Donnerstag, 16. Februar 2012

Da war doch noch was!

Der große Wer-hat-die-beste-Ausrede-warum-man-keinen-Alkohol-trinkt-Contest.

Wir erinnern uns: ich wollte wissen, wie man solche Szenen wie meine mit den netten Nachbarn vermeidet, bei der ich gesagt habe, ich würde ein Antibiotikum nehmen und wollte keinen Alkohol, und mein Nachbar sich daran gemacht hat, mir mit Feuereifer zu beweisen, dass ich in Wahrheit aber doch Alkohol trinken soll. Was ich ihm nicht übel nehme, was mich aber ins Stammeln und Drucksen gebracht hat, und hinterher dachten sich vermutlich alle doch, was hatse denn, vamutlich schwanga. Also genau das, was sie nicht denken sollten.

Und ich wollte nicht nur euren Rat, sondern ihr solltet was wiederkriegen: der beste Tipp sollte prämiert werden mit Essen und Trinken auf meine Rechnung beim nächsten Stammtisch.

Wir schreiten zur Jurierung.

Vorschlag 1:
"Bei Rotwein: Histaminintoleranz.
Aber ganz grundsätzlich: Der einzige Grund, bei der KB keinen Alkohol zu trinken ist, dass die Leber mit der Verstoffwechslung der ganzen Hormonbomben schon genug zu tun hat. Wer dann aber Freßattaken mit viel Fett (Schokolade, Sahnetorte, Sahnesaucen, fetter Käse, Salami,Leberwurst...) auslebt, gibt der Leber genau so viel zu tun. Dem Embryo kann man in der Warteschleife mit Alkohol kaum schaden: Er ist noch nicht mit der Mutter via Plazenta verbunden. Also: Entspannt Euch mal alle ein wenig..."

Ich weiß, vermutlich bin ich da ein bisschen hysterisch. Und ich weiß auch, dass es da draußen Zehntausende, wenn nicht Millionen von Frauen gibt, die bis in den dritten Monat fröhlich gesoffen, geraucht und Klebstoff geschnüffelt haben und jetzt stolze Mutter kerngesunder Kinder sind. Ich kenne auch die Alles-oder-Nichts-Theorie. Aber ich finde, die zwei Wochen ohne schaden mir bestimmt nicht. Und auch in Woche sechs bis elf brauche ich eine Ausrede, nicht nur für die Zeit bis zum Test. Liebe Kommentatorin, vielen Dank und Hut ab für die nüchterne, informierte und naturwissenschaftlich mit Sicherheit korrekte Einstellung, ich wollte ich wäre auch so entspannt, bin es aber nicht.

Vorschlag 2: Entsäuerungskur.
"Ich sag gerne, dass ich grad eine Entsäuerungskur mache. Hab ich tatsächlich mal gemacht und mir gings super dabei. Ich durfte damal weder Alkohol noch Zucker zu mir nehmen, auch kein Weißbrot, Schweinefleisch und alles von der Kuh. Stattdessen basische Ernährung, viel Gemüse, Obst und Dinkelvollkornprodukte, whatever..schwanger wurde ich nicht davon.Wenn du dann gerade ein schönes Nackenkotelett auf den Teller packst, isses natürlich wenig glaubwürdig. Aber so genau kennen sich die meisten damit ja auch nicht aus.Und deine Heilpraktikerin hat dir das eben auf den Leib geschneidert, was du darfst und was nicht"

Liebe Cetro-Tine, das klingt an sich total einleuchtend. Die einzigen zwei Probleme: 1. Die meisten Menschen, mit denen ich Alkohol trinke, kennen mich. Und die würden mir diese Geschichte nicht glauben. Wenn irgendjemand mir Zucker, Alkohol, Weißmehl, Milch, Schwein und Rind verbieten würde, würde ich ihn dafür nicht bezahlen, sondern ihm die Nase abbeißen. So bin ich leider, und das wissen die. 2. Das würde bedeuten, dass ich an diesem Abend nicht nur ohne Alkohol, sondern auch ohne Milch, Weißmehl, Kuh, Schwein usw. auskommen müsste, und das wäre dann doch eine Nummer zu trist für meinen Geschmack. Trotzdem vielen Dank!

