha ha, das kenn ich! Wenn mein Mann mal aufwischt(was seeeeehr selten vorkommt),räumt er auch das komplette Zimmervaus und bei schönem Wetter alles auf die Terasse... Hinterher sagt er dann, wiiiiiie viiiieel Arbeit das jetzt war, aber nur so wird's seiner Meinung richtig sauber... Ich rücke ja bloß alles hin und her, da kann es ja nicht sauber werden... Könnt ihn jedes Mal auf den Mond schießen, wenn's wieder soweit kommt...

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  4. Stimme zu: Hausarbeit macht der, der sie vorher auch gemacht hat, unabhängig von der vorhandenen Zeit desjenigen. Ich glaube, zumindest in unserer Generation noch (gebe die Hoffnug nicht auf, dass sich das vielleicht mal ändert) sehen Männer das einfach anders. Meiner räumt schonmal die Spülmaschine aus und ein und räumt auf, aber putzen? Da ich Teilzeit arbeite und er Vollzeit bin ich da mehr zuständig, ok. Aber Hausarbeit, insbesondere mit Kleinkind, das jeden Tag im Sommer Tonnen Sand mit in die Wohnung schleppt, ist echt fast ein Vollzeitjob, wenn man das richtig machen will. Hat keiner mehr Zeit für, also wird nur das nötigste gemacht... empfehle auch dringend eine Putzfrau, die macht zumindest mal einmal in der Woche grundrein. Heisst aber nicht, dass 3 Tage später nicht wieder alles wie Sau aussieht, wenn man nix macht. Saugen täglich ist hier Program im Sommer. Aber ich kann auch gegen Wollmäuse so garnicht ansehen, da saug ich lieber schnell. Liebäugele mit einem Saug-Roboter....

    Also, es putzt der, den es zuerst stört und das ist meist die Frau. Wenn es bis jetzt noch nicht geklappt hat mit der Teilung, dann wird das mit Baby auch nicht klappen.

    Alles Gute dabei :-)
    Bernstein

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  5. Seit Weihnachten 2011 dreht ein Saugroboter seine Runden über unsere Holzfußböden, seither gibts keine Wollmäuse mehr, die meinen armen Hausstauballergiker plagen. Großer Spaß das Ding!
    Ansonsten empfehle ich eine Hundehaarallergiefreie Reinigungsfee (vielleicht 2 x die Woche?), damit gar nicht erst unnötiger Zank entsteht.
    LG N.

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  6. Liebe N., wir liebäugeln auch mit so einem Ding, was für einen Fussboden habt Ihr? Das Ding taugt also echt was?

    Hier war es noch nie so sauber wie in den vier Wochen nach der Geburt unseres Sohnes.. mein Mann ist dermaßen mutiert.

    Aber inzwischen ist alles beim alten und wir kämpfen gemeinsam gegen Chaos und Wollmäuse.. bzw. Katzenhaare.

    Gruß

    Nauka

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    1. Hallo Nauka,

      wir haben 67 m² Dielenboden ohne Teppich und der Saugroboter fährt täglich durch Flur, Küche und Schlafzimmer. Wohnzimmer ist tabu, da wir ein bodentiefes helles Sofa haben und der Roboter dort auf Dauer keine Schnutzränder machen soll (Reine Vorsichtsmaßnahme). Zusätzlich saugen wir aber alle 7-14 Tage mit dem normalen Staubsauger, schließlich gibts genügend Ecken, Kanten, wo das runde Ding nicht hinkommt.
      Aber gegen das Grundgekrümel der Küche und Wollmäuse im Allgemeinen zeigt sich tatsächlich eine Verbesserung!
      Außerdem gibts den netten Nebeneffekt, dass nur noch wenig Kram auf dem Boden liegenbleibt (Socken!), sonst wirds nämlich gefressen...
      Ich weiß aber nicht wie das mit Teppich ist, aber für Holzboden und sicher auch Laminat ist es ideal.

      Grüße,
      N.

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    2. Auch mit Kleinkind? Bei uns liegt täglich Spielzeug auf dem Boden verteilt - logischerweise in Wohnzimmer und Küche - das ich mindestens fünfmal täglich zusammenräume, aber 10 Minuten später wieder seine ursprüngliche Ausdehnung erreicht hat. Da kann ich mir einen Roboter grad gar nicht vorstellen. Vielleicht später?

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    3. Hallo, so einen Roboter haben wir auch, der hilft auch wirklich kräftig mit... unserer ist ein Vorwerk, läuft ganz toll, zurzeit mein Lieblingselektrogerät im Haus (außer vielleicht der Eismaschine). Wenn der jetzt noch lernt, die Treppe zu fegen, nass durchzuwischen und den Abwasch zu machen, wird alles, alles gut. Liebe Grüße!

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  7. Ich mache nach wie vor den Löwenanteil, Mann wischt vielleicht ein, zweimal im Jahr auf, saugen mag er nicht... Die ersten Wochen nach der Geburt hab ich ihn aber zum Saugen verdonnert, nach ein paar Monaten, wenn Baby mal öfter am Tag schläft, kam dann mein Rhythmus was putzen angeht wieder...
    Am Anfang hast du sowieso nur Augen für Würmchen, die paar Staubmäuse stören da nicht;-)
    Jetzt bei Kind Nr. 2 bin ich auch mal gespannt, wie das äuft, aber werde meinen Mann grad in der Anfangszeit dazu verdonnern, was mitzuhelfen, sonst geht's ja nicht...
    Lass das alles mal auf dich zukommen, das klappt schon und ihr werdet euren Weg finden! Außerdem wird man mit Kind weniger pingelig und lässt 5 ne gerade Zahl sein...
    Alles Gute dir und toi toi toi...

