Donnerstag, 2. Februar 2012

Tag 27.

Ein paar Dinge, von denen ich mir inzwischen versuche, nicht zu viel Hoffnungen machen zu lassen:

Merkwürdiges Rumoren in der mittleren Region meines Körpers.
Diffuse Glücksgefühle.
Diffuse Übelkeit.
Diffuser Ekel vor Gerüchen, Menschen, Menschen und ihren Gerüchen, Nahrungsmitteln... Ekel.
Jemand, der mir sagt, er hätte ein gutes Gefühl diesmal.
Lächelnde Ärzte.
Die Tatsache, dass jemandes Cousine in genau der gleichen Situation wie ich war und jetzt Zwillinge hat.
Dass ich ein braves Mädchen war und es verdammt noch mal verdient habe (Kinder werden leider nicht vom Nikolaus gebracht.)

Eine kleine Sache dagegen macht mir gerade große Hoffnung: ich habe vor zehn Minuten bei der Hamburger Adoptionsbehörde angerufen und uns zum nächsten Informationsabend für Möchtegerneltern angemeldet.
Guckt mal raus, die Sonne scheint!

Kommentare:

  1. Liebe Flora,

    wir wollten uns auch parallel zu KiWu-Behandlung für eine Adoption melden. Man sagte uns jedoch, dass das nicht gewünscht sei. Erst wenn wir den Haken an die künstliche Befruchtung gemacht haben, sollen wir uns melden. Wenn du hier andere/flexiblere Erfahrungen machst: nur her damit!

    Alles Gute für euch!

    Lg Sonja

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  2. Liebe Flora,
    Du Arme, ich erinnere mich, wie schrecklich dieses Hin- und Herdeuteln ist, aber es ist auch noch ein bisschen früh. Bisher hat es bei mir 3 Mal geklappt (1 Sohn, eine FG und jetzt 14. SSW), 3 Mal nicht. Erst am Tag des Tests (also 14 Tag nach Punktion) habe ich eine gute Einschätzung gehabt, ob es geklappt hatte. Z.B. leichte Übelkeit und v.a. ein bitterer Geschmack im Mund. Aber eines ist sicher: Du hast es verdient und ich habe in letzter Zeit einige Erfolgsstories i.S. Adoption gehört. alle Daumen gedrückt!!!!

    C.

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  3. Ich bin frohen Mutes, dass es diesmal klappt, auch wenn wir das natürlich nicht so sagen wollen. ;)
    Um über weniger emotional belastete Themen zu sprechen, heute morgen war es bei uns so kalt, dass die Luft gelitzert hat und jetzt scheint Clara ganz fröhlich zum Fenster rein.
    P.S. Ich bin ganz euphorisch und denke, es klappt diesmal... bei so ner Kämpfereizelle, was soll da noch schief gehen? Aber da das wieder zu emotional belastet wäre... nein... reden wir gar nicht drüber.
    Liebste Grüße,
    Theresé

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  4. Liebe Sonja, das erscheint mir aber reichlich krude von eurer Adoptionsstelle - müssen andere Paare, die keine Fruchtbarkeitsprobleme haben, sich denn sterilisieren lassen, bevor sie eine Chance auf ein Adoptivkind bekommen? Das ist ja ein Unfug... hoffentlich ist das in Hamburg anders! Liebe Grüße!

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  5. Ich seh das wie du, Flora. Es hat uns auch nicht davon abgehalten :-)

    Lg Sonja

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  6. Hi Flora,
    das ist nicht krude, sonder herrschende Meinung sämtlicher deutschen Jugendämter. Es ist aber auch was dran, auch wenn wir (bin in der derselben Situation wie Du) das oftmals nicht so gerne hören möchten. Man sollte erst mit dem Wunsch nach einem leiblichen Kind abgeschlossen haben und sich voll auf die Adoption als besondere Situation für Eltern und Kind einlassen. In manchen Bundesländern muss man sich sogar eine Bestätigung der Kinderwunschklinik ausgeben lassen, in der steht, dass die Behandlung erfolglos abgeschlossen wurde.

    Du solltest also auf entsprechende Fragen des Jugendamtes vorbereitet sein.

    Liebe Grüße

    Felicitas

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    1. ...und dann wird man angefeindet, wenn man zum Adoptieren ins Ausland geht...hab mal ein Interview mit irgendeinem Hollywood-Star gesehen, der allen Ernstes gefragt wurde, warum seine beiden adoptierten Kinder schwarz sein. Daraufhin hat er nur trocken geantwortet, dass die Warteliste für kleine blonde Mädchen ziemlich lang sei....

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