Vorschlag 3:
"Ich bin keine deiner Abkürzungsfrauen, aber dein Gefühl, lieber abstinent bleiben zu wollen, kann ich nachvollziehen. Wenn du also komplett nüchtern bleiben willst, würde ich an deiner Stelle vielleicht was von "heute irgendwie Unruhe im Gedärm" murmeln, dabei verlegen gucken (kannst ja noch ein paar Stunden üben ;-)) und dazu setzen, dass du diese Unruhe nicht durch Alkohol forcieren möchtest. Wer hätte schon gern Durchfall aufm Kneipenklo? Da hat ganz bestimmt jede für dich Verständnis."
Ja, hat was, liebe Andrea. Erstens sehe ich unter Hormonen so aus, dass man mir jede Art von Unwohlsein sofort abnimmt. Zweitens habe ich damit auch gleich die Entschuldigung, wieso ich mich spätestens um elf verabschiede, um im Taxi einzuschlafen. Und drittens wird wohl hoffentlich niemand bei Darmgeschichten zu genau nachbohren. Andrea, was soll ich sagen - Du bist es. Vielleicht!

Vorschlag 4:
"Vorgezogene Fastenzeit", da ihr zur eigentlichen Fastenzeit Urlaub plant, du da nicht abstinent bleiben willst, aber einmal im 40 Tage gar kein Alkohol auch nicht schaden :-) - (ich zieh das tatsächlich vor, wenn wir Skifahren sind in der Fastenzeit)"
Liebe Barbara, auch dieser Vorschlag ist nicht sooo doof: denn gefastet hab ich schon ein paar mal (allerdings habe ich da auf ALLES verzichtet bis auf Duschen und Atmen), und ich könnte mir diesen Rappel abgeguckt haben von einem meiner Mädchen, die auch jedes Jahr bis Ostern sechs Wochen lang Alkohol und Süßigkeiten weglässt. Einziger klitzekleiner Fehler: zum Jahresanfang könnte ich das bringen, meinetwegen auch noch bis April, aber Fastenzeit im Hochsommer? Mal sehen. Auch du bist es... vielleicht!


Vorschlag 5:
"...Deshalb meine neueste Strategie: Am besten man sagt, dass man am Tag vorher schon etwas zu viel getrunken hat und gerade froh ist, den Kater losgeworden zu sein. Da war der Wein irgendwie nicht gut und hat dolle Kopfschmerzen gemacht. Oder die Begleitung hat einfach ungefragt noch eine zweite Flasche Wein bestellt. ....Heute ist deshalb selbst die Lust auf das kleinste Piccolöchen nicht vorhanden."
Liebe Birgit, auch dieser Vorschlag hat seine Stärken, von denen absolute Glaubwürdigkeit die vermutlich bestechendste ist. Großartige Idee, auch du bist es vielleicht!

Vorschlag 6:
Bis Ende Januar kann man glaubwürdigerweise was von "guten Vorsätzen" murmeln. Aber Birgits Vorschlag mit dem "hatte gestern schon etwas zu viel" klappt bei mir auch immer (merkwürdigerweise glauben mir das die Leute ;)).
Aber auch "momentan vertrage ich wenig Alkohol, gestern war mir nach einem Glas Wein total übel" funktioniert gut.
Liebe Felicitas, volle Punktzahl für Birgits Idee, und ich glaube auch, für viele Abkürzungsdamen ist "momentan vertrage ich das schlecht" ein 1A Vorschlag - auch hier würde ich ein leichtes Glaubwürdigkeitsproblem bekommen. Denn das war noch nie, das wäre ungefähr so, als würde ich eine Schale Fritten mit Mayo lustlos beiseite schieben und mich beschweren, das wäre mir gerade zu fettig.