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  8. Wir haben seit zwei Wochen wieder eine Haushaltshillfe, die einmal die WOche kommt und 'putzt'. Und zwar gründlich, Türen, Fenster, Küchenfronten, Badezimmer entkalkt, Böden wischt und wienert und in allen Ecken und unter allen Möbeln staubsaugt. Eben alles, was ich nebenbei so nicht schaffe. Und auch wenn ich 6 Monate und meinen letzten Funken Kraft gebraucht habe um das einzusehen: Mir wurde es zuviel. Und jetzt kann ich morgens aufstehen ohne schon gestresst zu sein, weil der Haushalt wartet, bin entspannter mit den Kindern und kann die kurze Elternzeit, die vergeht wie im Flug, viel mehr auskosten. Und mich meiner eigentlichen Aufgabe widmen: Den Kindern.

    Kann ich nur empfehlen, denn es bricht einem erstaunlicherweise doch keinen Zacken aus der Krone sich helfen zu lassen - hätte ich gar nicht so gedacht.

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  9. Ich habe hier wohl ein echtes Spezialexemplar: mein Mann hat schon immer mehr im Haushalt gemacht als ich, und das war auch schon öfter Diskussionsthema, wenn er genervt war. Seine Putzschwelle ist aber deutlich niedriger als meine...Nur die Bäder sind mein Job - und für den haben wir seit kurzem eine Putzfrau. Wir hatten nach der Geburt des Kleinen (jetzt 6 Monate) mehrmals Zoff, weil es meinem Mann nicht suaber genug war und es ihn gestresst hat. Er musste erst lernen, dass es gerade am Anfang mit Baby eben nicht so sauber ist wie sonst, der Tag hat schließlich nur 24 Stunden. Jetzt mit Putzfrau ists super, auch wenn die - weil voll legal, verischert usw. - ein halbes Vermögen kostet.
    Liebe Grüße von der anderen Tina

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  10. Hallo die Damen! Sehr amüsant, die obigen Hausarbeitsstories - danke für die abendliche Erheiterung! :-) Also mein Mann hat tatsächlich einen Aktivitätsschub erlitten, seit sein Söhnchen auf der Welt ist. Er hat allerdings auch vorher schon Frühstück gemacht, regelmäßig gekocht und Spülmaschine + Mülleimer übernommen... aber seit er Papa ist, sprüht er nur so vor Tatendrang, macht die ganzen organisatorischen Sachen (inklusive Elterngeldantrag usw. für mich) UND richtig viel im Haushalt. Die ersten Wochen hab ich nur das Bad geputzt, den Rest hat er besorgt. Inzwischen ist unser Sonnenschein 8 Wochen alt und es ist sauberer/aufgeräumter, als zu unseren kinderlosen Zeiten... denn auch ICH habe jetzt sehr viel mehr Motivation, es hier sauber und gemütlich zu machen für unsere kleine Familie. Sollte die (Motivation) aber irgendwann wieder nachlassen, werde ich einfach auf die Immunsystemstärkungssache von Tina1 zurück greifen... ;-) Liebe Grüße und einen haushaltsfreien Abend!

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  11. Wenns man sichs irgendwie leisten kann, würde ich auch dringend zu einer Putzfrau (oder einem Putzmann, gell liebe Gleichstellungsbeauftragten) raten!!
    Mein Mann hat bei beiden Kindern exakt EINE Woche nach Geburt durchgehalten, es zumindest ANSATZWEISE so aussehen zu lassen wie es sonst ist, wenn ich es mache. Sobald ich halbwegs wieder auf den Beinen war, war alles beim alten.
    Das war aber bei uns in der Beziehung auch schon immer so und ich hab irgendwann beschlossen, mich nicht mehr aufzuregen oder zu nörgeln, denn das tut unserer Beziehung einfach nicht gut und geändert hat sich dadurch auch nie etwas.
    Unsere Putzfrau schafft nun einmal die Woche eine Grundsauberkeit rein und für mich bleibt dann immer noch genug "Kleinkram".

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  12. Das ist der Grund für soviele gestreßte Mütter: Man will es einfach genauso ordentlich wie vorher haben, aber das geht eben mit Baby nicht mehr so gut ohne Organisationstalent. Man kann nicht mehr putzen und räumen, wo und wann man will, sondern muß seinen Putz- und Waschplan ums Baby bauen. Eine Stunde am Stück mal ohne Unterbrechung putzen ist kaum noch drin. Und da grade in der Anfangsphase noch keine Organisation vorhanden ist (woher auch, das Baby ändert seine Gewohnheiten ja auch dauernd), stapelt sich der ganze Kram.
    Außerdem ist man über jede Schlafmöglichkeit froher als über Hausarbeitsmöglichkeit.

    Da ich ziemlich kurzsichtig bin, stören mich die Wollmäuse weniger, ich sehe sie erst, wenn ich auf dem Boden liege ;) Es ist nur etwas anstrengend, wenn sich Besuch ankündigt...
    Also wer es sich leisten kann, nimmt die Putzfrau; wer nicht, lernt einfach nicht mehr hinzusehen und in jeder Ecke einen anderen Wäscheberg zu haben. Denn die Männer ändern sich in unserem Alter nur noch selten.

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  13. Als ich mit unserem Neugeborenen aus dem Krankenhaus nach hause kam, hatte mein Freund schon eine Woche lang in unserer Wohnung gewütet. Beim Anblick des Chaos bin ich in Tränen ausgebrochen und hab mich mit Tochterkind ins Bett verzogen. Und mein Freund schaute mich hilflos an und fragte: Was ist denn dreckig? (Alles, und knietief Müll überall!!) Fazit: Er braucht klare Ansagen. Nicht: Räum auf! sondern eine Detailaufschlüsselung was wie wo. Und Kontrolle, auch wenns beide nervt.

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