Vorschlag 7:
"Liebe Flora,
Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr mir Ausreden einfallen zu lassen. Deswegen regel ich das gerade so: Wenn mein Wundermann in der Nähe ist, kriegt er mein Glas vorsichtig untergeschoben. Natürlich hatte ich es lange genug in der Hand, dass man damit gesehen wurde. In Kneipen mache ich heimlich mit der Kellnerin aus, mir alkoholfreie Cocktails zu bringen. Falls jemand mich wegen des Wassers anspricht, brauche ich das zwischendurch, damit ich nicht so schnell betrunken bin. Bisher hat es funktioniert. Trotzdem, viel Spaß heute Abend! LG, Emma"

Liebe Emma, das hab ich auch schon oft so gemacht, und auf Parties klappt das 1A. In der kleinen Nachbarschaftsrunde neulich abends hab ich das auch versucht und mich dabei glaube ich für meine Verhältnisse auch gar nicht soooo bescheuert angestellt, trotzdem habe ich fünf Minuten lang die Meisterdetektiv-Blicke unserer Nachbarn auf mir gefühlt. Aber wenn die Runde es hergibt, Bombentipp! Auch du bist es vielleicht.

Vorschlag 8:
"Libe Flora,
ich habe in der Warteschleife und auch noch bis zum Ende des dritten Monats einfach gesagt: Nein danke, ich habe im Moment keine Lust auf Alkohol. Da haben selbst meine wild schnapstrinkenden Mädels nicht mehr weitergefragt, ich war selbst überrascht! Und das obwohl man mich in gewissen Kreisen auch den Sombrero ohne Boden nannte weil ich Tequila trank wie....naja, egal. Ausserdem wäre es auch viel zu anstrengend gewesen, mir dauernd was neues auszudenken. Viel Erfolg heute, ich hoffe wir hören wie es ausgegangen ist?
LG, Murphy"
Liebe Murphy, obwohl ich Tequila zwar ganz gern mag, vor allem mit dem ganzen Salz- und Zitrone-Programm (wobei ich glaube ich genau so glücklich wäre nur mit Salz und Zitrone und gar keinen Schnaps draufkippen müsste), nennt man mich nicht den Sombrero ohne Boden. Ich bin eher die mit dem Rotwein oder dem Prosecco, ab und zu gibt's auch mal einen schönen Scotch - aber ich glaube, das glaubt mir kein Mensch. Vor allem, wenn man mitbekommt, wie sehnsüchtig ich die Rotweingläser in den Händen der anderen angucke. Und ich fürchte außerdem, das würde bei guten Gastgebern den "Ach komm schon, diesen Rotwein musst du probieren, den haben wir von einem kleinen Weingut in Italien mitgebracht"-Impuls zum Explodieren bringen, sie hätten einfach Angst, dass ich was verpasse. Herrje... ich glaube, das ist es nicht. Aber vielen Dank für den Tipp! Vielleicht probiere ich das ja doch noch mal aus beim nächsten Mal, und sollte es erstaunlicherweise doch funktionieren, reiche ich einen Preis nach, versprochen.

Vorschlag 9:
"Da ich sonst durchaus gerne was trinke, und bei passender Gelegenheit es auch nicht unbedingt bei 1 Glas belasse, hat's bei mir auch schon komische Blicke gegeben. Vor allem im Kollegenkreis gab's dann auch schonmal die einen oder anderen Gerüchte (die ja leider bislang alle falsch wahren).
Wenn ich Ausreden brauche (z.B. auch bei den Schwiedereltern), erzähle ich entweder was von Magenproblemen oder vor kurzem genommenen Kopfschmerztabletten."
Liebe Relaxednomore, an sich hätte ich auch Geld auf diesen Vorschlag gesetzt, wenn nicht... siehe oben: ich hab erzählt, ich würde Tabletten nehmen, und mir wurde argumentatorisch astrein und mit einigem Aufwand erwiesen, das wäre kein Grund. Ach, es ist zum Auswachsen: sage ich, ich will nicht, dann glaubt mir das keiner, sage ich, ich darf nicht, dann hat der Gastgeber Mitleid und legt sich ins Zeug, um mir zu beweisen, dass ich aber doch darf.

Vorschlag 10:
Kinderwunsch Baden-WürttembergFeb 4, 2012 07:02 PM
Ich sage einfach: NEIN DANKE und wers nicht blickt der hat PECH!
Sowas finde ich unverschämt jemandem Alkohol oder sonstwas schier auf zu zwängen. Ich nehme das Glas und stelle es weg und wenn mir jemand dumm kommt sage ich ihm, dass ich NEIN DANKE gesagt habe und ich muss mich sicher vor keinem rechtfertigen egal ob mit oder ohne Kinderwunsch oder Alkoholikervorgeschichte :D
Liebe Kinderwunschbadenwürttemberg, an sich hast du da natürlich Recht. Aber die Leute meinen's gut. Und ich befürchte, wenn ich das so kommentarlos sage, dann habe ich zwar für den Moment Ruhe, aber muss damit leben, dass die Gerüchteküche die nächsten Tage brodelt. Jetzt gibt es eine Menge Leute, bei denen ist mir egal, was die denken, aber bei manchen - vor allem bei sehr netten Leuten, die man noch nicht lange genug kennt, als das sie die ganze Kiwu-Geschichte kennen würden, aber die man gerne noch näher kennen lernen würde, will ich auch nicht barsch und ruppig sein... Hm... schwierig! Ich weiß! Trotzdem Danke für den Tipp!


Vorschlag 11:
eine Freundin von mir (nicht schwanger) hat eine gute "Ausrede", wie ich finde. Sie sagt, sie trinkt keinen Alkohol, weil sie dadurch besser schläft. Ich finde das einleutend und kann das auch selbst bestätigen. und ich fand, da klingt auch nachvollziehbar und logisch. Allerdings habe ich sie noch nicht selbst ausprobiert. Funktioniert natürlich nur für den abendlichen Alkoholgenuss.
Ich werde es sicher demnächst mal ausprobieren.
LG K.
Liebe K., das könnte ich wirklich nur bei ganz, ganz flüchtigen Bekannten oder Kollegen machen. Bei allen anderen scheitert auch dieser Tipp an Glaubwürdigkeit. Leider, leider! Schade, schade!

Vorschlag 12:
nannyogghatheutefrei
Also ich würde die Variante mit der Wette wählen: "Ich hab gewettet, dass ich 3 Monate (eben bis du es erählen magst) keinen Alkohol trinke". Oder es als verlorene Wette deklarieren "Ich hab ne Wette verloren, und darf jetzt 3 Monate keinen Alkohol trinken".
Liebe Nannyogghatheutefrei, sportlich! Ich glaube auch, das würde klappen, aber ich fürchte, dass das wiederum Futter für das Alkoholikergerücht liefern würde. Aber vielleicht ist das auch nur in meinem Kopf, der entsprechend vorbelastet ist: im Psychologiestudium vor langer Zeit gab es mal ein Manual mit Symptomen psychischer Störungen, und ein Alkoholismus-Symptom war paradoxerweise, dass jemand sich schon mal vorgenommen hat, während eines bestimmten Zeitrahmens keinen Alkohol zu trinken. Harrgh! Ist das nicht seltsam, dass man selten mehr Gefahr läuft, als Alkoholiker zu gelten, als wenn man keinen Alkohol trinkt?

Vorschlag 13:
huhu mädels, ich sage immer abwechselnd, dass ich gestern schon zu viel getrunken habe, das mein freund gemeint hat, dass ich nur mit alk lustig sein kann ( das will man ja nicht auf sich sitzen lassen) oder auch wirklich mal die diät/ keine lust/ nicht gut / mag den und den wein nicht. das immer abwechselnd, hat noch nie einer verdacht geschöpft. lg mine
Liebe Mine, volle Punktzahl für "gestern schon getrunken und leider verkatert", alles andere würde mir leider niemand glauben, s.o.

Vorschlag 14:
Ich habe vor einiger Zeit in meinem nahen Umfeld sehr unschöne Erfahrungen damit gemacht, was Alkohol aus Menschen machen kann.

Deshalb trinke ich seit einem halben Jahr keinen Alkohol mehr. Wenn ich in einer Runde mit Menschen bin, die die Vorgeschichte nicht kennen, gibt es immer gleich vielsagende Blicke auf den Bauch und neugierige Anspielungen oder gleich Nachfragen. Für einen trockenen Alkoholiker wurde ich allerdings noch nicht gehalten ;)

Das Erklären habe ich aufgegeben. Wenn mir jemand zu sehr auf die Pelle rückt, sage ich es einfach: "Ich habe in meinem nahen Umfeld sehr unschöne Erfahrungen damit gemacht, was Alkohol aus Menschen machen kann. Deshalb trinke ich nichts mehr."
Liebe Anonyma, Hut ab für den Mut, so eine Geschichte zu erzählen. Ich glaube trotzdem nicht, dass das für mich funktionieren würde, und zwar aus zwei Gründen: erstens wäre es in meinem Fall gelogen, und bei so einem Thema (Alkoholismus) möchte ich nicht lügen, und zweitens würde ich nicht an einem harmlosen Rotweinabend mit Nachbarn oder auf einer Büroparty oder... mit dem Alkoholismushammer kommen wollen - was daran liegt, dass ich nicht deine Erfahrungen gemacht habe. Wenn doch, dann würde ich das sicher ganz anders sehen und machen. Aber als gelogene Ausrede wäre mir das zu viel. Und außerdem hätte ich Angst, dass Spekulationen darüber, wer denn derjenige ist, mit dem ich diese Erfahrungen gemacht habe, hochkochen - Vater? Mutter? Freund? Exfreund? Ehemann? Keiner von denen hat mir jemals alkoholbedingt was Böses getan, da wollte ich sie nicht in den Verdacht bringen. Trotzdem vielen Dank für den Tipp!

Vorschlag 15 (ist das zu fassen, schon 15!):
Die Alkohol-Sache ist schon doof, aber da jeder weiß, dass ich auf Alkohol extrem müde werde und auch gerne mal auf der nächstbesten Sitzgelegenheit einschlafe, sage ich einfach: "Ich möchte heute gerne mal wach bleiben." Das versteht jeder.
Liebe Anonyma, auch das ist ein guter Vorschlag. Denn meine Müdigkeit unter Hormonen sieht man mir an, und es stimmt sogar, das Alkohol mich oft müde macht, also: auch du bist es vielleicht.


Vorschlag 16:
Ich habe auch so eine Nachbarin. Ich mache es mittlerweile so: ich nehme das Glas, wenn sie es mir wiedermal aufzwingt, auch wenn ich sage: nein, danke. Stoße an und stell es dann demonstrativ vor mich auf den Tisch.
Zweimal gemacht und mittlerweile ist Ruhe.
*g* Große Erklärungen gibt es dann keine mehr. Soll'se doch gucken. Das können sie bei mir schon seit einigen Jahren... Ich habe oft gesagt: ich mache mittlerweile soviel Yoga. Und gewisse Yogaübungen (ohne Scheiß) sollte man nur machen, wenn man sich vegetarisch und alkoholfrei ernährt. Ich arbeite mich noch in die Richtung vor. Erstmal verzichte ich auf den Alkohol...
Liebe Anonyma, Vorschlag Nr.1 habe ich so schon oft selbst praktiziert, allerdings ohne das demonstrativ-auf-den-Tisch-stellen, ich bin dann eher der Typ, der den Sekt in den Gummibaum gießt oder auf einem Tischchen "vergisst". Die Yoga-Erklärung würde bei mir leider nicht durchgehen, denn jeder, der zwei Augen im Kopf hat, sieht, dass die Tante garantiert nicht ernsthaft genug Yoga macht, um auf Übungen zu stoßen, die alkoholfreies und fleischloses Leben erfordern. Dazu gibt es an mir zu viele Beulchen, Röllchen und Pölsterchen. Tscha!

Vorschlag 17 und damit letzter Vorschlag:
nicht einfach antibiotikum sondern metronidazol ist das zauberwort... enthalten in so schönen sachen wie z.b. flagyl, das gegen infektionen hilft... da heissts kein glas bis einen tag nach der anwendung, sonst kriegt man den schönen antabus-effekt zu spüren, wie alkoholiker die das echte antabus nehmen und trotzdem versuchen fröhlich weiterzubechern: flush, erbrechen, tachykardie...
ich glaube, da versteht dann jeder, das man gerne auf ein gläschen verzichtet!
einziger haken bei dieser geschichte: allen erzählt man ja auch nicht gerne, dass man "da unten" einen infekt hat :-)
Liebe S., den Antabus-Effekt musste ich googeln. Das ist ja nicht nur eine Ausrede, das ist ja gleich ein komplettes Party-Gesprächs-Thema! Ich müsste mich allerdings erst ein bisschen reinfuchsen und durchinformieren, bevor ich mich das trauen würde. Und vor der Unterleibs-Muffe hätte ich keine Angst, erstens bin ich da abgehärtet, zweitens holt man sich ja so manches im Fitness-Studio... non? Wie auch immer, Auch du bist es vielleicht!

Liebe Abkürzungsdamen, wer hätte gedacht, dass die Vorschläge so zahlreich sein würden und die Entscheidung so schwierig? Ich glaube wirklich, ich muss noch eine Nacht drüber schlafen. Aber morgen, morgen gibt es die Entscheidung. Und hoffentlich dann bald den nächsten Stammtisch, damit ich mein Versprechen auch halten kann. Danke an alle Kandidatinnen! Ihr wart großartig, ihr könnt Stolz auf euch sein, ihr wart die besten Kandidatinnen der Welt, Mwah! (Geräusch euphorischen Luftküsschens in die Runde.)

Kommentare:

  1. Liebe Flora,

    kauf dir dein ersehntes Auto und sag, du musst fahren! :)

    Liebe Grüße & alles Gute,
    Franzi

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    1. Liebe Franzi, liebe Flora,

      das Auto ist in gewissen Situationen mein "Lieblingskind" an Ausrede. Ist vergleichsweise so gut wie "Ich kann leider nicht, mein Kind hat Zahnschmerzen, Geburtstag, Kindergarteneinweihung, Elternsprechtag..." (ach, Eltern haben immer Ausreden parat, für die alle Verständnis haben). Aber die Autonummer ist vor allem dann enorm schlagbar, wenn man die Fahrerin ist und die anderen später mitnimmt. Ganz großzügig kann man dann anbieten: Kein Problem, bestellt die Flasche Wein - ich kann diesmal fahren. Falls dennoch der Einwand kommt - ach dann lässt Du das Auto einfach stehen und nimmst ein Taxi - kam natürlich auch schon vor. Antwort: Mist, geht leider nicht. Ich muss morgen unbedingt zum Recylinghof, zu Ikea, Großeinkauf und da will ich es vorher nicht extra abholen. Oder stehe im Halteverbot und kann da bis morgen nicht stehen bleiben.
      Einziger Haken - wenn die Nachbarn um die Ecke wohnen.
      Zum nächsten Stammtisch komme ich ohne Auto, wie versprochen. Und falls doch - dürfen alle Abkürzungsdamen zwinkern und fragen - Na? Doch schwanger? Es müsste mich schon ein Flugsamen wie ein Blitz treffen. Gerade ist einfach gar nichts geplant. Ich freue mich auf den Stammtisch. birgit

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  2. Da kommt garantiert "ach komm, 1 Glas geht, wir sitzen doch noch drei Stunden" und die Nachbarn würden einem bei einer solchen Ausrede vermutlich den Vogel zeigen "jetzt dreht sie völlig durch" :-)

    VG,
    Barbara
    (die jetzt tatsächlich schon Fastenzeit macht, da es eine Woche vor Ostern zum Kletterurlaub geht)

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  3. Hallo,
    ich sag oft ich habe eine Blasenentzündung und da ist Alkohol dann ganz gemein.
    VG

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